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Sprüche über Probleme

314 Sprüche — Seite 2

Wo etwas nicht aufgeht, sich widersetzt oder ungelöst bleibt, treten Probleme in das Leben. Sie stören, fordern heraus und zeigen oft genauer als jede Bequemlichkeit, woran es fehlt und was verändert werden muss. Deshalb sind sie nicht nur Belastung, sondern häufig auch der Beginn von Klärung und Entwicklung.

Ihre eigentliche Bedeutung liegt darin, dass sie Stellungnahme verlangen und nicht bloß Klage. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Schwierigkeit und Erkenntnis zusammenhängen und warum manche Lösung erst dort sichtbar wird, wo Ausreden enden.

  1. Chancen präsentieren sich uns mit Vorliebe in der Maske von Unannehmlichkeiten.

  2. Lebenskunst ist, Problemen nicht auszuweichen, sondern daran zu wachsen.

    Anaximander

  3. Gott, vergib mir meine Schuld, meine Gläubiger weigern sich

  4. Wer sein Kind nicht erziehen kann, dem zieht es leicht der Henkersmann.

    Bernhard Freidank

  5. Es gibt keinen Menschen ohne Kummer. Gibt es einen solchen, dann ist er kein Mensch.

  6. Leicht ist die Liebe am Anfang, es folgen aber die Schwierigkeiten.

    Hafis

  7. Es hat keinen Sinn, Sorgen im Alkohol ertränken zu wollen, denn Sorgen sind gute Schwimmer.

    Robert Musil

  8. Wer schlecken will, was ihm gefällt, der kommt nicht ohne Schmutz und Schwärze hinaus aus dieser bösen Welt.

    Wilhelm Busch

  9. Ein gutes Leben hat nur selten einen Menschen ruiniert. Was den Menschen ruiniert, glaubt mir, sind die dummen Geschäfte.

    Carl Fürstenberg

  10. Nicht ewig freut man sich der Ruhe und des Friedens, und doch ist Unglück und Zerstörung nicht das Ende. Wenn das Gras vom Steppenfeuer verbrannt ist, sprosst es im Sommer neu.

  11. Schwierigkeiten bringen Talente ans Licht, die bei günstigeren Bedingungen schlummern würden

    Horaz

  12. Die alltäglichen Aufgaben und Schwierigkeiten sind gerade die, an denen man reift

  13. Fürchte das Alter, denn es kommt nicht allein.

  14. Die Sprache ist ein unvollkommenes Werkzeug. Die Probleme des Lebens sprengen alle Formulierungen.

    Antoine de Saint-Exupéry

  15. Wem Mutter Natur ein Gärtchen gibt und Rosen, dem gibt sie auch Raupen und Blattläuse, damit er's verlernt, sich über Kleinigkeiten zu entrüsten.

    Wilhelm Busch

  16. Gute Taten sind eine Ware, bei der die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt.

  17. Der eine fährt Mist, der andre spazieren; das kann ja zu nichts Gutem führen ...

    Wilhelm Busch

  18. Wenn du einen Weg ohne Hindernisse findest, führt er wahrscheinlich nirgends hin.

  19. Die Faulen und die Dreisten schreien am meisten

  20. Niemand zu haben auf der Welt, zu dem man sich flüchten, auf den man in jeder Not bauen kann, das ist ein Weh, an dem manches Herz verblutet.

    Jeremias Gotthelf

  21. Wenn ein Problem gelöst werden kann, ist es sinnlos, sich Gedanken zu machen, wenn es nicht gelöst werden kann, sind Gedanken auch nicht gut.

  22. Alle Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen

    Friedrich Nietzsche

  23. Besser ein Leben voll Liebe und Leid als eine einsame und sinnlose Zeit.

  24. Das Problem bei unseren jungen Schriftstellern ist, dass sie alle um die Sechzig sind.

    William Somerset Maugham

  25. Auch der beste Gaul stolpert einmal

  26. Den Mann, der sich um Fernes nicht bekümmert, erwartet schon in nächster Nähe Kummer.

    Konfuzius

  27. Einen falschen Eid müssen die Kinder im dritten Geschlecht noch büßen.

  28. Aber, wenn er dies erfuhr, ging's ihm wider die Natur

    Wilhelm Busch

  29. Angesichts von Hindernissen mag die kürzeste Linie zwischen zwei Punkten die krumme sein.

    Bertolt Brecht

  30. Die Anpassung ist ein eigenes Lehrfach; der Intelligentere bringt es darin weiter, der Widerstrebende ist ein Problem der Ärzte und Psychologen.

