Sprüche über Hoffnung
699 Sprüche — Seite 10
Wenn Gewissheit fehlt und Dunkelheit übermächtig scheint, bleibt oft nur die Hoffnung als leise, aber tragende Kraft. Sie verspricht nicht, dass alles leicht wird, doch sie bewahrt den Menschen davor, innerlich aufzugeben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Quellen von Trost und Widerstandsfähigkeit.
Ihre Stärke liegt gerade darin, dass sie auch ohne Beweis weiterwirkt und Zukunft denkbar hält. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als innere Haltung, die selbst in schweren Zeiten Richtung, Würde und ein Morgen bewahren kann.
Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird
Jesus segne und behüte dich und alle, die bei dir sind.
— Maria Ward
Alle guten Vorsätze haben etwas Verhängnisvolles, sie werden beständig zu früh gefasst.
— Oscar Wilde
Mögen wir in das Gesicht jeder guten Nachricht und auf den Rücken jeder schlechten Nachricht schauen.
Die Familie ist es, die unsern Zeiten Not tut, sie tut mehr Not als Kunst und Wissenschaft, als Verkehr, Handel, Aufschwung, Fortschritt oder wie alles heißt, was begehrenswert erscheint. Auf de …
— Adalbert Stifter
Unter allen Festen ist das Hochzeitsfest das unschicklichste. Keines sollte mehr in Stille, Demut und Hoffnung begangen werden als dieses
— Johann Wolfgang von Goethe
Gott sortiert Gebete sicherlich nicht nach Konfessionen.
— Johann Gottfried Herder
Wie schön geschmückt der festliche Raum! Die Lichter funkeln am Weihnachtsbaum. O fröhliche Zeit! O seeliger Traum!
In ihm sei's begonnen, der Monde und Sonnen an blauen Gezelten des Himmels bewegt. Du Vater, du rate! Lenke du und wende! Herr, dir in die Hände sei Anfang und Ende, sei alles gelegt!
— Eduard Mörike
Wenn sich erhellen ihre ersten Kerzen, dann wandle hinaus zur stillen Nacht, mit einem weihnachtlich gestimmten Herzen und harre, bis ihr Strahlenglanz erwacht.
Wir sehn aufs alte Jahr zurück und haben neuen Mut. Ein neues Jahr, ein neues Glück, die Zeit ist immer gut.
— August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Was uns das neue Jahr wohl bringt? Ihr glaubt an manches Wunderbare! Doch hört, wie diese Frage klingt: Was bringen wir dem neuen Jahre?
Der Christbaum ist der schönste Baum, den wir auf Erden kennen, im Garten klein, im engsten Raum, wie lieblich blüht der Wunderbaum, wenn seine Blümchen brennen!
— August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Nichts schmerzt so sehr wie fehlgeschlagene Erwartungen, aber gewiss wird auch durch nichts ein zum Nachdenken fähiger Geist so lebhaft wie durch sie erweckt.
— Benjamin Franklin
Nimm dir Zeit, zu lieben und geliebt zu werden - es ist der wahre Reichtum des Lebens
Es kommt oft anders als man denkt
Die Sonne bringt es an den Tag
Das goldene Tor steht offen, die liebe Stimme spricht, da weilt mein süßes Hoffen, da wohnt das ew'ge Licht.
— Max von Schenkendorf
Syilvester Wind und warme Sunn', wirft jede Hoffnung in den Brunn'. (31. Dez.)
Sylvesternacht wenig Wind und Morgensonne, gibt Hoffnung auf Wein und Korn. (31. Dez.)
Schlechte Jahre sind Lernjahre.
Der Weg zum Glück steht allen offen, die jung und froh sind und die hoffen.
Die Eule gewinnt Adlersfedern.
Ich hab dich so gern; und ziehst du in die Fern, so mögen wir uns trotzdem leiden, auch wenn auf immer getrennt wir bleiben.
Die Hoffnung ist eine Anleihe auf das Glück.
— Joseph Joubert
Gott läßt uns wohl sinken, aber nicht ertrinken.
Es ist kein Hühnchen noch so klein, übers Jahr will's eine Henne sein.
Stirb nicht, lieber Hengst, es kommt die Zeit, wo Gras wächst.
Eine Schwalbe macht keinen Sommer.
