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Sprüche über Gedanken

755 Sprüche — Seite 2

Lange bevor Handlungen sichtbar werden, nehmen Gedanken bereits Gestalt im Inneren an. Sie ordnen Wahrnehmung, nähren Hoffnung, vergrößern Angst oder eröffnen neue Möglichkeiten und prägen damit still, aber nachhaltig das Leben eines Menschen. Darum zählt dieses Thema zu den grundlegendsten Feldern jeder Selbsterkenntnis.

In ihnen entscheidet sich oft, wie Wirklichkeit gedeutet und Zukunft entworfen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie mächtig das Denken sein kann und warum Klarheit, Sammlung und innere Wachheit nicht bloß geistige Tugenden, sondern Voraussetzungen eines bewussten Lebens sind.

  1. Das Gehirn ist ein Organ, mit dem wir denken, dass wir denken

    Ambrose Bierce

  2. Ein guter Spruch ist die Wahrheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.

    Theodor Fontane

  3. Wenn du merkst, dass du zur Mehrheit gehörst, wird es Zeit, deine Einstellung zu revidieren.

    Mark Twain

  4. Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab

    Mark Aurel

  5. Allein sein zu müssen ist schwer - allein sein zu können, ist schön

    Rabindranath Tagore

  6. Man muss sich durch die kleinen Gedanken, die einen ärgern, immer wieder hindurchfinden zu den großen Gedanken, die einen stärken

    Dietrich Bonhoeffer

  7. Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen.

    Dante Alighieri

  8. Jeder lebt hinter einem Gitter, das er mit sich herumträgt.

    Franz Kafka

  9. Lebe nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft, konzentriere die Gedanken auf den gegenwärtigen Augenblick.

  10. Denken und Empfinden sind von Natur aus verschieden.

    Aristoteles

  11. Um ruhig zu sein, muss der Mensch nicht denken, sondern träumen.

    Johann Jakob Engel

  12. Der gute Vorsatz ist ein Gaul, der oft gesattelt, aber selten geritten wird.

  13. Diplomatie ist die Kunst, das auszudrücken, was man gar nicht denkt.

  14. Taktlosigkeit ist der Entschluss, etwas zu sagen, das alle anderen denken.

    Oscar Wilde

  15. Tritt eine Idee in einen hohlen Kopf, so füllt sie ihn aus, weil keine andere da ist, die ihr den Rang streitig machen könnte.

    Charles-Louis de Secondat

  16. Sobald man davon spricht, was im nächsten Jahr geschehen wird, lacht der Teufel.

  17. Lesen soll man nur dann, wenn die Quelle der eigenen Gedanken stockt, was auch beim besten Kopfe oft genug der Fall sein wird.

    Arthur Schopenhauer

  18. Am meisten nützt eine Rede, die sich in kleinen Abschnitten in die Seele einschleicht.

    Seneca

  19. Das ist das schlimmste von allen Übeln, im Vergangenen herumzugrübeln.

    Cäsar Flaischlen

  20. Die Betrunkenen denken nicht ihre eigenen Gedanken.

  21. Im Reiche der Wirklichkeit ist man nie so glücklich wie im Reiche der Gedanken.

    Arthur Schopenhauer

  22. Melancholie ist das Vergnügen, traurig zu sein.

    Victor-Marie Hugo

  23. Nicht Gott ist relativ, und nicht das Sein, sondern unser Denken.

    Albert Einstein

  24. Ein Kluger hat so viel zu denken, dass er keine Zeit hat zu reden. Ein Dummkopf hat so viel zu reden, dass er keine Zeit hat zu denken.

  25. Wir werden nie etwas gut machen, bis wir aufhören, nachzudenken, wie wir es machen werden.

    William Hazlitt

  26. In Luftschlössern lässt sich leicht Zuflucht suchen. Und leicht zu bauen sind sie auch.

    Henrik Johan Ibsen

  27. Wie die reichste Bibliothek, wenn ungeordnet, nicht soviel Nutzen schafft wie einen kleine, aber wohlgeordnete, ebenso ist die größte Menge von Kenntnissen, wenn nicht eigenes Denken sie verarbeitet h …

    Arthur Schopenhauer

  28. Lesen heißt mit einem fremden Kopf statt dem eigenen zu denken.

    Arthur Schopenhauer

  29. Verzicht auf Denken ist geistige Bankrotterklärung.

    Albert Schweitzer

  30. Das Gedächtnis mancher Menschen ist wie ein Sieb, weil ihre Gedanken nicht groß genug sind, um darin haften zu bleiben.

