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Sprüche über Gedanken

755 Sprüche — Seite 11

Lange bevor Handlungen sichtbar werden, nehmen Gedanken bereits Gestalt im Inneren an. Sie ordnen Wahrnehmung, nähren Hoffnung, vergrößern Angst oder eröffnen neue Möglichkeiten und prägen damit still, aber nachhaltig das Leben eines Menschen. Darum zählt dieses Thema zu den grundlegendsten Feldern jeder Selbsterkenntnis.

In ihnen entscheidet sich oft, wie Wirklichkeit gedeutet und Zukunft entworfen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie mächtig das Denken sein kann und warum Klarheit, Sammlung und innere Wachheit nicht bloß geistige Tugenden, sondern Voraussetzungen eines bewussten Lebens sind.

  1. Erfülle deinen Geist mit großen Gedanken, denn du wirst nie höher steigen als deine Gedanken.

    Benjamin Disraeli

  2. Selig ist, wer sich verdrückt, wenn es was zu lernen gibt.

  3. Hast Sonne im Herzen und Pizza im Bauch, dann bist du glücklich und satt bist du auch.

  4. Stunden, wo der Unsinn waltet, sind so selten. Stört sie nie! Schöner Unsinn, glaubt mir Kinder, er gehört zu Poesie.

  5. Packt dich mal die Krise, dann ruf mich einfach an. Ich bin auch kein Riese, doch tu ich, was ich kann.

  6. Denke Dein Vorhaben fertig, lege Dein Ziel genau fest. Mache es in Größe und Anspruch wertig, und dann erst plane den Rest.

  7. Bei all Deinen Sorgen merke Dir eins: Besser Du lebst fünf vor zwölf als eins nach keins.

  8. Von folgendem Spruch mach gerne Gebrauch: Verspreche nichts, und das halte dann auch!

  9. Ein Kluger und ein Dummer machen mir keinen Kummer; aber die schlimmste Sorte von Leuten sind die Halbgescheiten.

  10. Das meiste im Leben ist schlecht, drum bin ich gar nicht froh; die Dunkelheit ist echt, das Licht aber scheint nur so.

  11. Das Leben ist eine Hühnerleiter, von oben bis unten - ich weiß nicht weiter.

  12. Ob gut, ob schlecht das Jahr auch sei: ein bisschen Frühling ist immer dabei!

  13. Geh fröhlich hin durchs blumenreiche Leben und pflücke manche Blume dir. Nicht nur für bittren Gram hat Gott das Leben uns gegeben, nein, auch für Freuden sind wir hier.

  14. Ich wollt ein Sträußlein binden, da kam die dunkle Nacht. Kein Blümlein war zu finden. Sonst hätt ich's dir gebracht.

  15. Ich wollte gern ein Kränzlein binden, konnt aber keine Blumen finden. Der Schnee hat alles zugedeckt, und die Blümchen sind versteckt.

  16. Wie das Veilchen sei bescheiden, wie der Frühling reich an Freuden.

  17. Dem kleinen Veilchen gleich, das im Verborgenen blüht, sei immer fromm und gut, auch wenn dich niemand sieht.

  18. Das Veilchen am Bache, das Röslein am Strauch sind alle zwei herzig, und du bist es auch!

  19. Ein Blütenkranz ist unser Leben, wo Knospe sich an Knospe drängt, mit süßem Wohlgeruch umgeben. Doch, ach, zu oft mit Dornen untermengt.

  20. Kein Sternlein blinkt im Walde. Weiß weder Weg noch Ort: Die Blumen an der Halde, die Blumen in dem Walde, die blühn im Dunkeln fort.

    Theodor Storm

  21. Tulpen, Nelken, Rosen, mach nicht in die Hosen. Du musst deine Ängste dämpfen und um deine Rechte kämpfen.

  22. Das Denken ist der Prozess, durch den niedrige Instinkte verwandelt werden.

    Walter Rathenau

  23. Still mit dem Aber! Die Aber kosten Überlegung

    Gotthold Ephraim Lessing

  24. Man lese ein Buch, und lasse es auf sich einwirken, gebe sich dieser Einwirkung hin, so wird man zum richtigen Urteil darüber kommen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  25. Keine Leserei erfordert eine so strenge Diät, als das Lesen abgerissener, hingestreuter Gedanken.

    Johann Gottfried Herder

  26. Die Ehrgeizigen und die Wollüstigen haben nur selten Zeit zu denken.

    Voltaire

  27. Ein guter Mensch ging von uns. Doch die Gedanken bleiben für immer.

  28. Lieber beim Laufen sparen als beim Denken.

  29. Wer die Welt zuviel liebt, kommt nicht dazu, über sie nachzudenken; wer sie zu wenig liebt, kann nicht gründlich genug über sie denken.