    Bertolt Brecht

  31. Wenn Erziehung und Ermahnung irgend etwas fruchteten: Wie konnte dann Senecas Zögling ein Nero sein?

    Arthur Schopenhauer

  32. Die Hölle und der Argwohn werden nimmer satt

  33. Ist der Wagen einmal umgekippt, so fehlt es nicht an Ratschlägen.

  34. Wer die Welt nicht leicht nimmt, dem macht sie Schwierigkeiten.

    Hafis

  35. Einem warf ich im Schiffbruch ein Brett zu. Vom Tode gerettet, sprach er: "Was kostet das Brett? Dankbar bezahl' ich das Holz!"

    Christian Friedrich Hebbel

  36. Alle Klüfte, die zwischen Menschen entstehen können, kommen von der Unaufrichtigkeit zwischen ihnen

    Anton Wildgans

  37. Mit wem das Pferd nie durchgeht, der reitet einen hölzernen Gaul.

    Christian Friedrich Hebbel

  38. Es ist nichts angenehmer als aus einem Übel, das uns begegnet, seinen Vorteil zu ziehen.

    Ludwig Börne

  39. Des Lebens große Stürme, wenn sie vorüber sind, so mögen sie dir scheinen, sie wären leichter Wind.

  40. Für den, der Schwierigkeiten zwar mit ungleichen Kräften, aber mutig begegnet, ist eine Situation selten wirklich aussichtslos.

    Marquis de Vauvenargues

  41. Gedanken sind zollfrei, aber man hat doch Scherereien.

    Karl Kraus

  42. Das beste Mittel gegen viele Sorgen ist eine einzige Sorge.

    Guy de Maupassant

  43. Denn, leider Gottes, so ist der Schlechte, dass er immer was anderes möchte, auch hat er ein höchst verruchtes Gelüst, grade so zu sein, wie er eben ist.

    Wilhelm Busch

  44. Von allen Qualen, die den Menschen heimsuchen, ist die Selbstverachtung die höchste.

    Berthold Auerbach

  45. Wer keine Gelegenheit auslassen kann, etwas Kluges zu sagen, dem kann man die Behandlung eines großen Problems nicht anvertrauen.

    William Hazlitt

  46. Betrübnisse sind die Sprossen der Leiter, die zum Himmel führt.

  47. Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.

    Franz Kafka

  48. Kinder brauchen Liebe - besonders wenn sie sie nicht verdienen

    Henry David Thoreau

  49. Kein Problem wird gelöst, wenn wir nur rumstehn und beten

    Martin Luther King

  50. Nichts wissen ist keine Schande, wohl aber, nichts lernen wollen

  51. Ein jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: In der ersten wird es lächerlich gemacht, in der zweiten bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich

    Arthur Schopenhauer

  52. Die Erinnerung ist ein Friedhof, worauf mehr Kreuze als Blumen stehen.

    Peter Sirius

  53. Es wäre wenig sinnvoll, die Strafen für Bigamie zu verschärfen. Ein Bigamist hat zwei Schwiegermütter, das ist Strafe genug.

    Winston Churchill

  54. Wenn die Mägde zanken, kommt die Wahrheit an den Tag.

  55. Eine Freude vertreibt hundert Sorgen.

  56. Man löst keine Probleme, indem man sie aufs Eis legt

    Winston Churchill

  57. Betrachte Konflikte immer als ein Aufeinanderprallen von Ideen, nicht von Menschen

  58. Die meisten Menschen wenden mehr Zeit und Kraft daran, um die Probleme herumzureden, als sie anzupacken.

    Henry Ford

  59. Jedes zu großes Übergewicht von einer Seite stört die Freundschaft.

    Adolph Freiherr von Knigge

  60. Für Leute, die nur einen Hammer als Werkzeug haben, ist jedes Problem ein Nagel.