
Sowie die Liebe ihre Kette fühlt, begreift sie, dass sie enden muss.
Bedeutung
Dieses volkskundliche Sprichwort formuliert eine Überzeugung über die Unverträglichkeit von Liebe und Zwang: Sowie die Liebe ihre eigene Unfreiheit spürt, beginnt sie zu enden. Liebe braucht Freiwilligkeit und Leichtigkeit; wird sie zur Pflicht oder Kette, verliert sie ihr Wesen. Das ist eine psychologische Einsicht über die Natur echter Zuneigung: Sie kann nicht erzwungen werden und hält nur so lange, wie sie sich selbst treu bleibt. Das Sprichwort mahnt dazu, Liebe nicht zu binden oder einzuengen, wenn man sie erhalten will.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie Texte über Liebe, Freiheit und die Unverträglichkeit echter Zuneigung mit Zwang und Ketten. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Notwendigkeit von Freiheit in der Liebe und die Überzeugung, dass Liebe nur in Freiheit gedeiht.
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