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Sprüche über Hoffnung

699 Sprüche — Seite 11

Wenn Gewissheit fehlt und Dunkelheit übermächtig scheint, bleibt oft nur die Hoffnung als leise, aber tragende Kraft. Sie verspricht nicht, dass alles leicht wird, doch sie bewahrt den Menschen davor, innerlich aufzugeben. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Quellen von Trost und Widerstandsfähigkeit.

Ihre Stärke liegt gerade darin, dass sie auch ohne Beweis weiterwirkt und Zukunft denkbar hält. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen Hoffnung nicht als blinden Optimismus, sondern als innere Haltung, die selbst in schweren Zeiten Richtung, Würde und ein Morgen bewahren kann.

  1. Die Schienbeine und die Hoffnungen soll man nicht zu weit hinausstrecken.

    Epiktet

  2. Des Glaubens Sonde ist der Zweifel.

    Johann Gottfried Seume

  3. Je verborgener Gottes Hand, desto stärker ist sie.

    John Henry Newman

  4. Ich glaube, ich werde nach meinem Tode mehr für euch tun können als im Leben.

    Katharina von Siena

  5. Man fragte einmal einen Weisen, ob es wahre Atheisten gäbe. Glauben Sie, erwiderte er, dass es wahre Christen gibt?

    Denis Diderot

  6. Hoffnungen, Pläne und Illusionen sind Verjüngungselemente des Lebens. Es sind Morgenröten, deren Glanz immer wieder bezaubert

    Martin Kessel

  7. Wenn ich an dich denke wackeln Tisch und Bänke und das alte Kanapee hüpft vor Freude in die Höh.

  8. Jeden Morgen in meinem Garten öffnen neue Blüten sich dem Tag. Überall ein heimliches Erwarten, das nun länger nicht mehr zögern mag.

    Matthias Claudius

  9. In der Schöpfung greife ich Gott gleichsam mit Händen.

    Johannes Kepler

  10. Wer einem Menschen die Hoffnung nimmt, nimmt einem Lahmen die Krücken

  11. Kein Volk hat Gott verlassen, das sich nicht selbst verließ.

    Heinrich von Treitschke

  12. Geduld ist des Glaubens Goldstein.

    Ulrich Zwingli

  13. Die Wahrheit hat ein fröhlich Antlitz.

    Ulrich Zwingli

  14. Wo keine Hoffnung ist, gibt es kein Sterben.

    Samuel Johnson

  15. Niemand ist weiter von der wahren Religion entfernt, als wer sich selbst für sehr religiös hält.

    Erasmus von Rotterdam

  16. Erwarte alles vom Mitleid, nur keine Hilfe.

    Emanuel Wertheimer

  17. Ein jeder Christ, der sich durch die Einwürfe der Ungläubigen ins Wanken bringen lässt und sich über sie ereifert, hat einen Fuß in der selben Grube mit ihnen

    Pierre Bayle

  18. Es gibt auch seelisch Farbenblinde, denen just für Hoffnungsgrün und Freudenrot das Auge fehlt.

    Franz Edler von Pernwald Schönthan

  19. Horoskope liest, wer nicht hat, was er braucht. Die Horoskope bringen's nicht.

    Else Pannek

  20. Gehst du einst im Morgentau, über eine große Au, siehst du ein Vergissmeinnicht, pflück es ab und denk an mich

  21. Ein jeder Aberglaube versetzt uns ins Heidentum.

    Justus Freiherr von Liebig

  22. Die Hoffnung aufgeben bedeutet, nach der Gegenwart auch die Zukunft preisgeben.

    Pearl S. Buck

  23. Der Mensch gibt ebenso schwer eine Furcht auf als eine Hoffnung.

    Otto Ludwig

  24. Der, der glaubt, hat keine Eile.

    Jens Peter Jacobsen

  25. Der Weise mit Hoffnung erträgt die Qualen des Lebens.

    Euripides

  26. Du heilest allen Schaden, hilfst mir aus der Gefahr, Du siehst mich an in Gnaden, auch in dem neuen Jahr.

  27. Hoffnung ist das einzige Gut, das allen Menschen gemein ist; selbst diejenigen, die nichts besitzen, besitzen noch Hoffnung.

