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Sprüche über Lernen

712 Sprüche — Seite 9

Kein Mensch bleibt derselbe, wenn er wirklich lernt. Lernen verändert nicht nur das, was jemand weiß, sondern auch die Art, wie er fragt, beobachtet und sich selbst in Beziehung zur Welt setzt. Deshalb ist es weit mehr als Schulstoff oder Methode, nämlich eine Grundbewegung des Lebens.

Wer bereit ist zu lernen, gibt zu, noch nicht fertig zu sein – und das ist keine Schwäche, sondern die Bedingung jeder echten Entwicklung. Demut und Neugier zusammen öffnen jenen Horizont, der sich still, aber dauerhaft erweitert, wann immer ein Mensch wirklich hinschaut und zuhört.

  1. Alle Autorität, die ich besitze, beruht einzig darauf, dass ich weiß, was ich nicht weiß

    Sokrates

  2. Eine neue Rolle des Lebens spielt der Mensch am wärmsten und besten

    Jean Paul

  3. Bildung wird einem nicht geschenkt. Sie muss in unermüdlicher Arbeit erobert werden.

    Michail Kalinin

  4. Man soll nie vergessen, dass die Gesellschaft lieber unterhalten als unterrichtet sein will

    Adolph Freiherr von Knigge

  5. Faulheit ist der Schlüssel zur Armut

  6. Jedes Fundament ist gut, wenn das Gebäude sich bewährt.

    Giordano Bruno

  7. Junge Elster lernt ihr Hüpfen von der alten.

  8. Lerne den Ton der Gesellschaft anzunehmen, in der du dich befindest.

    Adolph Freiherr von Knigge

  9. Vom Fleißigen ist immer viel zu lernen, doch zu beseligen vermag nur Größe.

    Christian Morgenstern

  10. Stehen bleiben: es wäre der Tod, nachahmen: es ist schon eine Art von Knechtschaft, eigne Ausbildung und Entwicklung: das ist Leben und Freiheit.

    Leopold von Ranke

  11. Lehren heißt: Die Dinge zweimal lernen

    Joseph Joubert

  12. Das läßt sich nicht lernen, man muß es tun, und so lautet wohl der erste und letzte Grundsatz jeder Erziehung.

    Johann Wolfgang von Goethe

  13. Nutze deine jungen Tage, lerne zeitig, klüger sein. Auf des Glückes großer Waage steht die Zunge selten ein. Du musst steigen oder sinken, du musst herrschen und gewinnen oder dienen und verlieren, …

    Johann Wolfgang von Goethe

  14. Des Schülers Kraft entzündet sich am Meister - doch schürt sein jugendlicher Hauch zum Dank des Meisters Feuer auch.

    Franz Emanuel August Geibel

  15. Der Glaube ist nicht der Anfang, sondern das Ende allen Wissens

    Johann Wolfgang von Goethe

  16. Will man Tiefes sagen, so gewöhne man sich zunächst, nichts Falsches zu sagen.

    Marquis de Vauvenargues

  17. Gib immer dein Bestes. Was du jetzt säst, wirst du später ernten.

  18. Man bleibt ein Leben lang ein Schüler.

  19. Wenn der Esel seine Tracht hat, so weiß er, wie er gehen soll.

  20. Hat die Katze Junge, so lernt sie mausen.

  21. Was ist ein Akademiker anderes als ein eingelerntes und angeeignetes Glied einer grossen Vereinigung ?

    Johann Wolfgang von Goethe

  22. Wenn man die Menschen lehrt, wie sie denken sollen, und nicht, was sie denken sollen, so wird auch dem Mißverständnis vorgebeugt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  23. Sagt, ist noch ein Land außer Deutschland, wo man die Nase eher rümpfen lernt als putzen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  24. Es weiß kein Mensch, wieviel er ertragen kann, bis er von der Notwendigkeit es lernt.

    Ernst Benjamin Salomo Raupach

  25. Die Naturgesetze lehren uns, was möglich ist, aber nicht, was richtig ist

  26. Wer da sieht einen geschickten Knaben, der helfe, dass er studiere

    Martin Luther

  27. Drum soll ein Kind die weisen Lehren der alten Leute hochverehren! die haben alles hinter sich und sind, gottlob! recht tugendlich!

