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Sprüche über Probleme

314 Sprüche — Seite 5

Wo etwas nicht aufgeht, sich widersetzt oder ungelöst bleibt, treten Probleme in das Leben. Sie stören, fordern heraus und zeigen oft genauer als jede Bequemlichkeit, woran es fehlt und was verändert werden muss. Deshalb sind sie nicht nur Belastung, sondern häufig auch der Beginn von Klärung und Entwicklung.

Ihre eigentliche Bedeutung liegt darin, dass sie Stellungnahme verlangen und nicht bloß Klage. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Schwierigkeit und Erkenntnis zusammenhängen und warum manche Lösung erst dort sichtbar wird, wo Ausreden enden.

  1. Unvorsichtigkeit ist eine hervorragende Eigenschaft derjenigen Menschen, welche morgen genau wissen, was sie heute zu tun haben.

    Wilhelm Busch

  2. Willst du den Wert des Geldes erkennen, versuche, dir welches zu borgen

    Benjamin Franklin

  3. Die Rettung des Planeten ist kein Zuschauersport

  4. Der beste Advokat ist der schlimmste Nachbar

  5. Der beste Arzt ist oft der schlechteste Patient

  6. Wenn man schlafen geht, soll man die Sorgen in die Schuhe stecken

  7. Erfahrung ist der beste Lehrmeister, aber das Schulgeld ist hoch

    Thomas Carlyle

  8. Schakale und Wölfe versperren den Weg. - Schurken sind an der Macht!

  9. Das menschliche Herz hat eine fatale Neigung, nur etwas Niederschmetterndes Schicksal zu nennen.

    Albert Camus

  10. Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten, dass Gott allein sich darum kümmert.

    Martin Luther King

  11. Vom Unglück erst zieh ab die Schuld, was übrig ist, trag in Geduld.

    Theodor Storm

  12. An verblendeter Mutterliebe sind mehr Menschen zugrunde gegangen als an der gefährlichsten Kinderkrankheit.

    Otto von Leixner

  13. Man kann nur wahr sein, indem man übertreibt. Das Problem besteht darin, auf harmonische Weise zu übertreiben.

    Gustave Flaubert

  14. Das Leben gibt, das Leben nimmt, geht seinen Lauf wie's vorbestimmt. Es führt ins Glück, es führt durchs Leid, es währet alles seine Zeit! Und wenn die Welt voll Trübsal ist, du regelrecht verzwe …

  15. Mit kleinen Jungen und Journalisten soll man vorsichtig sein. Die schmeißen immer noch einen Stein hinterher.

    Konrad Adenauer

  16. Wer sich gezwungen sieht, mit den Wölfen zu heulen, mag sich in reiner Notwehr befinden. Aber ist das ein Grund, hinterher mit den Schafen zu blöken?

    Gottfried Keller

  17. Es ist besser, ein Problem zu erörtern, ohne es zu entscheiden, als zu entscheiden, ohne es erörtert zu haben.

    Joseph Joubert

  18. Eine Null kann bestehende Probleme verzehnfachen.

  19. Das Glück ist nur ein Traum, und der Schmerz ist wirklich

    Voltaire

  20. Ach, meine Lieben! Wie oft im Leben wirft uns das Schicksal seinen tragischen Hut vor die Füße, und wir mögen tun, was wir wollen, Verdruß gibt's doch

    Wilhelm Busch

  21. Jede Zeit hat ihre Wehen.

    Hermann Ferdinand Freiligrath

  22. Das Böse entsteht immer dort, wo die Liebe nicht mehr ausreicht.

    Christian Johann Heinrich Heine

  23. Löse das Problem, nicht die Schuldfrage

  24. Probleme kann man nicht durch Aussitzen, Verschweigen und Aussitzen erledigen.

    Franz Josef Strauß

  25. Jedes Problem erlaubt zwei Standpunkte: unseren eigenen und den falschen.

    Channing Pollock

  26. Die Bescheidenheit ist wie die Enthaltsamkeit: man würde wohl gerne mehr essen, fürchtet aber, dass es einem übel bekommt

