Sprüche über Wetter
520 Sprüche — Seite 7
Das Wetter bestimmt Stimmungen, Alltag und Landschaft stärker, als viele wahrhaben wollen. Es ist mal Gesprächsstoff, mal Lebensgrundlage und immer ein Zeichen dafür, dass der Mensch nicht alles beherrscht. Gerade diese Mischung aus Nähe, Laune und Naturmacht macht das Thema so dauerhaft gegenwärtig.
Naturzitate über Wetter werden gerne auf Grußkarten, in Reden über Umweltschutz, als Kalenderweisheiten oder als Beschriftung von Naturfotos eingesetzt. Sie erinnern daran, wie sehr das Menschliche im Natürlichen verwurzelt ist – und wie viel Trost und Schönheit die Natur bereithält.
St. Eulalia im Sonnenschein, bringt viel Apfel und Apfelwein. (12. Feb.)
St. Valentin friert's Rad mitsamt der Mühle ein. (14. Feb.)
Kalter Valentin - früher Lenzbeginn. (14. Jan.)
Regnet es an St. Valentin, ist die halbe Ernte hin. (14. Feb.)
Hat's zu St. Valentin gefroren, ist das Wetter lang verloren. (14. Feb.)
Der Simon zeigt mit seinem Tage, der Frost ist nicht mehr lange Plage. (18. Feb.)
Friert's um Simeon ganz plötzlich, bleibt der Frost nicht lang gesetzlich. (18. Feb.)
Hat's in der Petersnacht gefroren, lässt uns der Frost dann ungeschoren. (22. Feb.)
Ist an Petrus das Wetter schön, dann kann man bald Kohl und Erbsen sä'n. (22. Feb.)
Wenn Petri die Bäche sind offen, wird auch kein Eis mehr auf ihnen getroffen. (22. Feb.)
St. Mattheis bricht's Eis, hat er keins, so macht er eins. (24. Feb.)
St. Matheis wirft einen großen Stein ins Eis. (24. Feb.)
Taut es vor und auf Mattheis, geht kein Fuchs mehr übers Eis. (24. Feb.)
Hat Matheis seine Hack' verloren, wird erst St. Joseph das Eis durchbohren. (24. Feb.)
Wenn sich St. Walburgis zeigt, der Birnensaft nach oben steigt. (25. Feb.)
Alexander und Leander bringen Märzluft miteinander. (26. Feb.)
War der Romanus hell und klar, bedeutet das ein gutes Jahr. (28. Feb.)
Lichtmess im Schnee - Palmsonntag im Klee.
Viel Regen im Februar - viel Sonne das ganze Jahr.
Singt die Lerch im Hornung hell, geht es dem Bauern um das Fell.
Regnet es stark an Albinus, macht es dem Bauern viel Verdruß. (01. März)
Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras. (07. März)
Friert es am 40-Ritter-Tag, so kommen noch vierzig Fröste nach. (10. März)
An Vierzigritter kalter Wind, noch vierzig Tage windig sind. (10. März)
Regen, den die 40 Märtyrer senden, wird erst nach 40 Tagen enden. (10. März)
Am Gregorstag schwimmt das Eis ins Meer. (12. März)
Wenn Gregorius sich stellt, muss der Bauer aufs Feld. (12. März)
Gregori zeigt dem Bauern an, ob im Feld er säen kann. (12. März)
Wenn Gregori fällt, heißt es die Saat bestellt. (12. März)
Um den Tag des St. Gregor, da kommen auch die Schwalben vor. (12. März)
Lukretia feucht, bleiben die Kornsäcke leicht. (15. März)
Sieht St. Gertrud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß. (17. März)
St. Gertrud sonnig, wird es dem Gärtner wonnig. (17. März)
Sonniger Gertrudentag, Freude dem Bauern bringen mag. (17. März)
Gertraud den Garten baut. (17. März)
Gertraude nützt dem Gärtner fein, wenn sie kommt mit Sonnenschein. (17. März)
Ist es am Josefitag schön, kann es nur gut weiter gehn. (19. März)
Ein schöner Josefstag bringt ein gutes Jahr. (19. März)
Am Josefitag soll der faulste Bauer auf dem Acker sein. (19. März)
Josephi klar, gibt ein gutes Honigjahr. (19. März)
Ist es klar am Josephstag, spart er uns viel Not und Plag. (19. März)
Wie das Wetter um den Frühlingsanfang, so hält es sich den Sommer lang. (20. März)
Auf St. Benedikt achte wohl, dass man Hafer säen soll. (21. März)
St. Benedikt den Garten schmückt. (21. März)
Soll das Korn gar üppig stehen so soll man es zu St. Benedikt säen. (21. März)
Weht kalter Wind am Ottotag, das Wild noch vier Wochen Eicheln mag. (23. März)
Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet. (25. März)
Ist Maria schön und klar, naht die ganze Schwalbenschar. (25. März)
Schöner Verkündigungsmorgen befreit von vielen Sorgen. (25. März)
Ist Marien schön und helle, gibt es viel Obst auf alle Fälle. (25. März)
Um Ludger draussen feucht, dann bleiben auch die Kornböden leicht. (26. März)
Wie St. Berthold gesonnen, so der Frühling wird kommen. (29. März)
Donnert's im März, schneit's im Mai.
Lässt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann.
März ohne Schnee tut den Saaten weh.
St. Ambrosius man Zwiebeln säen muss. (04. April)
Ist St. Vinzenz Sonnenschein, gibt es vielen guten Wein. (05. April)
Ist's um Amandus schön, wird der Sommer keine Dürre seh'n. (08. April)
Wenn's viel regnet am Amandustag, ein dürrer Sommer folgen mag. (08. April)
Am Tiburtiustag, alles grünen mag. (14. April)