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Sprüche über Gefahr

532 Sprüche — Seite 3

Gefahr gehört zu jenen Erfahrungen, in denen das Leben plötzlich seine Verletzlichkeit zeigt. Sie kann von außen drohen oder aus menschlichem Leichtsinn, Machtstreben und Selbstüberschätzung entstehen und zwingt dazu, genauer hinzusehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nie nur düster, sondern auch klärend.

Wo Gefahr erkannt wird, treten Mut, Vorsicht und Urteilskraft zugleich hervor. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie schmal der Abstand zwischen Sicherheit und Bedrohung oft ist und warum Wachsamkeit nicht Angst bedeuten muss, sondern ein Ausdruck verantwortlicher Nüchternheit sein kann.

  1. Die Leidenschaften vernichten das Beste und die Besten.

    Heinrich Laube

  2. Der Muskel wird durch starken Gebrauch gestärkt, der Nerv hingegen dadurch geschwächt. Also übe man seine Muskeln durch jede angemessene Anstrengung, hüte hingegen die Nerven vor jeder.

    Arthur Schopenhauer

  3. Die Frau ist kein Raubtier, im Gegenteil, sie ist die Beute, die dem Raubtier auflauert.

    José Ortega y Gasset

  4. Müßiggang ist der Feind der Seele.

    Benedikt von Nursia

  5. Die Idee ist eine Seifenblase: ein Sandkorn Wahrheit läßt sie platzen.

    Carl Ludwig Schleich

  6. Das Aufschieben wichtiger Geschäfte ist eine der gefährlichsten Krankheiten der Seele.

    Georg Christoph Lichtenberg

  7. Beim Beginne einer Unternehmung und unweit des Zieles ist die Gefahr des Misslingens am größten. Wenn Schiffe scheitern, so geschieht es nahe am Ufer.

    Ludwig Börne

  8. Während der Tiger nicht aufhören kann, Tiger zu sein, sich nicht enttigern kann, lebt der Mensch in ständiger Gefahr, sich zu entmenschlichen.

    José Ortega y Gasset

  9. Ein Mensch, der Angst hat, wird zum reißenden Tier.

    John Steinbeck

  10. Man läuft Gefahr zu verlieren, wenn man zuviel gewinnen möchte.

    Jean de La Fontaine

  11. Wenn die Gesellschaft so fortfährt, wird in zweitausend Jahren nichts mehr da sein, kein Grashalm, kein Baum; sie wird die Natur aufgefressen haben.

    Gustave Flaubert

  12. Die Liebe ist einäugig, aber Hass gänzlich blind

    Berthold Auerbach

  13. Man ist verloren, wenn man zu viel Zeit bekommt, an sich zu denken.

    Georg Christoph Lichtenberg

  14. Das Zerreden ist hundertfach bösartiger und gefährlicher als das Verschweigen.

    Stanislaw Brzozowski

  15. Wer keine Gelegenheit auslassen kann, etwas Kluges zu sagen, dem kann man die Behandlung eines großen Problems nicht anvertrauen.

    William Hazlitt

  16. Obwohl jeder das Schicksal hat, einmal zu sterben, lege deinen Kopf nicht in den Rachen des Löwen.

    Saadi Moscharrefoddin

  17. Die gefährlichste Klippe im Leben eines Künstlers ist die Heirat, besonders eine so genannte glückliche Heirat.

    Anselm Feuerbach

  18. Durch Gefahren setzt ein großes Herz sich durch

    Jean Racine

  19. Wer den Feind und sich selber kennt, kann ohne Gefahr hundert Schlachten schlagen.

  20. Der Utopist sieht das Paradies, der Realist das Paradies plus Schlange

    Christian Friedrich Hebbel

  21. Eine schlecht beobachtete Tatsache ist tückischer als ein falscher Schluß.

    Paul Valéry

  22. Halbes Studium ist gefährlicher als die rohe Unbefangenheit des Talents

    Otto Ludwig

  23. Unaufmersamkeit lässt das Schiff stranden.

  24. Der erste Seufzer der Liebe ist der letzte der Zurechnungsfähigkeit.

    Antoine Bret

  25. Die Angst vor einer Gefahr kann manchmal die größte der Gefahren sein.

    Niccolò Tommaseo

  26. Ich weiß drei böse Hunde: Undankbarkeit, Stolz, Neid. Wen die drei Hunde beißen, der ist sehr übel gebissen.

    Martin Luther

  27. Vor nichts soll man sich so hüten als vor dem Aufwachsen jenes Unkrauts, welches Anmaßung heißt und in uns jede gute Ernte verdirbt

    Friedrich Nietzsche

  28. Der Mensch, biologisch gesehen, ist das furchtbarste aller Raubtiere, und das einzige, das seine eigene Gattung anfällt.