    François de la Rochefoucauld

  27. Wahre Manager haben für jedes Problem eine Lösung; richtige Juristen für jede Lösung ein Problem.

    Jean Paul

  28. Die Schwierigkeiten scheinen nur da zu sein, um überwunden zu werden.

    August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

  29. Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird

  30. Kein Haus ist noch so fest, kein Himmel noch so hoch, im Balken nagt der Wurm, die Ratt' im Kellerloch.

    Carl Spitteler

  31. Warum gleich lumpig einhergehn und es jedermann merken lassen, dass die Bilanzen ein Defizit aufweisen?

    Wilhelm Busch

  32. Ehe du ein Haus kaufst, erkundige dich nach den Nachbarn.

  33. An manchen Tagen gibt es zu allem Überfluss auch noch Ärger!

  34. Auch im Übel liegt ein Preis, Wer ihn nur zu finden weiß.

    Albrecht von Haller

  35. Wahre Freunde verlassen dich erst, wenn es brenzlig wird.

  36. Ein Geschäft eröffnen, ist leicht. Schwer ist, es geöffnet zu halten.

  37. Das Glück geht oft über Nacht aus.

  38. Von Freunden in der Not geh'n hundert auf ein Lot.

  39. Wenn dich die Leut verdrießen, Wehmut dein Herz beschleicht, tu ihnen rasch was Gutes, dann ist dir wieder leicht.

  40. Der Verstand stellt Probleme, das Leben löst sie. Alle Verstandeslösungen sind Unsinn.

    Oswald Spengler

  41. Je größer die Schwierigkeit, die man überwand, desto größer der Sieg.

    Marcus Tullius Cicero

  42. Eines Schatten Traum sind Menschen.

    Pindar

  43. Wo Technik im Spiel ist, tritt die Katastrophe in Galauniform auf.

    Martin Kessel

  44. Besser ist's, man hat in der Jugend zu kämpfen als im Alter.

    Gottfried Keller

  45. Immer wieder, wenn wir sinnen, stürzt die Welt in wilde Stücke; immer wieder, still von innen, fügen wir die schöne Brücke.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  46. Trübe Tage werden gegen Abend, wenn die Sonne hinabsteigt, heller; und manches trübe Leben erfährt dieselbe Begnadigung.

    Moritz Heimann

  47. Es ist kein Leben davon frei, ein jedes hat seine Regenzeit und Tage trüb und traurig.

    Henry Wadsworth Longfellow

  48. Sei darauf bedacht, auch in harten Tagen deinen Gleichmut zu bewahren.

    Horaz

  49. Schwere Tage wirkten bedeutender als all jene Tage, die in den Hörsälen und über den Büchern verbracht werden.

    Wilhelm Raabe

  50. Wohin kämen wir, wenn nicht ab und zu etwas unseren Weg versperrte?

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  51. Jedes Problem, das ich löste, wurde zu einer Regel, die später dazu diente, andere Probleme zu lösen.

    René Descartes

  52. Krieg verkleinert die Probleme, die ihn angeblich verursachten. Kriegsfolgen lassen sie vergessen.

    Else Pannek

  53. Das Leiden soll uns in die Höhe tragen.

    Anselm von Canterbury

  54. Takt ist eine Geschicklichkeit, die den Menschen besser als Talent und Wissen über alle Schwierigkeiten fortführt.

    Samuel Smiles

  55. Mein Sohn hat gesagt: Was einen drückt, das muss man verarbeiten, und wenn er ein Leid gehabt hat, da hat er ein Gedicht daraus gemacht.

    Katharina Elisabeth Goethe

  56. Das Schicksal geht mit uns wie mit Pflanzen um. Es macht uns durch kurze Fröste reifer.

    Jean Paul

  57. Das kleinste Steinchen im Schuh macht mehr Verdruss als der größte Fels am Weg.

  58. Umsonst fürchten wir die Träume; der schrecklichste Traum ist nichts, verglichen mit dem Leben

    Stanislaw Brzozowski

  59. Wenn ein Mensch gründlich unglücklich ist, kommt er über tausend Schwierigkeiten im Leben kinderleicht hinweg.

    Richard Rothe

  60. Die Welt, auf der wir leben, ist nicht vollkommen und der Mensch ist nicht vollkommen. Aus diesen beiden Minusfaktoren entsteht die Problematik des Menschen.

    Nikolaus B. Enkelmann