    Thales von Milet

  28. Wenn so oft an Gott man dächte, als man an die Steuer denkt, wär uns, glaub ich, längst zu rechte Fried und Ruh von Gott geschenkt

    Friedrich von Logau

  29. Hoffnung ist das Brot der Armen.

    Thales von Milet

  30. Was du Liebes den Eltern getan hast, das kannst du in deinem Alter von deinen Kindern erwarten.

    Thales von Milet

  31. Hoffnung und Mut sind zwei helle Diamanten in der Krone des Erfolgs

  32. Wer keine Visionen hat, vermag weder große Hoffnungen zu erfüllen, noch große Vorhaben zu verwirklichen.

    Woodrow Wilson

  33. Ich glaube nicht an Gott: Ich sehe ihn.

    Jean-Henri Fabre

  34. Die größte Stärke des Menschen ist seine Hoffnung. Vertraue in deine Zukunft.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  35. Der aber ist der Beste, der der Hoffnung vertraut allzeit! Verzagtheit kennt der Feige nur

    Euripides

  36. Wer die Hoffnung vor den Wagen spannt, fährt doppelt schnell

  37. Wenn du an Gott glaubst, wird er die Hälfte deines Werkes tun. Die zweite Hälfte.

    Curtis Cyrus

  38. Meine Aufgabe ist es, meinen Hoffnungen zu lehren, sich den Tatsachen anzupassen, und nicht, die Tatsachen dazu zu zwingen, mit meinen Hoffnungen übereinzustimmen.

    Thomas Henry Huxley

  39. Gott baut aus dem Nichts auf

    Charles de Foucauld

  40. In manchen Situationen bedeutet Glaube: gehorchen, ohne zu verstehen

    Charles de Foucauld

  41. Es ist das Wohl des Ganzen, wovon jedes patriotische, wovon selbst jedes eigennützige Gemüt das seinige erhofft.

    Friedrich von Gentz

  42. Jeder Grashalm, jedes Blatt, jede einzelne Blüte ist ein Zeichen der Hoffnung.

    John Richard Jefferies

  43. Ein Asyl für jeden Kummer ist das Gebet.

    Johannes Chrysostomos

  44. Das Schlimmste für den Menschen ist, den Glauben an die Zukunft zu verlieren.

    Nikolaus B. Enkelmann

  45. Hoffnung ist der Kampf der Seele, die von dem, was vergänglich ist, losbricht und ihre Zeitlosigkeit bezeugt.

    Herman Melville

  46. Die Religionen sind der Ausdruck des ewigen und unzerstörbaren metaphysischen Bedürfnisses der Menschennatur.

    Jacob Christoph Burckhardt

  47. Wer Milch will, sollte sich nicht auf einen Schemel in der Mitte des Feldes setzen, in der Hoffnung, dass die Kuh sich zu ihm begeben möge

    Elbert Green Hubbard

  48. Wer an einen Glauben glaubt, der lässt andere für sich glauben.

    Friedrich Georg Jünger

  49. Es ist selten, dass ein Mensch weiß, was er eigentlich glaubt.

    Oswald Spengler

  50. Die Heiden haben das Leben vergöttert, die Christen den Tod.

    Germaine Madame de Stael

  51. Wenn man ihre Heiligenlegenden liest, findet man die Namen von tausend heilig gesprochenen Verbrechern.

    Claude-Adrien Helvetius

  52. Atheismus ist Selbstmord der Seele.

    Jean Antoine Petit-Senn

  53. Einer, der Gott leugnet, gleicht einem, der die Sonne leugnet; es nutzt ihm nichts, sie scheint doch

    August Julius Langbehn

  54. Ich wünsche, es gäbe einen Gott. Ich sehne mich, ihn zu loben, ihm zu danken

    Katherine Mansfield

  55. In Wahrheit sind wir alle Staub und Schatten, in Wahrheit ist die Gierde blind gefräßig, in Wahrheit trügerisch ist jedes Hoffen

    Francesco Petrarca

  56. Die Menschenseele ist ein Bild, mit welchem Gott sich selbst betrachtet.

    Hermann Stehr

  57. Religiöser Fanatismus schwächt zwar den Geist, verhärtet aber das Herz.

    Otto Weiss

  58. Zu den schlechtesten Logikern gehören Furcht und Hoffnung.

    Otto Weiss

  59. Der Mensch hört früher auf zu fühlen als zu hoffen.

    Edward Young

  60. Wir werden alle von Gott gebraucht und manchesmal auch verbraucht.

    Ferdinand Ebner