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Sprüche über Gedanken

755 Sprüche — Seite 6

Lange bevor Handlungen sichtbar werden, nehmen Gedanken bereits Gestalt im Inneren an. Sie ordnen Wahrnehmung, nähren Hoffnung, vergrößern Angst oder eröffnen neue Möglichkeiten und prägen damit still, aber nachhaltig das Leben eines Menschen. Darum zählt dieses Thema zu den grundlegendsten Feldern jeder Selbsterkenntnis.

In ihnen entscheidet sich oft, wie Wirklichkeit gedeutet und Zukunft entworfen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie mächtig das Denken sein kann und warum Klarheit, Sammlung und innere Wachheit nicht bloß geistige Tugenden, sondern Voraussetzungen eines bewussten Lebens sind.

  1. Musik ist das Geräusch, das denkt.

    Victor-Marie Hugo

  2. Oft ist das Denken schwer, indes das Schreiben geht auch ohne es.

    Wilhelm Busch

  3. Denke, was schön ist, und fühle, was schön ist.

    Paula Modersohn-Becker

  4. Niemand ist so beflissen, immer neue Eindrücke zu sammeln wie der, der die alten nicht zu verarbeiten versteht.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  5. Sprichwörter sind ein öffentlicher Unterstützungsverein für Leute ohne eigene Gedanken.

    Wilhelm Raabe

  6. Wer Unheil ausbrütet, wird es auch fliegen lassen

    Wilhelm Raabe

  7. Wenn der Kopf raucht, riechen die Gedanken verbrannt.

  8. Nur die Töne sind imstande, die Gedankenrätsel zu lösen, die oft in unserer Seele geweckt werden.

    Hans Christian Andersen

  9. In phantasiereichen Menschen liegen, wie in heißen Ländern oder auf Bergen, alle Extreme enger aneinander.

    Jean Paul

  10. In die Stille zu horchen, lässt Antworten finden.

    Else Pannek

  11. Der Anfang jeder Tugend ist Rat und Überlegung, ihr Ende und ihr höchstes Maß Beständigkeit

    Demosthenes

  12. Nichts ist so undenkbar wie das Denken; es sei denn, die Abwesenheit des Denkens

    Samuel Butler

  13. Um zu sprechen, muß man denken, zumindest annäherungsweise.

    Voltaire

  14. Gedanken, die uns kommen, sind besser als solche, die wir uns machen.

    Joseph Joubert

  15. Ich wollte einmal hoch hinaufsteigen, um tief in mich hineinsehen zu können.

    Reinhold Messner

  16. Das Wichtigste im Verkehr mit Menschen: ihnen ihre Ausreden wegräumen.

    Arthur Schnitzler

  17. Der Mensch denkt immer anders als das Schicksal.

    Publius Syrus

  18. Was wir ein Leben nennen, ist für den ganzen ewigen inneren Menschen nur ein einziger Gedanke, ein unteilbares Gefühl.

    Friedrich von Schlegel

  19. Ich habe es stets abgelehnt, verstanden zu werden. Verstanden werden heisst sich prostituieren

    Fernando Pessoa

  20. Ideologie ist Ordnung auf Kosten des Weiterdenkens.

    Friedrich Dürrenmatt

  21. Freundschaft braucht gewisse Lebensparallelen und eine Gemeinsamkeit der Gedanken.

    Henry Adams

  22. Was nützt die Freiheit des Denkens, wenn sie nicht zur Freiheit des Handelns führt.

    Jonathan Swift

  23. Die Menschen scheinen die Sprache nicht empfangen zu haben, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben

    Sören Kierkegaard

  24. Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.

    Christian Friedrich Hebbel

  25. Das Große kommt nicht allein durch Impuls zustande, sondern ist eine Aneinanderkettung kleiner Dinge, die zu einem Ganzen vereint worden sind.

