Sprüche über die Natur
363 Sprüche — Seite 2
Erst müssen die raueren Stürme, die den Frühling ankündigen, verbraust sein, ehe die Blüte hervordringt.
— Wilhelm Schulz
Man darf am Wetter nie verzweifeln, solange noch ein blauer Fleck am Himmel steht.
— Arthur Schopenhauer
Schönheit ist das von uns erblickte Spiegelbild einer außerordentlichen Freude der Natur.
— Friedrich Nietzsche
Wir haben uns die Erde nicht unterworfen. Wir haben ihr nur tiefe Wunden geschlagen.
— Georg Simmel
Alle wahren Muster des Geschmacks sind in der Natur.
— Jean-Jacques Rousseau
Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst.
— Mark Twain
Jedes Naturgesetz, das sich dem Beobachter offenbart, lässt auf ein höheres, noch unerkanntes schließen.
— Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt
Wer die Natur nicht durch die Liebe kennenlernt, der wird sie nie kennenlernen.
— Friedrich von Schlegel
Der junge Weinstock gibt mehr Trauben, der alte aber gibt besseren Wein.
— Francis Bacon
Die Rose stand im Tau, es waren Perlen grau, als Sonne sie beschienen, wurden sie zu Rubinen.
— Friedrich Rückert
Die Wahrheit und Einfachheit der Natur sind immer die letzten Grundlagen einer bedeutenden Kunst
— Carl Friedrich Paul Ernst
An alten Bäumen hämmert der Specht am meisten.
— Wilhelm Busch
Natur wiederholt ewig in weiterer Ausdehnung denselben Gedanken. Darum ist der Tropfen ein Bild des Meeres.
— Christian Friedrich Hebbel
Der Gang der Jahreszeiten ist ein Uhrwerk, wo ein Kuckuck ruft, wenn es Frühling wird.
— Georg Christoph Lichtenberg
Was auch das Meer verschlang, die Zeit verschlang das Weh, ewig bleibt die See.
— Gorch Fock
Mit Blitzen kann man die Welt erleuchten, aber keinen Ofen heizen.
— Christian Friedrich Hebbel
Nicht durch die Kraft höhlet der Tropfen den Stein, sondern durch häufiges Fallen.
— Ovid
Es liegt eine wunderbare Heilkraft in der Natur. Oft gibt der Anblick eines schönen Abendhimmels, der Duft einer Blume, der bedrückten Seele Hoffnung und Lebensmut zurück.
— Sophie Alberti
Eine Blume, die sich erschließt, macht keinen Lärm dabei. Auf leisen Sohlen wandeln die Schönheit, das wahre Glück und das echte Heldentum. Unbemerkt kommt alles, was Dauer haben wird.
— Wilhelm Raabe
Wer den Baum nur als Brennholz wertet, hat keine Ahnung, was der Baum insgesamt ist.
— Rabindranath Tagore
Frühling, Frühling! Welche Zunge vermöchte ihn auszusaugen, den Zauber, der schon im Worte liegt, und das Herz schlagen lässt voll süßer Sehnsucht und seliger Hoffnung.
— Sophie Alberti
Vertreibt die Natur; sie kehrt im Galopp zurück.
— Philippe Destouches
Nachdem ich die Naturvorgänge jahrelang beobachtet habe, kann ich das Dasein einer höchsten Intelligenz nicht bezweifeln.
— Thomas Alva Edison
Die Naturforscher sind wie Menschen, welche die Welt durch Schlüssellöcher ansehen. Jeder steht vor seiner Tür und sieht sein eigenes Stückchen Welt, keiner das seines Nachbarn.
— August Pauly
Man sieht die Blumen welken und die Blätter fallen, aber man sieht auch die Früchte reifen und neue Knospen keimen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Vergiss nicht, dass jede Wolke, so schwarz wie sie ist, dem Himmel zugewandt, doch ihre Sonnenseite hat
— Friedrich Wilhelm Weber
Schnell wachsende Keime welken geschwinde, zu lange Bäume brechen im Winde.
— Wilhelm Busch
Eine Rose riecht besser als ein Kohlkopf, gibt aber keine bessere Suppe ab.