    Christian Morgenstern

  30. Man muß die Zukunft im Sinn haben und die Vergangenheit in den Akten

    Charles de Talleyrand

  31. Zur Größe hat sich schon mancher aufgerungen, aufgeschwungen, aufgeduldet, keiner aber hat sich noch zu ihr aufgeblasen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  32. Die Strafe, die züchtigt ohne zu verhüten, heißt Rache.

    Albert Camus

  33. Über manche Gedankenlücke bilden Zitate die Eselsbrücke.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  34. Denken heißt Vergleichen.

    Walter Rathenau

  35. Alle Spekulationen, vielleicht alles Philosophieren ist nur ein Denken in Spiralen: Wir kommen wohl höher, aber nicht eigentlich weiter, und dem Zentrum der Welt bleiben wir immer gleich fern.

    Arthur Schnitzler

  36. Die Waage gleicht der großen Welt: Das Leichte steigt, das Schwere fällt.

    Gotthold Ephraim Lessing

  37. Eine Sache, die niemand glaubt, kann nicht oft genug bewiesen werden.

    George Bernard Shaw

  38. Um zu handeln, muss man toll sein. Ein einigermaßen vernünftiger Mensch begnügt sich mit dem Denken.

    Georges Clemenceau

  39. Schwimmt man lang im Abgrund der Gedanken, so wird man matt

    Lord Byron

  40. Die Wahrheit liegt zwischen zwei Extremen, aber nicht in der Mitte.

    Moritz Heimann

  41. Wir sollten aus keinem Gedanken mehr machen, als er aus uns macht.

    Moritz Heimann

  42. Kleider machen Leute, sagen die Leute, die Kleider machen.

    Daniel Spitzer

  43. Bist du traurig, hast du Sorgen, soll ich dir mein Lächeln borgen? Macht’s dich happy, bringst’s dir Glück, gib’s mir irgendwann zurück!

  44. Österreich ist eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  45. Wie nah wohl zuweilen unsere Gedanken an einer großen Entdeckung hinstreichen mögen?

    Georg Christoph Lichtenberg

  46. Gedanken leben ebenso von der Bestätigung wie vom Widerspruch

    Stefan Zweig

  47. Prägnante Sätze sind wie scharfe Nägel, welche die Wahrheit in unser Gedächtnis hineinzwingen.

    Denis Diderot

  48. Ein Kampfplatz ist die Welt. Das Kränzlein und die Kron' trägt keiner, der nicht kämpft, mit Ruhm und Ehr' davon.

  49. Vertrau auf die Menschen und brich nicht den Stab, wenn sie auch Böses verschuldet. Du weißt nicht, was das Leben ihnen zu tragen gab und was sie im Stillen erduldet. Doch kannst du ihr Handeln au …

  50. Ich gedenke oft solcher Politiker, wenn ich im Dorfe von einem Hund angebellt werde, der zweite nachbellt, und alle bellen, und keiner kann sagen warum.

    Karl Julius Weber

  51. Der Mensch sollte alle seine Werke zunächst einmal in seinem Herzen erwägen, bevor er sie ausführt.

    Hildegard von Bingen

  52. Alles ist komisch, solange es jemand anderem passiert.

    William Penn Adair Rogers

  53. Denke scharf nach und entscheide innerhalb von sieben Atemzügen.

  54. Vorurteile sind wie ein Blumenstrauß, den man wenigstens von Zeit zu Zeit neu arrangieren sollte.

    Luther Burbank

  55. Es geht mit den Kindern des Geistes wie mit den irdischen: sie wachsen, während sie schlafen.

    Hans Christian Andersen

  56. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung: Er kann denken. Er hat Bewußtsein seiner selbst.

    René Descartes

  57. Die Falten um die Stirne dein lass sie nur heiter ranken, das sind die Narben, die darein geschlagen die Gedanken.

    Joseph Victor von Scheffel

  58. Die Ideen entzünden einander wie die elektrischen Funken.

    Johann Jakob Engel

  59. Auch der ehrlichste Mensch, wenn er alle seine Handlungen und Gedanken nach den Gesetzen genau untersucht, wird finden, dass er in seinem Leben wenigstens zehnmal den Galgen verdient hat.

    Michel de Montaigne

  60. Wie ist jede, aber auch jede Sprache schön, wenn in ihr nicht geschwätzt, sondern gesagt wird.

    Christian Morgenstern