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Sprüche über Wetter

520 Sprüche — Seite 8

Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.

Naturzitate über Wetter werden gerne auf Grußkarten, in Reden über Umweltschutz, als Kalenderweisheiten oder als Beschriftung von Naturfotos eingesetzt. Sie erinnern daran, wie sehr das Menschliche im Natürlichen verwurzelt ist – und wie viel Trost und Schönheit die Natur bereithält.

  1. Grüne Felder am Tiburtiustag, die ziehen viel Getreide nach. (14. April)

  2. Tiburtius kommt uns sehr gelegen mit seinem grünen Blättersegen. (14. April)

  3. Regnet's stark zu Albinus, macht's dem Bauern viel Verdruss. (16. April)

  4. Wenn vor Georgi Regen fehlt, wird man nachher damit gequält. (22. April)

  5. Regnet's vorm Georgitag, wäret lang des Segens Plag'. (22. April)

  6. Auf St. Georgs Güte, stehen alle Bäume in Blüte. (23. April)

  7. Zu St. Georg soll sich's Korn so recken, dass sich kann eine Krähe verstecken. (23. April)

  8. Wenn's friert an St. Fidel, bleibt's 15 Tage noch kalt und hell. (24. April)

  9. Bauen um Markus schon die Schwalben, so gibt's viel Futter, Korn und Kalben. (25. April)

  10. Leg erst nach Markus Bohnen, er wird's dir reichlich lohnen. (25. April)

  11. Vor dem Markustag sich der Bauer hüten mag. (25. April)

  12. Was St. Markus an Wetter hält, so ist's auch mit der Ernte bestellt. (25. April)

  13. Auf des heiligen Peters Fest sucht der Storch sein Nest. (27. April)

  14. Friert es am Tag von St. Vital, friert es wohl noch 15 mal. (28. April)

  15. Walpurgisfrost ist schlechte Kost. (30. April)

  16. Regen auf Walpurgisnacht, hat stets ein gutes Jahr gebracht. (30. April)

  17. Aprilschnee düngt, Märzenschnee frisst.

  18. Ein nasser April verspricht der Früchte viel.

  19. Der April treibt sein Spiel. Treibt er's toll, wird die Tenne voll.

  20. Es ist kein Mai so gut- er schneit dem Schäfer auf den Hut.

  21. Will der Mai ein Gärtner sein, trägt er nicht in Scheunen ein.

  22. Soll Feld und Garten wohl gedeih'n, dann braucht's im Juni Sonnenschein.

  23. Wenn's im Juni viel regnet, ist der Graswuchs gesegnet.

  24. Wenn im Juni Nordwind geht, kommt Gewitter oft recht spät.

  25. Juli heiß - lohnt Müh' und Schweiß.

  26. Nach Barbara geht's frosten an, kommt's früher, ist nicht wohlgetan. (04. Dez.)

  27. Geht Barbara im Klee, kommt das Christkind im Schnee. (04. Dez.)

  28. St. Gerald - es wird kalt. (05. Dez.)

  29. Ist Ambrosius schön und rein, wird Florian ein wilder sein. (07. Dez.)

  30. Wenn zu Lucia die Gans geht im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis. (13. Dez.)

  31. An St. Lucia ist der Abend dem Morgen nah. (13. Dez.)

  32. St. Lucia kürzt den Tag, so viel sie ihn nur kürzen mag. (13. Dez.)

  33. Die Adelheid liebt weisse Flocken, da bleibt die Erde selten trocken. (16. Dez.)

  34. Um Adelheid da kommt der Schnee, der tut der Wintersaat nicht weh. (16. Dez.)

  35. Um den Tag von Wunibald, da wird es meistens richtig kalt. (18. Dez.)

  36. St. Thomas bringt die längste Nacht. weil er den kürzesten Tag gebracht. (21. Dez.)

  37. Wer sein Holz um Christmett fällt, dem sein Haus wohl zehnfach hält. (24. Dez.)

  38. Bringt das Christkind Kält' und Schnee, drängt das Winterkorn in die Höh'. (24. Dez.)

  39. Ist es grün zur Weihnachtszeit, fällt Schnee auf die Ostereier. (25. Dez.)

  40. Ist es windig in den Weihnachtstagen, sollen viel Obst die Bäume tragen. (25. Dez.)

  41. Bringt St. Stephan Wind, die Winzer nicht erfreut sind. (26. Dez.)

  42. Windstill muss St. Stephan sein, soll der nächste Wein gedeih'n. (26. Dez.)

  43. Hat der Evangelist Johannes Eis, dann macht es auch der Täufer heiss. (27. Dez.)

  44. Sitzen die unschuldigen Kindlein in der Kälte, vergeht der Frost nicht in Bälde. (28. Dez.)

  45. Schneit's am unschuldigen Kindel, fährt der Januar in die Schindeln. (28. Dez.)

  46. Gefriert es Sylvester zu Berg und Tal, geschieht auch dies zum letzten Mal. (31. Dez.)

  47. Dezember kalt mit Schnee gibt Korn auf jeder Höh'.

  48. Ist's in den zwölf Nächten wild, sind sie milden Winter Bild.

  49. Justin klar, gutes Jahr. (01. Juni)

  50. Wie's Wetter auf Medardi fällt, meist bis Monatsende hält. (08. Juni)

  51. Medardus ist ein nasser, hält so schlecht das Wasser. (08. Juni)

  52. Margarete - die Regenfrau. (10. Juni)

  53. Hat Margarete keinen Sonnenschein, dann kommt das Heu nie trocken ein. (10. Juni)

  54. St. Barnabas schneidet das Gras. (11. Juni)

  55. Barnabas macht Bäum' und Dächer nass. (11. Juni)

  56. Barnabas macht, wenn er günstig ist, wieder gut, was verdorben ist. (11. Juni)

  57. Regnet es an Barnabas, schwimmen die Trauben bis ins Fass. (11. Juni)

  58. Wenn Barnabas bringt Regen, so gibt es auch viel Traubensegen. (11. Juni)

  59. Ist's am Fortunatstag klar, so verheißt's ein gutes Jahr. (12. Juni)

  60. Wenn an St. Anton gut Wetter lacht, St. Peter viel in Wasser macht. (13. Juni)