— Jean-Baptiste Molière
Die Stimme der Natur lässt sich nicht überschreien
— Christoph Martin Wieland
Der Utopist sieht das Paradies, der Realist das Paradies plus Schlange
— Christian Friedrich Hebbel
Der glücklichste Mensch ist derjenige, der von der Natur die Verehrung lernt.
— Ralph Waldo Emerson
Die Rose spricht alle Sprachen der Welt.
— Ralph Waldo Emerson
Wenn die Gesellschaft so fortfährt, wird in zweitausend Jahren nichts mehr da sein, kein Grashalm, kein Baum; sie wird die Natur aufgefressen haben.
— Gustave Flaubert
Die Natur ist ein unendlich geteilter Gott.
— Friedrich von Schiller
Wenn Blumen, gleichgültig welcher Farben und Formen zusammenstehen, kann nie ein Bild der Disharmonie entstehen.
— Vincent van Gogh
Die Sonne droben ist ein großer Blick der Liebe; Gott schaut mit diesem Blick uns an.
— Christoph A. Tiedge
Es ist wahr: Die Blumen können uns nicht ernähren, aber sie machen die Freude des Lebens aus.
— André Gide
Wenn der Hund einmal Leder gefressen hat, ist kein Schuh mehr vor ihm sicher.
— Ludwig Anzengruber
Die Spitze des Berges ist nur ein Umkehrpunkt.
— Reinhold Messner
Die Kunst des Bergsteigens ist es, die Grenzen zwischen Feigheit und Wahnsinn zu erkennen. Mit anderen Worten - den grösstmöglichen Schwierigkeiten mit grösstmöglicher Vorsicht zu begegnen.
— Reinhold Messner
Es gibt ein Naturwunder, das noch größer ist als das Meer. Das ist der Himmel.
— Victor-Marie Hugo
Der Duft der Blumen ist weit süßer in der Luft als in der Hand
— Francis Bacon
Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schön die Welt ist, und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen, in irgend einer Pflanze, einem Stein, einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenb …
— Rainer Maria Rilke
Schöne Blumen wachsen langsam, nur das Unkraut hat es eilig
— William Shakespeare
Am Grunde des Herzens eines jeden Winters liegt ein Frühlingsahnen.
— Khalil Gibran
Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen: bald siehst du, wenn der Schleier fällt, sen blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen.
— Eduard Mörike
Wenn einer, der mit Mühe gestiegen ist auf einen Baum, schon meint, dass er ein Vöglein wär, so irrt sich der.
— Wilhelm Busch
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.
— Khalil Gibran
Es ist unmöglich, dass ein Mensch in die Sonne schaut, ohne dass sein Angesicht hell wird.
— Friedrich von Bodelschwingh
Blumen sind an jedem Weg zu finden, doch nicht jeder weiß den Kranz zu binden.
— Anastasius Grün
Blumen sind die Liebesgedanken der Natur.
— Bettina von Arnim
Die Unendlichkeit der Schöpfung ist groß genug, um eine Welt oder eine Milchstraße von Welten gegen sie anzusehen, wie man eine Blume oder ein Insekt in Vergleichung gegen die Erde ansieht.
— Immanuel Kant
Wer glaubt, alle Früchte werden mit den Erdbeeren reif, versteht nichts von den Trauben.
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Der Poet versteht die Natur besser als der wissenschaftliche Kopf.
— Novalis
Es deutet die fallende Blüte dem Gärtner, dass die liebliche Frucht schwellend im Herbste gedeiht.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wie schön die Blätter älter werden. Voller Licht und Farbe sind ihre letzten Tage.
— John Burroughs
Die Würde, die in der Bewegung eines Eisberges liegt, beruht darauf, dass nur ein Achtel von ihm über dem Wasser ist.
— Ernest Miller Hemingway
Die Natur beginnt immer von neuem mit den gleichen Dingen: den Jahren, den Tagen, den Stunden.
— Blaise Pascal
Wie kahl und jämmerlich würde manches Stück Erde aussehen, wenn kein Unkraut darauf wüchse.
— Wilhelm Raabe
Blumen sind die schönen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat.
— Johann Wolfgang von Goethe