Sprüche über Gefahr
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Gefahr gehört zu jenen Erfahrungen, in denen das Leben plötzlich seine Verletzlichkeit zeigt. Sie kann von außen drohen oder aus menschlichem Leichtsinn, Machtstreben und Selbstüberschätzung entstehen und zwingt dazu, genauer hinzusehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nie nur düster, sondern auch klärend.
Wo Gefahr erkannt wird, treten Mut, Vorsicht und Urteilskraft zugleich hervor. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie schmal der Abstand zwischen Sicherheit und Bedrohung oft ist und warum Wachsamkeit nicht Angst bedeuten muss, sondern ein Ausdruck verantwortlicher Nüchternheit sein kann.
Großen Herren und schönen Frauen, soll man gern dienen und wenig trauen.
— Georg Rollenhagen
Wer leichtlich glaubt, wird leicht betrogen.
— Georg Rollenhagen
Der Krieg fängt dann an, wenn die andere Seite sich verteidigt
— Carl Philipp Gottfried von Clausewitz
Übermäßiges Essen und Trinken tötet mehr Menschen als das Schwert.
— William Osler
So guten Bogen gibt es nicht, der überspannt und nicht zerbricht.
— Bernhard Freidank
Das schlimmste Glied, das Menschen tragen, ist die Zunge, hör' ich sagen.
— Bernhard Freidank
Glück ist recht wie ein Ball; Wer steiget, soll fürchten den Fall.
— Bernhard Freidank
Was wir zu fürchten haben, ist nicht die Unmoral der großen Männer, sondern die Tatsache, daß Unmoral oft zu Größe führt
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Die Erfahrung zeigt, dass der gefährlichste Augenblick für eine Regierung der ist, in dem sie sich zu reformieren beginnt.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Es gibt kein gefährlicheres Beispiel, als wenn ehrliche Leute das Gute mittels Willkür und Gewalt einführen.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Nur Gott kann ohne Gefahr allmächtig sein.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Eigentum ist eine Falle: was wir zu besitzen glauben, besitzt tatsächlich uns.
— Alphonse Karr
Wer sich einmal die Zunge an heißer Suppe verbrannte, pustet, selbst wenn er kalte Speisen isst.
Wem's Haus brennt, dem ist Eilen gut, sonst nicht
— Christoph Lehmann
Unsere größte Not liegt im inneren Versiegen der Lebensquellen, und kein Mittel von draußen her kann diese Not erfassen und lindern.
— Sebastian Faber
Wenn Du die Straße überquerst, achte auf die Autos, nicht auf die Ampeln.
Sind der Bauleute zu viele, so wird das Haus schief.
Das allgemeine Wahlsystem in einem gleichgültigen Land läuft immer darauf hinaus, die Macht in die Hände deklassierter Schwätzer zu legen.
— Hippolyte Taine
Ist unser Pfad dunkel - Er ist unsere Sonne. Sind wir in Gefahr - Er ist unser Schild. Vertrauen wir ihm, so werden wir nicht zuschanden. Versagt unser Glaube - Er versagt nie; glauben w …
— James Hudson Taylor
Ein schwacher Feind in der Festung ist fürchterlicher als der stärkste von aussen.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Gewohnheit ist eine schreckliche Tyrannin
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Einsamkeit ist weiter nichts als eine Verdauung des Gefühls oder ein Schlaf des Lebens. Nun ist es gewiss schändlich, immer der Verdauung zu obliegen oder zu schlafen.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Schütze dich vor Monotomie, sie ist die Mutter aller tödlichen Sünden
— Edith Wharton
Seine Individualität wahren muss man immer, denn was sich nicht durch immer neue Selbsttätigkeit erhält, löst sich auf nach dem allgemeinen Gesetz des Werdens und Vergehens.
