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Sprüche über Gefahr

532 Sprüche — Seite 8

Gefahr gehört zu jenen Erfahrungen, in denen das Leben plötzlich seine Verletzlichkeit zeigt. Sie kann von außen drohen oder aus menschlichem Leichtsinn, Machtstreben und Selbstüberschätzung entstehen und zwingt dazu, genauer hinzusehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nie nur düster, sondern auch klärend.

Wo Gefahr erkannt wird, treten Mut, Vorsicht und Urteilskraft zugleich hervor. Die Sprüche zu diesem Thema machen sichtbar, wie schmal der Abstand zwischen Sicherheit und Bedrohung oft ist und warum Wachsamkeit nicht Angst bedeuten muss, sondern ein Ausdruck verantwortlicher Nüchternheit sein kann.

  1. Nichts ist trügerischer als eine offenkundige Tatsache.

    Sir Arthur Conan Doyle

  2. Ein Hund spiegelt die Familie. Wer sah jemals einen munteren Hund in einer verdrießlichen Familie oder einen traurigen in einer glücklichen? Mürrische Leute haben mürrische Hunde, gefährliche Leute g …

    Sir Arthur Conan Doyle

  3. Was den Menschen tugendhaft und glücklich macht, kann keine Regierung und keine Erziehung ihm geben, es ist in ihm, aber des Tyrannen Arglist und des Erziehers Affenliebe können es nur gar zu leic …

    Johann Georg Adam Forster

  4. Mann kann auch hinauffallen. Und solche Fälle sind die tiefsten.

    Peter Hille

  5. Der Fanatismus ist verderblicher als der Atheismus.

    Pierre Bayle

  6. Gekaufte Freuden, die eine gähnende Leere ausfüllen sollen, sind wachsende Ungeheuer.

    Else Pannek

  7. Wenn Eltern sich verletzend streiten, verletzen sie auch ihre Kinder.

    Else Pannek

  8. Habgier zerstört den Gierigen, Habgier und Macht haben größere Dimensionen.

    Else Pannek

  9. Was du ins Ohr flüsterst, wird tausend Meilen weit gehört.

  10. Gegen öffentliche Feinde im Staate ist jeder Bürger Soldat, sonst droht uns der Umsturz aller Ordnung.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  11. Wir tragen den Frieden wie ein Gewand, an dem wir vorne flicken, während es hinten reißt

    Wilhelm Raabe

  12. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift wird.

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  13. Ein Rat vor der Gefahr ist Wein, nach der Gefahr Essig.

  14. Aus keiner Gefahr rettet man sich ohne Gefahr.

    Nicolaus Machiavelli

  15. Es ist ein allgemeiner Fehler der Menschen, nicht in den Zeiten der Meeresstille mit dem Sturm zu rechnen.

    Nicolaus Machiavelli

  16. Man kann sich das Leben auch durch zu großen Ernst verscherzen

    Peter Sirius

  17. Der Hirsch lebt auf dem Berg, aber sein Schicksal hängt in der Küche.

    Lü Bu We

  18. Bietet man den Wein vielen Gästen an, geht er bald zu Ende.

    Lü Bu We

  19. Unter allen Einmischereien ist die, die sich mit Mann und Frau beschäftigt, für alle Teile die verhängnisvollste.

    Elizabeth von Arnim

  20. Mutig ist, wer weiß, dass vor ihm eine Gefahr liegt, sich aber dennoch mit ihr auseinandersetzt.

    Xenophon

  21. Auch die Fische des Königs haben Gräten

  22. Das Geschwätz zweier Menschen kann Häuser zum Einsturz bringen.

  23. Das Miauen der Katze ist das Glück der Mäuse

  24. Umsonst fürchten wir die Träume; der schrecklichste Traum ist nichts, verglichen mit dem Leben

    Stanislaw Brzozowski

  25. Jede Zufluchtsstätte der Vergangenheit ist ein Gefängnis.

    Stanislaw Brzozowski

  26. Sehr oft sind intellektuelle Strenge und erbarmungslose Logik nur äußere Formen einer tiefen, unaufgeklärten Bosheit.

    Stanislaw Brzozowski

  27. Wer sich allzu oft bückt, fängt an, krumm zu gehen und zu denken.

  28. Der jetzige Hang zu allgemeinen Gesetzen und Verordnungen ist der gemeinen Freiheit gefährlich

    Justus Möser

  29. Leichtgläubigkeit ist eines Mannes Schwäche und eines Kindes Stärke

    Charles Lamb

  30. Selbst ein dickes Seil fängt an einem Faden zu faulen an

  31. Jedes böse Beispiel legt in das jugendliche Herz den Samen des Bösen, der sich später zur giftigen Frucht entwickelt.