    Wilhelm Busch

  28. Gebrannte Kinder fürchten das Feuer oder vernarren sich darein.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  29. Wer soll Meister sein? Wer was ersann! Wer soll Geselle sein? Wer was kann! Wer soll Lehrling sein? Jedermann!

    Johann Wolfgang von Goethe

  30. Lerne zu werden, der Du bist!

    Pindar

  31. Studieren ist ein harter Job, für schwere Arbeit kein Mensch gibt Lob. Zu bewältigen Studienstoff, anfallend in Bergen, man braucht Ausdauer und starke Nerven.

  32. Die eigene Erfahrung hat den Vorteil völliger Gewissheit.

    Arthur Schopenhauer

  33. Möge Gott mir die Weisheit schenken, derer ich bedarf, und mir meinen Herzenswunsch erfüllen, nämlich das Studium so schnell wie möglich hinter mich zu bringen ...

    Vincent van Gogh

  34. Am Ende des längsten Lebens sind wir immer noch Anfänger.

    John Henry Newman

  35. Wer nichts weiß, muss alles glauben

    Marie von Ebner-Eschenbach

  36. Tugend will ermuntert sein, Bosheit kann man schon allein!

    Wilhelm Busch

  37. Alt wird man wohl, wer aber klug?

    Johann Wolfgang von Goethe

  38. Die Talente sind oft gar nicht so ungleich, im Fleiß und im Charakter liegen die Unterschiede.

    Theodor Fontane

  39. Ach, dass der Mensch so häufig irrt und nie recht weiß, was kommen wird!

    Wilhelm Busch

  40. Die verstehen sehr wenig, die nur das verstehen, was sich erklären lässt

    Marie von Ebner-Eschenbach

  41. Unvorsichtigkeit ist eine hervorragende Eigenschaft derjenigen Menschen, welche morgen genau wissen, was sie heute zu tun haben.

    Wilhelm Busch

  42. Das Rationale am Menschen sind seine Einsichten; das Irrationale, dass er nicht danach handelt

    Friedrich Dürrenmatt

  43. Willst du den Wert des Geldes erkennen, versuche, dir welches zu borgen

    Benjamin Franklin

  44. Erkennen heißt: alle Dinge zu unserem Besten verstehen.

    Friedrich Nietzsche

  45. Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen. Die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren.

    Friedrich Rückert

  46. Nicht-wissen ist keine Schande, aber Nicht-wissen-wollen ist eine Schande.

  47. Erfahrung ist der beste Lehrmeister, aber das Schulgeld ist hoch

    Thomas Carlyle

  48. Der größte Lehrer kann dich nicht umgestalten, er kann dich befrei'n: du musst dich entfalten!

    Ernst von Feuchtersleben

  49. Das Nachahmen ist allezeit, wie mich dünkt, eine sehr nützliche Sache.

    Georg Christoph Lichtenberg

  50. Die Jugend ist die Zeit, Weisheit zu lernen. Das Alter ist die Zeit, sie auszuüben.

    Jean-Jacques Rousseau

  51. In allem folg der Lehre, was du auch lernen musst: Willst schwimmen du im Meere, dann bad erst im Fluss

  52. Wunder stehen nicht im Gegensatz zur Natur, sondern nur im Gegensatz zu dem, was wir über die Natur wissen

    Augustinus

  53. Warte, junger Mensch, prüfe, beobachte!

    Jean-Jacques Rousseau

  54. Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

    Sokrates

  55. Allwissend bin ich nicht, doch ist mir viel bewusst.

    Johann Wolfgang von Goethe

  56. Auf dem Ofen sitzend wird man nicht General

  57. Im zwanzigsten Lebensjahr regiert der Wille, im dreißigsten das Wissen, im vierzigsten das Urteil.

    Benjamin Franklin

  58. Je mehr man schon weiss, desto mehr hat man noch zu lernen. Mit dem Wissen nimmt das Nichtwissen in dem gleichen Grade zu, oder vielmehr das Wissen des Nichtwissens.

    Friedrich von Schlegel

  59. Die Ausbildung und Vergeistigung der Sinne, welche für die Kunst notwendig ist, kann allein durch das Handwerk kommen, durch die beständige Arbeit am Stoff.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  60. Ich würde nichts Schöneres kennen, als in Ewigkeit weiter lernen zu dürfen.

    Christian Morgenstern