    William James

  29. In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht

    Kurt Tucholsky

  30. Die Vereinten Nationen wurden nicht gegründet, um uns den Himmel zu bringen, sondern um uns vor der Hölle zu bewahren.

    Winston Churchill

  31. Ein zur Unzeit gesprochenes Wort kann ein ganzes Leben umstürzen.

    Menander

  32. Nichts ist verführerischer und gleichzeitig trügerischer als Reichtum. Er lässt sich gleich schwer erwerben, erhalten, nutzen und verlieren.

  33. Die öffentliche Meinung ist eine Gerichtsbarkeit, die ein vernünftiger Mensch nie anerkennen, aber auch nie ganz ablehnen soll

    Nicolas Chamfort

  34. Gesundheit verliert man am leichtesten, wenn man darauf trinkt.

  35. Jedes Wort, das wir nicht zuerst in Gedanken kleiden, wird zu einem Stein auf unserem Weg.

    Rudolf Steiner

  36. Nichts ist gefährlicher, als zwei Menschen auszusöhnen. Sie zu entzweien ist viel sicherer und leichter.

    Jean Paul

  37. Es ist gefährlich, anderen etwas vorzumachen, denn es endet damit, dass man sich selbst etwas vormacht.

    Eleonora Duse

  38. Nicht jene, die streiten, sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  39. Behüte uns Gott vor den schlimmsten Menschen, die es gibt, den Korrekten.

    Paul de Lagarde

  40. Jede Fähigkeit kommt dadurch in Gefahr, dass man Sie zu übertreiben sucht.

  41. Furcht vor der Gefahr ist schrecklicher als die Gefahr selbst.

  42. Man ist am meisten in Gefahr, überfahren zu werden, wenn man eben einem Wagen ausgewichen ist.

    Friedrich Nietzsche

  43. Wir können uns unseres Mutes nicht sicher sein, solange wir uns nicht in Gefahr befunden haben

    François de la Rochefoucauld

  44. Verliebte Leute dürfen nie sagen, dass sie arm sind, denn mir scheint, die Armut ist im Anfang wenigstens, ein eingeschworener Feind der Liebe.

    Georg Büchner

  45. Jeder übermütige Sieger arbeitet an seinem Untergang.

    Jean de La Fontaine

  46. Wenn man wissen will, was eine Frau wirklich meint, - was nebenbei immer eine gefährliche Sache ist - so sollte man sie ansehen, aber ihr nie zuhören.

    Oscar Wilde

  47. Denn wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  48. Wegen eines Frauenlächelns wurden schon ganze Konzerne zugrunde gerichtet

    Andrew Carnegie

  49. Frauen sind Gemälde. Männer sind Probleme. Wenn Sie wissen wollen, was eine Frau wirklich meint - was übrigens immer ein gefährliches Unterfangen ist - sehen Sie sie an, und hören Sie ihr nicht …

    Oscar Wilde

  50. Die Angst ist ein Netz, das uns der Böse überwirft, damit wir uns verstricken und zu Fall kommen. Wer Angst hat, ist schon gefallen.

    Dietrich Bonhoeffer

  51. Selbst wenn der Weise sein Feind, mach zu deinem Freund nie den Dummen

  52. Niemals sind wir so verletzlich, als wenn wir lieben.

    Sigmund Freud

  53. Wenn sie das Maß überschreiten, sind beide bös: der Schlaf und das Wachen.

    Hippokrates von Kós

  54. Hütet euch vor der Wut eines Geduldigen!

    John Dryden

  55. Wenn eine Ratte sterben will, beißt sie die Katze in den Schwanz.

  56. Alle Verallgemeinerungen sind gefährlich, sogar diese.

    Alexandre Dumas

  57. Das intellektuelle Talent stört oft wie ein Schnupfen die natürlichen Sinne und hindert sie, den Feind zu riechen.

    Emil Gött

  58. Was Hände bauen, können Hände stürzen.

    Friedrich von Schiller

  59. Vielleicht verdirbt Geld tatsächlich den Charakter. Auf keinen Fall aber macht ein Mangel an Geld ihn besser.

    John Steinbeck

  60. Sag nicht Gutes über dich selbst. Man wird dir mißtrauen. Sag nichts Schlechtes über dich selbst. Man wird dich beim Wort nehmen.

    Joseph Roux