    Ignaz Anton Demeter

  32. Die schreckenvollste Seite, die der Fanatismus jeder Art darbietet, ist die Intoleranz.

    Friedrich von Gentz

  33. Wir bleiben immer Kinder, und so klug wir auch werden mögen, wir behalten immer die Lust, mit scharfen Messern und spitzen Scheren zu spielen.

    Wilhelm Raabe

  34. Ein Gemisch aus Whisky und Soda verdirbt zwei gute Sachen.

    Charles Lamb

  35. Die erste Wasserkur war die Sintflut und die tötete mehr, als sie heilte.

    Charles Lamb

  36. Unabhängigkeit von andern ist für unsere Freiheit eine gefährliche Situation.

    Richard Rothe

  37. Von der Freiheit kann man auch nicht ein Stückchen abschneiden, weil die Freiheit sich sofort in diesem Stückchen zentralisieren würde.

    Michail Bakunin

  38. Verleumdung schadet auf einmal dreien: dem, von dem man Böses sagt, dem, welchem man es sagt, und am meisten dem, der es sagt.

    Basilius von Caesarea

  39. Das verbale Glatteis auf dem gebohnerten Flur der Vorstandsetagen lässt vor allem jene in eine Rutschpartie schliddern, die ihre Konversation nicht der Ebene anzupassen wussten.

    Christa Schyboll

  40. Nur die mutigsten Träume sollten das Aufwachen riskieren.

    Karl-Heinz Karius

  41. Angst ist das Leck in der Nervenbatterie. Angst zerfrisst unsere Kraft, unsere Energie und unseren Willen

    Nikolaus B. Enkelmann

  42. Wir leben in einer Welt wachsender Gefahren, aber wir leben auch in einer Zeit wachsender Chancen.

    Nikolaus B. Enkelmann

  43. Den Kopf in den Rachen des Löwen zu stecken, ist auch nicht gefährlicher, als ihn von einer Frau streicheln zu lassen.

    David Herbert Lawrence

  44. Mag uns die sichtbare Welt zuweilen anmuten wie aus Liebe gebildet; der Stoff des Unsichtbaren ist die Angst.

    Herman Melville

  45. Aber so wenig als im Leben des Einzelnen ist es für das Leben der Menschheit wünschenswert, die Zukunft zu wissen.

    Jacob Christoph Burckhardt

  46. Ein Mensch, der zu langsam ist, wird nicht soviel Schaden anstiften als der Mensch, der zu schnell ist

    Max Dauthendey

  47. Wer viel Angst hat, seine Originalität zu bewahren, ist allerdings im Begriff, sie zu verlieren

    Robert Schumann

  48. Aus der Unsitte, die Blutsverwandte räumlich zusammen leben lässt, entspringt oft unabsehbarer Schaden.

    Prentice Mulford

  49. Die Flamme der Verwirrung und des Zweifels ist es, die der Weise meidet

    Chuang-tzu

  50. Es ist für den Reichen viel leichter, Gutes zu tun, als für den Armen, sich vom Bösen fernzuhalten.

    Jean Antoine Petit-Senn

  51. Das Mißgeschick, das uns nachsichtig gegen andere macht, macht sie oft hart gegen uns selbst.

    Jean Antoine Petit-Senn

  52. Nichts ist verschlossen genug, nichts zu hoch, nichts zu dunkel für Diebe und Räuber.

    Francesco Petrarca

  53. Die Laster tragen Masken, und schreckliche Ungeheuer verbergen sich in schönen Fellen.

    Francesco Petrarca

  54. Wenn du versuchst, den Menschen die Folgen ihrer Verrücktheit zu verschweigen, kommt dabei letzten Endes eine Welt voller Narren heraus

    Herbert Spencer

  55. Wie oft rufen falsch gebrauchte Wörter irreführende Gedanken hervor.

    Herbert Spencer

  56. Wer durch Dornengestrüpp hat gehen müssen, lernt, wie Dornen verwunden, und tut die an ihm hängengebliebenen ab, damit sie anderen nicht schaden

    Hermann Stehr

  57. Die schlimmste Knechtschaft ist: ein Sklave der Sinne sein.

    Johan Peter Uz

  58. Man soll die Kinder lehren, die Übertreibung in den Ausdrücken als ein erstes Abweichen von der Wahrheit zu vermeiden.

    Alexandre Vinet

  59. Es wandeln viele auf verbotenen Wegen und schämen sich, wenn sie einander begegnen.

    Otto Weiss

  60. Zu den schlechtesten Logikern gehören Furcht und Hoffnung.

    Otto Weiss