Sprüche über die Natur
363 Sprüche — Seite 5
Das Wesen des Frühlings erkennt man erst im Winter, und hinter dem Ofen dichtet man die besten Mailieder.
— Christian Johann Heinrich Heine
Habt Ehrfurcht vor dem Baum, er ist ein einziges großes Wunder, euren Vorfahren war er heilig. Die Feindschaft gegen den Baum ist ein Zeichen der Minderwertigkeit eines Volkes und von niederer Gesinnu …
— Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt
Wenn du auf schlechtes Wetter fluchst, verzerrst noch wütend dein Gesicht, bedenke - was du auch versuchst: Das Wetter int'ressiert es nicht
— Karl-Heinz Söhler
Die Natur auffassen und sie unmittelbar benutzen, ist wenig Menschen gegeben
— Francois Rabelais
Sommer ist bei uns nur ein grün angestrichener Winter.
— Christian Johann Heinrich Heine
Die menschliche Hand bedeutet menschliche Macht: Mit dem durchgeistigten Handeln der Hand ist der Mensch der Natur gegenüber gefährlich geworden.
— Oswald Spengler
Es gibt nichts Wunderbareres, nichts, was die Weisheit des Schöpfers bei den Verständigen heller bezeugt, als die Bewegung der fünf Planeten.
— Johannes Kepler
Man mag über Naturschönheiten die Achseln zucken, es ist doch herrlich für ein Volk, ein schönes Land zu besitzen, wenn es auch arm ist.
— Fridtjof Nansen
Alle Wesen leben vom Lichte, jedes glückliche Geschöpf, die Pflanze selbst, kehrt freudig sich zum Licht.
— Friedrich von Schiller
Die Natur hat mir nicht gesagt: Sei nicht arm! Noch weniger: Sei reich! Aber sie ruft mir zu: Sei unabhängig!
— Nicolas Chamfort
Keinen Geist kann man so umfassend lieben wie die Natur.
— Edvard Grieg
Das Licht vom Himmel lässt sich nicht versprengen, noch lässt der Sonnenaufgang sich verhängen mit Purpurmänteln oder dunklen Kutten.
— Nikolaus Lenau
Die ganze Natur ist eigentlich nichts anderes als ein Zusammenhang von Erscheinungen nach Regeln.
— Immanuel Kant
Mit den Landschaften ist es wie mit den Blumen: Jede fremde dünkt uns die schönste.
— Michel de Montaigne
So ein Spinnentüchlein voll Regentropfen - wer macht das nach?
— Christian Morgenstern
Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen.
— Johann Wolfgang von Goethe
So regnet es sich langsam ein, und immer kürzer wird der Tag und immer seltener der Sonnenschein. Ich sah am Waldrand gestern ein paar Rosen stehn. Gib mir die Hand und komm - wir wollen sie uns p …
— Cäsar Flaischlen
Sieh doch den Wettersturm am Himmel, sieh doch die Wolken um die Höhn! Ich aber sag: das geht vorüber, und auf den Abend wird es schön.
— Cäsar Flaischlen
Ein jeder Frühling ist neue Feier der großen Vereinigung der männlichen und weiblichen Natur.
— Johann Joseph von Görres
Auch an Dornen fehlt's wohl nicht, denk ich, wenn ich Rosen sehe. Rosen sind wohl in der Nähe, denk ich, wenn ein Dorn mich sticht.
— Rupert Johann Hammerling
Man kann einen Baum nicht nach der Güte seiner Blätter einschätzen, sondern nur nach der Güte seiner Früchte.
— Giordano Bruno
Gegen die Erde gibt es keinen Trost als den Sternenhimmel.
— Jean Paul
Jeden Morgen in meinem Garten öffnen neue Blüten sich dem Tag. Überall ein heimliches Erwarten, das nun länger nicht mehr zögern mag.
— Matthias Claudius
Über Rosen läßt sich dichten, in die Äpfel muß man beißen.
— Karl Maria von Weber
Erfahren sollst du, dass das, was ihr Unkraut nennt, wenigstens auch die Tugend desselben hat: nämlich nicht zu verderben und auszugehen.
— Wilhelm Raabe
Das Bergsteigen findet in einer Welt statt, wo jeder die Verantwortung für sich selber zu tragen hat.
— Reinhold Messner
Nichts hat mir auch nur annähernd zu so vielen Erkenntnissen verholfen, wie Landschaften und deren Entsprechungen in meiner Seele
— Reinhold Messner
Die Natur besiegen zu können, ist ein intellektueller Trugschluss. Besiegen setzt bekämpfen und vernichten voraus.
— Else Pannek
Wer Pflanzen wachsen lässt, der hat auch Schmetterlinge.
