Sprüche über Hoffnung
699 Sprüche — Seite 5
Wenn Gewissheit fehlt und Dunkelheit übermächtig scheint, bleibt oft nur die Hoffnung als leise, aber tragende Kraft. Sie verspricht nicht, dass alles leicht wird, doch sie bewahrt den Menschen davor, innerlich aufzugeben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Quellen von Trost und Widerstandsfähigkeit.
Ihre Stärke liegt gerade darin, dass sie auch ohne Beweis weiterwirkt und Zukunft denkbar hält. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als innere Haltung, die selbst in schweren Zeiten Richtung, Würde und ein Morgen bewahren kann.
Ich möchte mein Glück in deinen Augen lesen, ich möchte ewig von dir hören: "Ich liebe dich!"
— Theodor Storm
Das Leben der Gefühlvollen hat drei Epochen: Erwartung, Vergessen, Erinnerung.
— Nikolai Michailowitsch Karamsin
Es ist ein schöner Tag. Überall sehe ich die grüne Farbe, die Farbe der Hoffnung. Überall wie holde Wunder, blühen hervor die Blumen, und auch mein Herr will wieder blühen.
— Christian Johann Heinrich Heine
Die Hoffnung ist es, die die Liebe nährt
— Ovid
Wer seine Träume leben möchte, darf nicht die anderer träumen.
Der Bauer wünscht sich Regen, der Wanderer Sonnenschein.
Furcht, Sehnsucht, Hoffnung drängen uns in die Zukunft.
— Michel de Montaigne
Dein Tun sei wahr, dein Sinn sei klar, fromm dein Gemüt, Gott dich behüt
Wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.
Wenn man einen Menschen verliert, den man geliebt hat, dann stirbt ein Stück seines eigenen Lebens mit ihm. Aber wenn man sich etwas von dem bewahrt, das sich einem durch ihn an innerem Reichtum e …
Kerzenschein und Christlaterne leuchten hell die Weihnacht ein. Glocken läuten nah und ferne, Friede soll auf Erden sein.
Wir können Orte schaffen helfen, von denen der helle Schein der Hoffnung in die Dunkelheit der Erde fällt.
— Friedrich von Bodelschwingh
Frauen leben in der Hoffnung, dass Männer, die mit Geld gut umgehen können, auch gut mit Frauen umgehen werden
— Jean-Paul Sartre
Die Bibel ist nicht antik, auch nicht modern, sie ist ewig.
— Martin Luther
Schlägt dir die Hoffnung fehl, nie fehl dir das Hoffen! Ein Tor ist zugetan, doch tausend sind noch offen.
— Friedrich Rückert
Für trügende Hoffnungen entschädigen oft trügende Erinnerungen.
— Peter Sirius
Das Leben stirbt nicht, und du dienst ihm getreu, du dienst ihm in deinem Kind, und aus aller Trauer erhebt sich stets neu der ewige Sommerwind.
Erwarte kein Lob ohne Neid, bevor du tot bist!
— Charles Caleb Colton
Es reden und träumen die Menschen viel von bessern künftigen Tagen; nach einem glücklichen, goldenen Ziel sieht man sie rennen und jagen. Die Welt wird alt und wieder jung, doch der Mensch erhoff …
— Friedrich von Schiller
Das Wort ist tot, der Glaube macht lebendig.
— Friedrich von Schiller
Hoffe in niemandem einen Freund zu finden, als wer einen Freund in dir gefunden hat.
— Edward Young
Die Strasse komme dir entgegen, der Wind stärke dir den Rücken, die Sonne scheine warm in dein Gesicht, der Regen falle sanft auf deine Felder. Bis wir uns wieder sehen, berge dich Gott in der Ti …
Auch in dem elendsten Dasein gibt es ein Häkchen, an das ein Faden des Heils sich anknüpfen könnte.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die Religion verbietet, mehr zu glauben, als sie lehrt.
— Joseph Joubert
Leben ist, was einem begegnet, während man auf seine Träume wartet.
Es ist nun einmal so, dass man immer dem glaubt, der Gutes verspricht. Daher kommt es auch, dass man den Ärzten so viel Vertrauen schenkt und dass man oft, indem man ihnen glaubt, die eigene Habe verl …
— Nicolaus Machiavelli
Es empfiehlt sich, den Menschen Hoffnungen zu machen und ihnen immer etwas zu versprechen, wenn man sie braucht.
— Nicolaus Machiavelli
Der betende Mensch hält das Steuer der Weltgeschichte in seinen Händen.