    John Knittel

  31. Es gibt keine Grenzen. Nicht für den Gedanken, nicht für die Gefühle. Die Angst setzt die Grenzen.

    Ingmar Bergman

  32. Die Menschen denken über die Vorfälle des Lebens nicht so verschieden, als sie darüber sprechen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  33. Ernüchternde Gedanken sind in manchen Fällen vergleichbar mit Drogenentzug.

    Christa Schyboll

  34. Phantasie ist die Fähigkeit, in Bildern zu denken.

    Ernst Hohenemser

  35. Ich habe so selten einmal Zeit zum Träumen und doch so viele Träume

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  36. Hab‘ Sonne im Herzen und Pizza im Bauch, denn dann bist du glücklich, und satt bist du auch!

  37. Obgleich die Welt ja, sozusagen, wohl manchmal etwas mangelhaft, wird sie doch in den nächsten Tagen vermutlich noch nicht abgeschafft.

    Wilhelm Busch

  38. Wir leben in einem Zeitalter, in dem die überflüssigen Ideen überhand nehmen und die notwendigen Gedanken ausbleiben

    Joseph Joubert

  39. Man kann nicht denken, wenn man es eilig hat.

    Platon

  40. Zahlen sind Symbole des Vergänglichen.

    Oswald Spengler

  41. Wer heute einen Gedanken sät, erntet morgen die Tat, übermorgen die Gewohnheit, danach den Charakter und endlich sein Schicksal.

    Gottfried Keller

  42. Gewohnheit ist oft ein Mangel an Überlegung und Erkenntnis.

    Else Pannek

  43. Junge Leute tragen im Geistigen oft eine Perücke, aber aus eigenem Haar.

    Hugo von Hofmannsthal

  44. Je mehr Gedankenstriche in einem Buch, desto weniger Gedanken.

    Arthur Schopenhauer

  45. So sind die Gedanken. Sie laufen lustig voraus wie Hündchen. Ich habe zwei. Eins heißt „Wer weiss“, das andere „Kann sein“

    Wilhelm Busch

  46. Nur wenige Menschen erheben sich in ihrem Denken über das alltägliche Denken: noch weniger Menschen wagen das auszuführen und zu sagen, was sie denken.

    Claude-Adrien Helvetius

  47. Die unzureichende Sinneswahrnehmung widerlegt die Unendlichkeit nicht.

    Giordano Bruno

  48. Intelligenz ist keine Voraussetzung für Charakter.

    Else Pannek

  49. Das Leben ist eine Kette von Vergessenheiten.

    Honoré de Balzac

  50. Was man am wenigsten gerne wechselt, sind, neben der Behausung, die Gedanken.

    André Gide

  51. Der Gedanke ist das Produkt der Individualität.

    Christian Friedrich Hebbel

  52. Über eine Sache nachzudenken, ist das geringste, was wir mit ihr tun können.

    José Ortega y Gasset

  53. Was nicht auf einer einzigen Manuskriptseite zusammengefaßt werden kann, ist weder durchdacht noch entscheidungsreif.

    Dwight "Ike" David Eisenhower

  54. Tiefes Glück ist Gegenwart ohne Denken.

    Oswald Spengler

  55. Wollt ihr klar und richtig denken? Wollt ihr wahr und überzeugend sprechen? Sprechet und denket mit eurem Herzen!

    Niccolò Tommaseo

  56. Der Historiker ist ein Reporter, der überall dort nicht dabei war, wo etwas passiert ist.

    William Somerset Maugham

  57. Rat ist wie Schnee; je weicher er fällt, desto länger bleibt er liegen und desto tiefer sinkt er ins Hirn.

    Samuel Taylor Coleridge

  58. Die Gedanken eines Menschen sind sein Königreich.

  59. Man macht das Leben nicht leichter, wenn man es seichter macht

    Margarete Seemann

  60. Erstaunlich, dass der Mensch nur hinter einer Maske ganz er selbst ist.

    Edgar Allan Poe