Sprüche über Reichtum
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Was ein Leben reich macht, lässt sich nicht allein in Zahlen, Besitz oder Ansehen fassen. Reichtum kann ebenso in Beziehungen, Zeit, Gesundheit, innerer Freiheit oder in der Fähigkeit liegen, das Wesentliche zu schätzen. Gerade deshalb besitzt dieses Thema eine Tiefe, die weit über materiellen Gewinn hinausreicht.
Seine entscheidende Frage lautet nicht nur, was jemand hat, sondern wodurch er sich wirklich erfüllt fühlt. Die Sprüche zu diesem Thema stellen äußeren Wohlstand und inneren Gehalt nebeneinander und zeigen, warum echter Reichtum oft dort beginnt, wo Gier endet und Dankbarkeit einsetzt.
Mit dem Pfennig fängt man an zu spielen.
Ein ungerechter Pfennig frißt zehn andere.
Böser Pfennig kommt allzeit wieder.
Es ist ein böser Pfennig, der einen Gulden schadet.
Es ist ein guter Pfennig, der einen Gulden erspart.
Mancher sucht einen Pfennig und verbrennt ein Dreierlicht.
Pfennigsalbe schmiert wohl zu Hofe.
Wenn der Pfennig läutet, läuft jedermann zur Kirche.
E i n Pfennig klingt nicht.
Ein guter Hausvater muss drei Pfennige haben: einen Ehrenpfennig,Zehrpfennig und Notpfennig.
An einem Pfennig sieht man, wie ein Gulden gemünzt ist.
Das Wissen hängt vom Studium ab, durch Taten kommt man zur Vernunft, Wohlstand erreicht man durch Fleiß, der Erfolg jedoch hängt ab vom Schicksal.
Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.
— Henry Ford
Kein Füllhorn, das von allen Schätzen regnet, Ist reicher als die Mutterhand, die segnet.
— Anastasius Grün
Ach, mein liebes Geld. Mein liebes Geld, mein bester Freund! Man hat dich mir gestohlen. Meine Stütze habe ich verloren, mein Trost und meine Freude.
— Jean-Baptiste Molière
Man muß nicht reicher erscheinen wollen, als man ist.
— Gotthold Ephraim Lessing
Wir haben nicht mehr Recht, Glück zu empfangen, ohne es zu schaffen, als Reichtum zu genießen, ohne ihn zu produzieren.
— George Bernard Shaw
Wer nie gedarbt, ist ohne Freude reich.
— Albrecht von Haller
Die reichste Empfindung des Lebens liegt im Atmen.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Zuviel ist bitter, und wenn es lauter Honig wäre.
Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn.
— Ludwig Marcuse
Manche Leute haben nichts weiter von ihrem Vermögen, als die Furcht es zu verlieren.
— Antoine de Rivarol
Nichts bindet den Geist so stark wie Besitz. Die Furcht vor Verlust läßt keinen Frieden, die Hoffnung auf Erwerb keine Ruhe aufkommen.
— August Strindberg
Der Reiche hat nur zwei Löcher in der Nase, ebenso wie der Arme.
Ein gutes Buch ist mir ein wahrer Schatz - in Nöten dient es als Versatz.
— Johann Christoph Friedrich Haug
Es gibt nichts Häßlicheres als Reichtum ohne Tugend.
— Antoine de Rivarol
Die Natur hat mir nicht gesagt: Sei nicht arm! Noch weniger: Sei reich! Aber sie ruft mir zu: Sei unabhängig!
— Nicolas Chamfort
Kein Mensch ist so reich, dass er nicht seinen Nachbarn braucht.
Wenn zu rechter Zeit der Mensch fassen würde, welch süße Gabe der Schlaf ist, es würde keiner mehr ihn mutwillig auf das Nichtswürdigste verschleudern.
— Jeremias Gotthelf
Revolutionen sind Zeiten, in denen der Arme seiner Rechtschaffenheit, der Reiche seines Reichtums und der Unschuldige seines Lebens nicht sicher ist.
— Joseph Joubert
Es gibt Tugenden, die man nur ausüben kann, wenn man reich ist
— Antoine de Rivarol
Das Wissen ist ein Schatz, aber dessen Ausübung ist der Schlüssel dazu.
— Thomas Fuller
Nichts lernt sich so leicht wie der Luxus, auch der des Geistes.
— Moritz Heimann
Vergnügt sein, geht über Reichtum
Das Glück gleicht oft den reichen, verschenderischen Frauen, welche die Häuser ruinieren, denen sie eine große Mitgift zugebracht haben.
— Nicolas Chamfort
Wer sich darauf versteht das Leben zu genießen, muss keine Reichtümer anhäufen.
Eine gute Bildung ist für die Jugend ein Zuchtmittel, für das Alter ein Trost, für den Armen ein Reichtum und für den Reichen ein Schmuck.
— Diogenes von Apollonia
Ein Volk, das ein wahres, volkstümliches Bücherwesen besitzt, ist Herr von einem unermesslichen Schatze.
— Friedrich Ludwig Jahn
Reichtum ist wie der Mist. Angehäuft stinkt er. Über das Land hin verteilt, macht er die Erde fruchtbar.
Besser ohne Abendessen zu Bette gehen als mit Schulden aufstehen
Freundlich abschlagen ist besser denn mit Unwillen geben.
Wer akzeptiert, muss bezahlen.
Adel, Tugend, Kunst sind ohne Geld umsunst.
Mit anderer Sachen muss man behutsamer umgehen als mit seinen eigenen.
Es gilt mir gleich eine Arme oder eine Reiche, wenn sie nur Geld hat!
Die Armen müssen tanzen, wie die Reichen pfeiffen.
Die Armen helfen die Füchse fangen, die Reichen in den Pelzen prangen.
Der Arme isst, wann er was hat, der Reiche, wann er will.
Gift findet man nicht in armer Leute Küchen.
Wer Armut ertragen kann, ist reich genug.
Der Armut geht wenig ab, dem Geize alles.
Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden, es wär' an einer genug.
Es ist hart, was Besseres riechen und was Schlechteres kriegen.
Wer sein Bett verkauft, muss auf dem Stroh liegen.
Geht es an die Steuer zum gemeinen Nutzen, so sucht jedermann den Bettelmantel hervor.
Wenn der große Beutel kommt, so verwirft man den kleinen.
So geht es in der Welt, der eine hat den Beutel, der andere hat das Geld.
Es ist keinem zu verdenken, der bezahlt sein will.
Wer nicht kann blechen der lasse das Zechen.
Wer borgt ohne Bürgen und Pfand, dem sitzt ein Wurm im Verstand.