
Der Muskel wird durch starken Gebrauch gestärkt, der Nerv hingegen dadurch geschwächt. Also übe man seine Muskeln durch jede angemessene Anstrengung, hüte hingegen die Nerven vor jeder.
Bedeutung
Arthur Schopenhauer, der pessimistische Philosoph, formuliert in diesem Zitat eine Beobachtung über Stärke und Schwäche, Muskel und Nerv: Was den Muskel stärkt – nämlich starker Gebrauch –, schadet dem Nerv und erschöpft ihn. Das ist eine Aussage über die Grenzen des Körpers und die unterschiedliche Natur seiner Systeme. Schopenhauer, der selbst viel über körperliche und seelische Gesundheit nachdachte, beschreibt damit eine grundlegende Spannung: Stärke entsteht durch Beanspruchung, aber Überbelastung zerstört das Empfindliche.
Verwendung
Passend als Schopenhauer-Zitat in Texten über Gesundheit, Körper und die Grenzen der Belastbarkeit sowie für Beiträge über Selbstfürsorge, Stress und die Unterschiede zwischen körperlicher Stärke und nervlicher Erschöpfung. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über Balance zwischen Leistung und Erholung.
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Über Arthur Schopenhauer
Über den Autor
Philosoph · Deutsch · 1788 - 1816
Arthur Schopenhauer (1788–1860) entwarf eine Philosophie des subjektiven Idealismus, die Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik auf einem irrationalen Weltprinzip gründet.
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Schopenhauer verstand sich als Vollender Immanuel Kants und baute seine Lehre zugleich auf der Ideenlehre Platons sowie indischen Philosophien auf. Er gehörte zu den ersten deutschsprachigen Philosophen, die ein irrationales Prinzip als Grundlage der Welt vertraten. Seine Werke beeinflussten u. a. Nietzsche, Freud und Wagner nachhaltig.
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