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Sprüche über Gedanken

755 Sprüche — Seite 8

Lange bevor Handlungen sichtbar werden, nehmen Gedanken bereits Gestalt im Inneren an. Sie ordnen Wahrnehmung, nähren Hoffnung, vergrößern Angst oder eröffnen neue Möglichkeiten und prägen damit still, aber nachhaltig das Leben eines Menschen. Darum zählt dieses Thema zu den grundlegendsten Feldern jeder Selbsterkenntnis.

In ihnen entscheidet sich oft, wie Wirklichkeit gedeutet und Zukunft entworfen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie mächtig das Denken sein kann und warum Klarheit, Sammlung und innere Wachheit nicht bloß geistige Tugenden, sondern Voraussetzungen eines bewussten Lebens sind.

  1. Denkender Wille ist blind. Das Denken täuscht über den Willen in uns.

    Oswald Spengler

  2. Ich verstehe unter Geist die Kraft der Seele, welche denkt und Vorstellungen bildet.

    Aristoteles

  3. Der Mut stellt sich die Wege kürzer vor

    Johann Wolfgang von Goethe

  4. Religion ist das letzte Ziel, wohin alle unsere Gedanken und Handlungen gehen müssen.

    Friedrich Gottlieb Klopstock

  5. Der Mensch beginnt nicht leicht zu denken. Sobald er aber erst einmal den Anfang damit gemacht hat, hört er nicht mehr auf.

    Jean-Jacques Rousseau

  6. Dunkel sind die Wege, die das Schicksal geht.

    Euripides

  7. Ein Mühlstein und ein Menschenherz wird stets herumgetrieben; wo beides nichts zu reiben hat, wird beides selbst zerrieben.

    Friedrich von Logau

  8. Nichts macht schneller alt als der immer vorschwebende Gedanke, dass man älter wird.

    Georg Christoph Lichtenberg

  9. Die Mädchen lernen leichter fühlen als die Männer denken.

    Voltaire

  10. Es gibt wirklich sehr viele Menschen, die bloß lesen, damit sie nicht denken dürfen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  11. Manche meinen, wenn sie ein Echo hören, der Ton stamme von Ihnen.

    Ernest Miller Hemingway

  12. Wahre Herzensdemut kann nur der Gedanke an Gott und der Blick in die große Natur geben.

    Karl Julius Weber

  13. Kaum gedacht, kaum gedacht, war der Lust ein End' gemacht.

    Wilhelm Hauff

  14. Der Weg des Geistes ist der Umweg.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  15. Ein Wortspiel ist ein glühendes Lockeneisen in der Hand der Narrheit, womit sie die Gedanken krümmt.

    E.T.A. Hoffmann

  16. In erster Linie habe ich stets die Regel befolgt, mir deprimierende Gedanken fernzuhalten.

    Wladimir Iljitsch Lenin

  17. Alles Denken ist wesentlich optimistisch. Der vollendete Pessimist würde verstummen und -sterben

    Christian Morgenstern

  18. "Pietät" ist unter Umständen die raffinierteste Art des Egoismus.

    Hermann Sudermann

  19. Im Fortschritt der Geschichte nimmt die Phantasie ab und das Denken zu.

    Charles Robert Darwin

  20. Denken ist, was viele Leute zu tun glauben, wenn sie ihre Vorurteile ordnen.

    William James

  21. Nur wer wirklich wichtig genug ist, wird eventuell auch mit unfreundlichen Blicken bedacht. In unwichtige Personen investiert man weder Gedanke, Blicke noch Zeit.

    Christa Schyboll

  22. Ziehe dich nicht zurück in die Burg deiner Gedanken - teile Freude und Leid mit deinen Nächsten.

  23. Ich muss einen gewaltigen Kopf haben, denn zuweilen brauche ich eine ganze Woche, um ihn mir zu zerbrechen.

    Mark Twain

  24. Alles Schöne ist ein selbst erleuchtetes, vollendetes Individuum.

    Novalis

  25. Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.

    Luther Burbank

  26. Dem einen geh'n die Haare aus, dem ander'n die Gedanken.

  27. Die Sprache ist die Kleidung der Gedanken

    Samuel Johnson

  28. Die Gesunden und Kranken haben ungleiche Gedanken.

  29. Der freie Mensch denkt an nichts weniger als an den Tod; und seine Weisheit ist ein Nachsinnen über das Leben.

    Baruch de Spinoza

  30. Täglich, bei aller Mühe und Arbeit, sehe ich, dass nicht mein Wille, sondern der Wille einer höheren Macht geschieht, deren Gedanken nicht meine Gedanken sind.