— Fanny Lewald
Offensive in den eigenen Antrieben und Defensive gegenüber anderen Anstößen führen am schnellsten zum Ziel, aber vielleicht zum falschen.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Manche Menschen sind bereit, für ihre Sicherheit die größten Risiken einzugehen.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Wir bedenken manches erst, wenn es bedenklich geworden ist.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Es ist ein gewagtes Ding, die Vorsehung eines andern sein zu wollen, denn alle menschliche Berechnung trügt und die beste Absicht ist nicht Bürge für den Ausgang.
— Wilhelmine von Hillern
Eine Lüge engagiert meistens schon zu der nächsten.
— Rahel Varnhagen von Ense
Tränen sind das Salz des Lebens, wenn es aber versalzen ist, bleibt ein unauslöschlicher Durst zurück.
— Friedrich Schleiermacher
Ein Perlenkranz von Frauentränen, den Schmuck soll sich kein Mann ersehnen!
— Felix Dahn
Man kann nicht leben, ohne dass die Leute sprechen, nicht Rosen sammeln, ohne dass die Dornen stechen
— Friedrich Julius Hammer
Eine Gesellschaft von Schafen muss mit der Zeit eine Regierung von Wölfen hervorbringen.
— Juvenal
Sage niemals an der Theaterkasse dass du nicht gut hörst, denn dann bekommst du einen Platz zugewiesen, wo du auch nichts siehst.
— Kin Hubbard
Der dir bei allem, was du sagst, zustimmt, ist entweder dumm oder bereitet sich darauf vor, dich zu verschlingen.
— Kin Hubbard
Mehr noch als der Reiche, der sein Geld in eisernen Truhen verwahrt hat, musst du vor dem Räuber Schicksal zittern, der du deine Schätze in Menschenherzen angelegt hast.
— August Pauly
Was alles die Menschen als Zeichen von Vornehmheit ansehen, das macht sie gerade zum Pöbel.
— August Pauly
Es gibt keine materielle Macht, welche den sittlichen Mächten über den Kopf wachsen könnte, ohne den Untergang ihrer selbst vorzubereiten.
— August Pauly
Wenn das Große einmal der Menge gehört, ist es ein Götze geworden.
— August Pauly
Die Menschen haben keinen ärgeren Feind als das Übermaß an Glück.
— Theresa Keiter
Der größte Feind der Liebe ist die grübelnde Vernunft, die in kleinmütige Zweifel verfällt.
— Heinrich Martin
Es bringt ein böses Wort viel Unheil oft zuwege. Doch schreibst Du, überlege: ein Brief spricht immerfort.
Der Mensch bleibt schwach bei aller Weisheit, die nur zu oft der Stimmung unterliegt; denn stets kommt eine neue Torheit, wenn kaum die alte ist besiegt.
— Heinrich Martin
Des Menschen Feind, Bruder, ist der Mensch!
— Lewis Wallace
Wer Pech hat, ersäuft auch in der Pfütze
Der Pechvogel stirbt sogar an einem Grießbrei.
Die Furcht steckt an wie der Schnupfen und macht aus dem Singularis allemal den Pluralis.
— Katharina Elisabeth Goethe
Gefährlich wird die Halbbildung erst dann, wenn sie ihre eigene Natur als Bruchteil verkennt und sich hochmütig einbildet, bereits Bildung geworden zu sein.
— Friedrich Wilhelm Kaulisch
Die Erziehung umfasst den ganzen, auch den körperlichen Menschen. Es ist gefährlich, die Seele zu üben und nicht zugleich den Leib.
— Friedrich Christoph Dahlmann
Macht macht schlecht. Absolute Macht macht absolut schlecht.
— John E. Edward, 1st Baron Acton of Aldenham Dalberg
Furcht vor Gefahr ist zehntausendmal beängstigender als die Gefahr selbst.
— Daniel Defoe
Die Feder ist eine starke Waffe. Aber der Mensch kann sich damit sehr viel leichter töten als andere.
— George Prentice Denison