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Sprüche über Lernen

712 Sprüche — Seite 8

Kein Mensch bleibt derselbe, wenn er wirklich lernt. Lernen verändert nicht nur das, was jemand weiß, sondern auch die Art, wie er fragt, beobachtet und sich selbst in Beziehung zur Welt setzt. Deshalb ist es weit mehr als Schulstoff oder Methode, nämlich eine Grundbewegung des Lebens.

Wer bereit ist zu lernen, gibt zu, noch nicht fertig zu sein – und das ist keine Schwäche, sondern die Bedingung jeder echten Entwicklung. Demut und Neugier zusammen öffnen jenen Horizont, der sich still, aber dauerhaft erweitert, wann immer ein Mensch wirklich hinschaut und zuhört.

  1. Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.

    Galileo Galilei

  2. Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus lerne, sondern damit man wisse, dass der Verfasser etwas gewusst hat.

    Johann Wolfgang von Goethe

  3. Geistige Fähigkeiten verkümmern wie Muskeln, wenn sie nicht geübt werden

    Wilhelm Liebknecht

  4. Fliegen lernt, wer aus allen Wolken fällt

  5. Wer sich gar zu leicht bereit findet, seine Fehler einzusehen, ist selten der Besserung fähig

    Marie von Ebner-Eschenbach

  6. An den Scherben erkennt man den Topf

  7. Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen

  8. Leb Dein Leben unverdrossen, bleib für alles aufgeschlossen. Pflege Deine gute Laune, über Unbekanntes staune, denn auch mit 40 Jahren kann man Nützliches erfahren!

  9. Wüchsen die Kinder in der Art fort, wie sie sich andeuten, so hätten wir lauter Genies.

    Johann Wolfgang von Goethe

  10. Manche Menschen richten ihr Leben so ein, dass sie von Vorspeisen und Beilagen leben. Das Hauptgericht lernen sie nie kennen.

    José Ortega y Gasset

  11. Praktische Weisheit kann nur durch die Schule der Erfahrung gelernt werden.

    Samuel Smiles

  12. Der Schüler sieht den Lehrer nur als Zuchtmeister und die Geissel der Kindheit an.

    Jean-Baptiste Rousseau

  13. Vergessen und Vergessenwerden! Wer lange lebt auf Erden, der hat wohl diese beiden zu lernen und zu leiden.

    Theodor Storm

  14. In der Schule der Welt wie in der Schule der Liebe muss mann alsbald mit der Ausübung dessen, was man zu lernen gedenkt, den Anfang machen.

    Jean-Jacques Rousseau

  15. Hoffart wird gar leicht gelernt, aber schwer vergessen. Große Schüsseln kauft sie noch, hat sie nichts zu essen.

    Wilhelm Müller

  16. Die Not kann den Schmied lehren, Stiefel zu nähen.

  17. Die Mädchen lernen leichter fühlen als die Männer denken.

    Voltaire

  18. Die Leihbibliotheken studiere, wer den Geist des Volkes kennen lernen will.

    Wilhelm Hauff

  19. Das Leben ist ein strenger Lehrer mit einem großen Stock

  20. Der Hauptzweck der Ausbildung besteht nicht im Lernen, sondern im Vergessen.

    Gilbert Keith Chesterton

  21. Jeder ist überzeugt, er könne Bücher kritisieren, nur weil er lesen und schreiben gelernt hat.

    William Somerset Maugham

  22. Der trefflichste Bücherrevisor ist die Krankheit, sie lehrt uns, die Bilanz richtig zu stellen.

    Carl Ludwig Schleich

  23. Eine Berühmtheit ist jemand, der sich freut, dass ihn viele kennen, die er nicht kennen zu lernen braucht.

    H. L. Mencken

  24. Teile Dein Wissen mit anderen. Dies ist eine gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen.

    Dalai Lama

  25. Bildung ist bewundernswürdig, aber man sollte sich von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass wirklich Wissenswertes nicht gelehrt werden kann.