— Else Pannek
Gewiss ist, dass es Sonne gibt und Regen — dass es Abend wird und Nacht — und dass danach ein Morgen beginnt das ist gewiss.
— Else Pannek
Das Wunder ist nicht ein Widerspruch zu den Naturgesetzen, sondern ein Widerspruch zu dem, was wir von den Gesetzen wissen.
— Augustinus
Wer den höchsten Gipfel erstieg, ist zu stolz, auf dem zweiten sich zu zeigen.
— Friedrich Gottlieb Klopstock
Die Vernunft ist ein Licht. Davon will und soll die Natur erleuchtet, jedoch nicht in Brand gesteckt werden.
— Giacomo Leopardi
Die Folianten vergilben, der Städte gelehrter Glanz erbleicht, aber das Buch der Natur erhält jedes Jahr eine neue Auflage.
— Hans Christian Andersen
Alle Auflehnung gegen die Natur, gegen die Seinsbedingungen ist unfruchtbar und krankhaft.
— Sully Prudhomme
Und wenn du noch so oft an ihre Türen klopfst, die Natur wird nie erschöpfend Auskunft geben.
— Iwan Turgenjew
Wandern gibt mehr Verstand als hinterm Ofen zu sitzen.
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Auch die Sonne scheint in die Winkel und wird doch nicht schmutzig.
— Diogenes von Apollonia
Wie schnell alle Sterne verschwinden, sobald sich die Sonne erhebt.
— Friedrich von Bodenstedt
Auch Quellen und Brunnen versiegen, wenn man zu oft aus ihnen schöpft
— Demosthenes
Das Herz und die Rose sind das einzig Unvergängliche
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Leute ohne Humor sind Wiesen ohne Blumen. Wie könnte ihr Leben anders sein als dürr.
— Meta von Salis
Zum Gärtnern braucht man einen gusseisernen Rücken mit einem Scharnier.
— Charles Dudley
Das Leben zeugt Blumen und Bienen. Blumen, das sind die schöpferischen Geister, und Bienen die anderen, die daraus Honig sammeln.
— Christian Morgenstern
Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser. Aus Wasser ist alles, und ins Wasser kehrt alles zurück.
— Thales von Milet
Es ist unmöglich, zweimal in denselben Fluss zu springen. Auch wenn wir in dieselben Flüsse steigen, fließt immer anderes Wasser herbei
— Heraklit von Ephesos
Das Paradies liegt nicht auf Erden, aber Stückchen davon sind wohl vorhanden
— Jules Renard
Auf einem Berge stehend umfassen wir die Natur wie das Kind, das auf einen Stuhl gestiegen ist, um den Vater desto besser umarmen zu können.
— Karl Julius Weber
Wohl nichts anderes auf der Welt hat eine so beruhigende Wirkung und macht so zufrieden wie das Gärtnern: jene körperliche Betätigung, die den Geist beruhigt und den Deltamuskel stählt
— Charles Dudley Warner
Die pralle Sonne auf dem Rücken, während man sich über Schaufel oder Hacke beugt oder beschaulich den warmen, duftenden Lehmboden riecht, ist heilender als manch eine Medizin.
— Charles Dudley Warner
Wenn die Sonne ihre Strahlen verbirgt, zieht auch die Welt ihre Freude zurück
— Hildegard von Bingen
Das Firmament ist der Thron aller Schönheit, wie auch der Mensch seinen Thron hat, die Erde nämlich
— Hildegard von Bingen
Demut und grösste Beharrlichkeit scheinen fast genauso notwendig beim Gärtnern wie Regen und Sonnenschein, und jedes Misslingen muss als Sprungbrett für Erfolgversprechenderes dienen.
— Elizabeth von Arnim
Ein Garten ist ein Gegenstand der Kunst allein.
— Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau
Ein Garten ist ein grossartiger Lehrer. Er lehrt uns Geduld und umsichtige Wachsamkeit; er lehrt uns Fleiss und Sparsamkeit; und vor allem lehrt er vollkommenes Vertrauen.
— Gertrude Jekyll
Warum denn warten von Tag zu Tag? Es blüht im Garten, was blühen mag.
— Klaus Groth
Die Natur ist immer neu, wenn das Auge frisch bleibt.
— Max von Eyth
Eine Welt in einem Sandkorn zu sehen und einen Himmel in einer Wildblume, die Unendlichkeit in einer Hand zu halten und die Ewigkeit in einer Stunde
— William Blake
Nach dem Sternenhimmel ist das Größte und Schönste was Gott geschaffen hat, das Meer.
— Adalbert Stifter
Ach, die liebe Wintersonne! Sie ist traurig wie eine glückliche Erinnerung.
— Gustave Flaubert