Wenn man Schwalben am Hause hat, schlägt es nicht ins Haus.
Woran man einmal herzhaft glaubt, dem macht man sich auch so oder anders dienstbar
— Adolph Kolping
Die wahre Frömmigkeit ist demütig und bescheiden.
— Adolph Kolping
Den Gleichmut wahr dir mitten im Ungemach; wahr ihn desgleichen, lächelt dir hold das Glück.
— Horaz
Doch siehe, viele rufen: Christus, Christus, die einst ihm ferner stehn beim Weltgericht, als viele, die da nimmer kannten Christus
— Dante Alighieri
Mit Glauben allein kann man sehr wenig tun, aber ohne ihn gar nichts.
— Samuel Butler
Ganz leise spricht ein Gott in unsrer Brust, ganz leise, ganz vornehmlich, zeigt uns an, was zu ergreifen ist und was zu fliehn.
— Johann Wolfgang von Goethe
Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben - ihn glauben heißt, ihn lästern
— Ludwig Anzengruber
Wie gern wollt' ich dem Teufel meine Seele verschreiben, wenn ich dafür Gesundheit hätte.
— Franziska Gräfin zu Reventlow
Die Menschen begehen den Fehler, dass sie ihren Hoffnungen keine Grenzen zu setzen wissen. Sie bauen auf sie, ohne sich nach den eigenen Kräften zu richten, und rennen so ins Verderben.
— Nicolaus Machiavelli
Vor Gottes Angesicht taugt grobe Hoffahrt nicht.
— Abraham a Sancta Clara
Wer verliebt ist, seufzt und hofft und glaubt und jauchzt.
— Christian Dietrich Grabbe
Der Pastor baut den Acker Gottes und der Arzt den Gottesacker.
— Georg Christoph Lichtenberg
Hoffnung, das ist die Illusionskraft der Seele, die in ihrer Illusion neun Zehntel des Glücks, das sie erwartet, vorweg genießt.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Für die Welt, die dunkel, in Leid verloren, ein Licht zu bringen, bist du geboren.
Der Aberglaube ist die einzige Religion, deren niedere Seelen fähig sind.
— Joseph Joubert
Unglückliche Menschen trauern dem großen Glück von gestern nach oder erhoffen es für morgen. Glückliche Menschen finden das kleine Glück heute.
— Rainer Haak
So wie diese Rose blüht, so blühe dir stets dein Glück, und wenn du dieses Blättchen liest, so denke an mich zurück.
Unter grünem Moos verborgen blüht ein Blümlein ohne Sorgen, und das zarte Blümlein spricht: Bitteschön, vergiß mein nicht!
Ins Freundschaftsgärtchen hier pflanz ich auf weißes Papier ein Blümlein - schöneres gibt es nicht - es wird genannt Vergißmeinnicht.
Glaube bringt uns Gottes Segen, Liebe Glück auf allen Wegen, Hoffnung Trost in jeder Not, und Geduld bringt Rosen!
Nichts bindet den Geist so stark wie Besitz. Die Furcht vor Verlust läßt keinen Frieden, die Hoffnung auf Erwerb keine Ruhe aufkommen.
— August Strindberg
Dass sich die Wogen senken und heben, das ist eben des Meeres Leben. Und dass es hofft von Tag zu Tag, das ist des Herzens Wellenschlag
— Friedrich Rückert
Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus Kohle springt und verlischt.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Der Mensch ist vor allen anderen Geschöpfen ein auf Hoffnung gestelltes Wesen.
— Friedrich von Schlegel
Der Buchstabe ist nicht der Geist, und die Bibel ist nicht die Religion.
— Gotthold Ephraim Lessing
Die Irreligiösen sind religiöser, als sie es selbst wissen, und die religiösen sind's weniger, als sie meinen.
— Franz Grillparzer
Den Vorsätzen, den guten alten, denen bleiben wir stets treu, wir woll'n sie gerne behalten, sie sind ja noch wie neu!
Das einzige, was der Illusionslose respektiert, ist die Hoffnung
— Marquis de Vauvenargues
Es ist nötig, an dem neuen Weg zu arbeiten. Dies ist unverhältnismäßig schwer, aber durchaus nicht ohne Hoffnung.
— Wladimir Iljitsch Lenin
Auf der Wiese der Hoffnung weiden viele Narren