    Oscar Wilde

  26. Der Weise schweigt. Er kennt die Gründe.

    Wilhelm Busch

  27. Ein Beispiel ist wie ein Blatt, das ins Wasser fällt. Es zieht leise Kreise

  28. Woher sind wir geboren? Aus Lieb. Wie wären wir verloren? Ohn Lieb. Was hilft uns überwinden? Die Lieb. Kann man auch Liebe finden? Duch Lieb. Was lässt uns lange weinen? Die Lieb. Was soll …

    Johann Wolfgang von Goethe

  29. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen

  30. Um Vollkommenheit zu erreichen, muss man erst vieles nicht begriffen haben! Begreifen wir zu schnell, so begreifen wir wahrscheinlich nicht gründlich.

    Fjodor M. Dostojewski

  31. Einen Baum kann man in zehn Jahren aufziehen, einen Menschen heranzubilden verlangt hundert Jahre.

  32. Lesen macht vielseitig, Verhandeln geistesgegenwärtig und Schreiben genau.

    Francis Bacon

  33. Auf meinem Lebenswege werden mir Menschen aller Art begegnen, und jeden muß ich zu nutzen verstehen

    Heinrich von Kleist

  34. Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ist ein Ozean.

    Isaac Newton

  35. Wo deine Gaben liegen, da liegen auch deine Aufgaben

  36. Mathematik = Das Alphabet, mit dessen Hilfe Gott das Universum beschrieben hat.

    Galileo Galilei

  37. Erfahren muß man stets, Erfahrung wird nie enden, und endlich fehlt die Zeit, Erfahrenes anzuwenden.

    Friedrich Rückert

  38. Gilt es zu hören, sei der Erste! Sei der Letzte, wenn es zu reden gilt.

  39. Vater und Mutter lehrten uns zu sprechen und die Welt, still zu sein.

  40. Mensch zu sein ist etwas Sonderbares: Man ist nie fertig.

    Else Pannek

  41. Ein unvermindert Weiterstreben das ist der herrlichste Gewinn, den kann die Welt dir doch nicht geben, du nimmst ihn frei dir selbst dahin.

    Victor Blüthgen

  42. Vieles erfahren zu haben heißt noch nicht, Erfahrung zu besitzen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  43. Sokrates, der alte Greis, sagte oft in tiefen Sorgen: "ach, wie viel ist doch verborgen, was man immer noch nicht weiß."

    Wilhelm Busch

  44. Man erlebt immer wieder Enttäuschungen, aber man lernt auch immer besser damit umzugehen.

    Donatien A. F. Marquis de Sade

  45. Menschen sind wie Edelsteine: Man lernt sie am besten kennen, indem man sie aus der Fassung bringt

  46. Verschiebe nichts auf morgen, was heut' du kannst besorgen.

  47. So spricht der Weise, grau von Haar, ernst, würdig, sachgemäß und klar ...

    Wilhelm Busch

  48. Ohne harte und ernste Arbeit gibt es keinen strahlenden Erfolg.

  49. Der Erfolg eines Menschen setzt sich aus seinen Fehlschlägen zusammen.

    Ralph Waldo Emerson

  50. Je mehr man weiß, je mehr hat man zu lernen. Mit Wissen nimmt Nichtwissen in gleichem Grade zu, oder vielmehr Wissen des Nichtwissens.

    Friedrich von Schlegel

  51. Einseitige Bildung ist keine Bildung

    Johann Wolfgang von Goethe

  52. Hoch Gestellte kennen das Volk nicht und denken auch gar nicht daran, es kennen zu lernen.

    Marquis de Vauvenargues

  53. Wenn du nicht Güter hast und dennoch Leibeserben, bring' ihnen Künste bei, sich Güter zu erwerben.

    Martin Opitz

  54. Wer die Praxis übt, ohne sich vorher mit der Theorie beschäftigt zu haben, gleicht einem Steuermann, der sein Schiff ohne Kompass und Steuer besteigt, und nun nicht weiß, wohin er fährt.

    Leonardo da Vinci

  55. Aller Anfang ist schwer

  56. Es ist nicht wahr, dass die kürzeste Linie immer die gerade ist

    Gotthold Ephraim Lessing

  57. Bilde dich selbst! Und dann wirke auf andere durch das, was du bist!

    Wilhelm von Humboldt

  58. Es ist des Lernens kein Ende.

    Robert Schumann

  59. Lerne von jedem, der kommt, so erfreust du jeden, der geht

    Johann Kaspar Lavater

  60. Das Wissen ist ein Affenbrotbaum: Du kannst es nicht umspannen.

    Arthur Schopenhauer