— Johannes Chrysostomos
Steht ein Freund dir liebreich noch zur Seite, reich ihm brüderlich die treue Hand. Oh, dann winkt dir noch ein Stern der Freude und umglänzt das sanft geschlossene Band. Hoffend darfst du in die …
Hoffnung und Erinnerung sind zwei liebliche Schwestern. Erstere ist wie Morgenrot; sie lächelt lange vorher, ehe die Sonne erscheint. Letztere umspielt uns wie Abendröte, wenn auch die Sonne sch …
— Heinrich Martin
Hoffnung ist nichts anderes als das Vertrauen auf die Endlosigkeit der göttlichen Liebe.
— Charles de Foucauld
Gott ist heute mit uns. Genügt das nicht?
— Charles de Foucauld
Je frischer und kräftiger das kirchliche Leben, um so frischer, tiefer und kräftiger das Volksleben
— Adolph Kolping
Eine christliche Gemeinde bildet ebensogut ein Ganzes wie eine Familie, deren Mitglieder sich in besonderer Weise lieben, mithin sich auch in aller Hinsicht helfen und fördern sollen
— Adolph Kolping
Es ist auch eine soziale Wahrheit, daß der Mensch nicht bloß vom Brote lebt, sondern des Wortes Gottes bedarf, um zu existieren.
— Adolph Kolping
O Mut, nur Mut in jeder Lage, wo dich ein Dornenwald umstarrt! Die Morgenröte besserer Tage glüht hinterm Berg der Gegenwart.
— August Friedrich Langbein
Der Neid wetteifert mit der Ungeduld, wenn er die Schadenfreude erwartet.
— Emanuel Wertheimer
Ach, das ist das Schöne an der Jugend, dass sie mit ebensoviel Hoffnungen operiert wie das Alter mit Erinnerungen.
— Bertha Freifrau von Suttner
Gott, der Herr, sei über dir und segne dich. Gott, der Herr, sei vor dir und leite dich. Gott, der Herr, sei neben dir und halte dich. Er sei dir Sonne und Schild, dass deine Füße feste Schritte …
Wer meint, dass der Gottesdienst nur in der Kirche zu Hause ist, braucht eigentlich nicht in die Kirche zu gehen.
— John Henry Newman
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick, im Tale grünet Hoffnungsglück; der alte Winter, in seiner Schwäche, zog sich in raue Berge zurück. Von dort her …
— Johann Wolfgang von Goethe
Was hilft das Wünschen stundenlang in Prosa, Vers und Reimeklang. Kommt, liebe Eltern, lasst euch küssen, und so das neue Jahr begrüßen.
Liebe deckt alle Vergehen zu.
Unsäglich Schweres wird von mir verlangt. Aber die Mächte, die mich so verpflichten, sind auch bereit, mich langsam aufzurichten, so oft mein Herz behängt mit den Gewichten der Demut hoch in ihren …
— Rainer Maria Rilke
Über das Kommen mancher Leute tröstet uns oft nichts als die Hoffnung auf ihr Gehen.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Gesegnet sei der, der nichts erwartet. Er wird nie enttäuscht werden.
— Alexander Pope
Ohne ein ganz persönliches Verhältnis zu Gott hat das Beten überhaupt keinen Sinn.
— Carl Hilty
Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Schaue nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott: Ich stärke dich, ja, ich helfe dir.
Religionen sterben, wenn sie sich als wahr erweisen. Die Wissenschaft ist das Archiv toter Religionen.
— Oscar Wilde
So oft die Sonne aufersteht, erneuert sich mein Hoffen und bleibet, bis sie untergeht, wie eine Blume offen.
— Gottfried Keller
Man kann den Tod eines geliebten Menschen tief und innig beklagen und doch in Hoffnung weiterleben.
— Theodor Fontane
Hoffen heißt: die Möglichkeit des Guten erwarten.
— Sören Kierkegaard
Was wäre das Leben ohne Hoffnung!
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Kein Mann, dem seine Sache nicht Spaß macht, darf erwarten, dass sie irgend sonst jemandem Spaß macht.
— Bertolt Brecht
Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von anderen. So wird dir viel Ärger erspart bleiben
— Konfuzius
Lass die Winde stürmen auf des Lebens Bahn, ob sie Wogen türmen gegen deinen Kahn: Schiffe ruhig weiter, wenn der Mast auch bricht: Gott ist dein Begleiter, er verläßt dich nicht.
Denn in der Freundschaft werden alle Gedanken, alle Wünsche, alle Erwartungen ohne Worte geboren und geteilt, mit Freude, die keinen Beifall braucht.
— Khalil Gibran
Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine große, segnende Macht gibt.
— Martin Luther King
Nur ausgesprochene Wünsche werden gehört. Und mit Glück erhört. Auf die Erfüllung stummer Wünsche wird man ein Leben lang vergeblich warten.
— Else Pannek
Der Künstler fühlt sich stets gekränkt, wenn's anders kommt, als wie er denkt.
— Wilhelm Busch