Sprüche über Wetter
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Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
Naturzitate über Wetter werden gerne auf Grußkarten, in Reden über Umweltschutz, als Kalenderweisheiten oder als Beschriftung von Naturfotos eingesetzt. Sie erinnern daran, wie sehr das Menschliche im Natürlichen verwurzelt ist – und wie viel Trost und Schönheit die Natur bereithält.
Regen an Alexe, wird zur alten Hexe. (17. Juli)
Wenn's Alexius verregnet heuer, werden Korn und Früchte teuer. (17. Juli)
Vinzenz Sonnenschein, füllt die Fässer mit Wein. (19. Juli)
Margarethenregen bringt Segen. (20. Juli)
Wenn es an Margaretha regnet, kommt das Heu schlecht heim. (20. Juli)
Margarethenregen wird erst nach Monatsfrist sich legen. (20. Juli)
Maria Magdalena weint um ihren Herrn, drum regnet's an diesem Tage gern. (22. Juli)
Regnet's am Maria Magdalena-Tag, folgt stets mehr regen nach. (22. Juli)
Was die Hundstage gießen, müssen die Trauben büßen. (23. Juli - 24. August)
Klar muss Apollmaris sein, dann bringt man gute Ernte heim.
Um Jakobi heiß und trocken, kann der Bauersmann frohlocken. (25. Juli)
Ist Jakobus am Ort, ziehen die Störche fort. (25. Juli)
Ist St. Anna erst vorbei, kommt der Morgen kühl herbei. (26. Juli)
Auf Anna klar und rein, wird das Korn bald geborgen sein. (26. Juli)
Anna klar und trocken, machen den Bauern frohlocken. (26. Juli)
Ziehen Celsus schon die Schwalben fort, wird's bald kälter an dem Ort. (28. Juli)
Juli kühl und naß - leere Scheunen, leeres Faß.
Hundstag hell und klar, deuten auf ein gutes Jahr.
Auf Barbara die Sonne schleicht, auf Lucia sie wiederum herschleicht. (04. Dez.)
Hitze an St. Dominicus - ein strenger Winter kommen muss. (04. August)
Ostwaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein. (05. August)
Regen an Maria Schnee,m tut dem Korn empfindlich weh. (05. August)
Wie das Wetter an Kassian, hält es noch viele Tage an. (13. August)
Leuchten vor Maria Himmelfahrt die Sterne, dann hält sich das Wetter gerne. (15. August)
Maria Himmelfahrt klarer Sonnenschein, bringt meistens viel guten Wein. (15. August)
Wenn's an Joachim regnet, dann folgt ein warmer Winter. (16. August)
Wenn St. Rochus trübe schaut, kommen die Raupen in das Kraut. (16. August)
Regnet es an St. Sebald, dann nahet teure Zeit sehr bald. (19. August)
Wenn im März die Veilchen blüh'n, an Ludwig schon die Schwalben zieh'n. (19. August)
Wie der St. Bernhard ist, man auch den September misst. (20. August)
Ist's Lorenz und Bartel schön, bleiben die Kräuter noch lange steh'n. (24. August)
Wie der Bartholomäustag sich hält, ist der ganze Herbst bestellt. (24. August)
Gewitter um Bartholomä bringt Hagel und Schnee. (24. August)
An Augustin gehen die warmen Tage hin. (28. August)
Wenn's am Tag Johanni Enthauptung regnet, verderben die Nüsse (29. August)
Bischof Felix zeigt an, was wir in 40 Tag für Wetter han. (30. August)
St. Raimund treibt die Wetter aus. (31. August)
Wenn kalt und nass der Juni war verdirbt er meist das ganze Jahr.
Regnet's am Bibianatag, regnet's 40 Tag und eine Woche danach. (02. Dez.)
Viel Gewitter im Mai singt der Bauer Juchhei.
Wenn's im August stark tauen tut, bleibt das Wetter meistens gut.
Gibt's im August keine Garben, wird man im Winter darben.
Im August viel Regenschauer ist Verdruß für jeden Bauer.
Im August beim ersten Regen pflegt die Hitze sich zu legen.
Stürmt es im August, so gibt es weder Wein noch Most.
St. Mang sä' den ersten Strang. (06. Sept.)
An Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt. (08. Sept.)
St. Georgen treibt die Lerchen davon. (09. Sept.)
An Maria Namen sagt der Sommer "Amen". (12. Sept.)
An St. Cyprian zieht man oft schon Handschuh' an. (15. Sept.)
St. Ludmilla, das fromme Kind, bringt gern Regen und Wind. (16. Sept.)
Trocken wird das Frühjahr sein, ist St. Lambert klar und rein. (18. Sept.)
Tritt Matthäus ein, so soll die Saat vollendet sein. (21. Sept.)
Ist's Matthäus hell und klar, gute Zeiten bringt's fürwahr. (21. Sept.)
Zeigt sich klar Mauritius, viele Stürm' er bringen muss. (22. Sept.)
St. Kosmas und St. Damian, fängt das Laub zu färben an. (26. Sept.)
Wenn Hiltrud im Kalender steht, wird noch einmal das Gras gemäht. (27. Sept.)
Wie viele Fröste vor St. Wenzeslaus fallen, so viele werden nach Jakobi folgen. (28. Sept.)
Um Michaeli in der Tat, gedeiht die beste Wintersaat. (29. Sept.)
Vor Michaeli sä' mit halber Hand, dann aber streu mit ganzer Hand. (29. Sept.)