    Johann Wolfgang von Goethe

  31. Wer im Laufe eines Jahres nur einen neuen Gedanken gehabt hat, der hat sein Jahr verdient

    Henry de Montherlant

  32. Wär ich eine Gärtnerin, pflanzt ich dir ein Veilchen hin. Wär ich eine Dichterin, schrieb ich dir ein Verslein hin. Weil ich keins von beiden bin, schreib ich meinen Namen hin:

  33. Die Distel spach zur Rose: "Was bist du nicht ein Distelstrauch? Dann wärst du doch was nütze, dann fräßen dich die Esel auch!"

    Friedrich von Bodenstedt

  34. Wer, wenn das Vaterland in Not ist, einen anderen Gedanken als dessen Rettung fühlt, ist nicht wert, in einem freien Staate zu leben.

    Friedrich Maximilian von Klinger

  35. Künstler haben gewöhnlich die Meinung von uns, die wir von ihren Werken haben.

    Georg Christoph Lichtenberg

  36. Bisweilen stelle ich mir die Farben als lebendige Gedanken vor, Wesen reiner Vernunft, mit denen ich mich auseinander setzen kann. Die Natur existiert nicht an der Oberfläche, sie geht in die Tiefe.

    Paul Cezanne

  37. Der wichtigste Gedanke auf dem Gipfel gilt dem Weg nach unten.

    Reinhold Messner

  38. Die Zeit an sich betrachtet ist völlig wertlos, sie erhält den Wert für uns erst durch unsere Tätigkeit in ihr

    Adolph Kolping

  39. Mögest du Ruhe finden, wenn der Tag sich neigt und deine Gedanken noch einmal die Orte aufsuchen, an denen du heute Gutes erfahren hast. Auf dass die Erinnerung dich wärmt und gute Träume deinen S …

  40. Nenne den größten aller Erfinder: Es ist der Zufall.

    Mark Twain

  41. Fester Entschluß und beharrliche Durchführung eines einfachen Gedankens führen am sichersten zum Ziel.

    Helmuth James Graf von Moltke

  42. Sei stolz und frei beim Fühlen und Denken: Gott hat dir Herzensfreudigkeit gegeben, um alles rings mit Fülle zu beleben und Kraft genug, dein Erdenschiff zu lenken.

    Carmen Sylva

  43. Wer das Alphabet erschaffen, hat uns den Faden unserer Gedanken und den Schlüssel der Natur in die Hand gegeben.

    Antoine de Rivarol

  44. Wahre Gemütsruhe ist nur in der Unruhe geistiger Arbeit zu finden.

    Ernst Friedrich August Rietschel

  45. Ein graues Haar steckt all die andern an!

    Rupert Johann Hammerling

  46. Jede Zeit wie jeder Mensch hat ein gewisses Gedankenfeld, über das hinaus nichts wahrgenommen wird.

    Bertha Freifrau von Suttner

  47. Höchst anmutig sei das Danken.

    Johann Wolfgang von Goethe

  48. Nur wer von Herzen negativ denkt, kann positiv überrascht werden

    Albert Einstein

  49. Neujahrswunsch: weniger Rede, mehr Gedanken, weniger Interessen, mehr Gemeinsinn, weniger Wissen, mehr Urteil, weniger Zwiespalt, mehr Charakter.

    Walter Rathenau

  50. Ich bin durchaus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfahrungen, was allerdings ungefähr auf dasselbe hinauskommt

    Oscar Wilde

  51. Gute Gedanken muss man auch von rückwärts anschauen können.

    Novalis

  52. Viel Denken, nicht viel Wissen soll man pflegen.

    Demokrit

  53. Man lese wenig und denke lange über das Gelesene nach.

    Friedrich Melchior Baron von Grimm

  54. Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht.

    Fritz Grünbaum

  55. Niemals davon sprechen, immer daran denken.

    Leon Gambetta

  56. Träume sind der Sonntag des Denkens

  57. Große Gedanken wachsen nur auf einem Herzensgrund, den große Schmerzen tief aufgefurcht haben.

    Carl Hilty

  58. Es ist falsch, wenn man sich zu Herzen nimmt, was man in den Wind schlagen sollte.

    Baltasar Gracián y Morales

  59. Ein gewöhnlicher Verstand ist wie ein schlechter Jagdhund, der die Fährte eines Gedankens schnell annimmt und schnell wieder verliert.

    Hugo von Hofmannsthal

  60. Die Kraft des Morgens bleibe bei mir, die Stärke und Weisheit der Gedanken mögen mich begleiten. Lass mich deinen Weg erkennen bis ich schlafen gehe in dieser Nacht.