    Vincent van Gogh

  26. Im Abgrund der Geschichte ist für alle Platz.

    Paul Valéry

  27. Was der Mensch im Innersten sein Leben lang empfindet, wahrnimmt, fühlt, denkt, begehrt - das erlebt ihm keiner nach.

    Ernst Thälmann

  28. Das Grün der Wiesen erfreue deine Augen, das Blau des Himmels überstrahle deinen Kummer, die Sanftheit der kommenden Nacht mache alle dunklen Gedanken unsichtbar.

  29. Probleme kann man niemals mit der selben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind

    Albert Einstein

  30. Ein Gedanke, der richtig ist, kann auf die Dauer nicht niedergelogen werden

    Otto von Bismarck

  31. Adam hat es der Eva geklagt: "Wir Menschen sind doch schrecklich geplagt!" "Eine alte Geschichte!" hat Eva gesagt.

    Daniel Sanders

  32. Denken ist interessanter als Wissen, aber nicht als Anschauen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  33. Einst war die Seltenheit der Bücher den Fortschritten der Wissenschaft nachteilig, jetzt ist es deren Überzahl, die verwirrt und eigenes Denken verhindert

    Karl Julius Weber

  34. Mögen deine Gedanken manchmal mitten am Tag auf eine Reise gehen, in ferne Welten eintauchen, fremd und verlockend bunt und schön.

  35. Leben ist die Kunst, taugliche Schlußfolgerungen aus unzureichenden Prämissen zu ziehen.

    Samuel Butler

  36. Der erfolgreichste Politiker ist derjenige, der das sagt, was alle denken, und der es am lautesten sagt.

    Franklin D. Roosevelt

  37. Die Wirklichkeit ist nur ein Teil des Möglichen.

    Friedrich Dürrenmatt

  38. Die Frau die nachdenkt, ist verloren.

    Joseph Addison

  39. Denn in der Freundschaft werden alle Gedanken, alle Wünsche, alle Erwartungen ohne Worte geboren und geteilt, mit Freude, die keinen Beifall braucht.

    Khalil Gibran

  40. Auch das Denken schadet bisweilen der Gesundheit.

    Aristoteles

  41. Die Wahrheit ist eine Arznei, die angreift.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  42. Das Leben ist die Idee in ihrem unmittelbaren Dasein.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  43. Der Tod selbst ist für den, der nachdenkt, nichts so Ernstes wie die Ehe.

    Walter Savage Landor

  44. Wenn wir bedenken, dass wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt.

    Mark Twain

  45. Das Augenfällige wird immer erst gesehen, nachdem es einer in schlichte Worte gefasst hat

    Khalil Gibran

  46. Man ist groß durch das, was man denkt, nicht durch das Glück.

    Sully Prudhomme

  47. Denken ist die Arbeit des Intellekts, Träumen sein Vergnügen.

    Victor-Marie Hugo

  48. Das Lesen der guten Bücher gleicht einer Unterhaltung mit ihren Verfassern, als den besten Männern vergangener Zeiten, und zwar einer auserlesenen Unterhaltung, in welcher sie uns nur ihre besten Geda …

    René Descartes

  49. Lerne zu warten, warten ist hart, aber bedenke: Kommt Zeit, kommt Bart!

  50. Denken lernt man nicht an Regeln zum Denken, sondern an Stoff zum Denken.

    Jean Paul

  51. Maß in Büchern, Gedanken und Stil üben auf den Geist denselben guten Eindruck aus, den ein ruhiges Antlitz auf unsere Augen und unsere Stimmung macht.

    Joseph Joubert

  52. Das Urteil der Menge mache dich immer nachdenklich, aber niemals verzagt.

    August von Platen

  53. Die Gegenwart eines Gedankens ist wie die Gegenwart einer Geliebten

    Arthur Schopenhauer

  54. Das Gesicht ist das Protokoll des Charakters.

    Karl Julius Weber

  55. Derjenige, der sich mit Einsicht für beschränkt erklärt, ist der Vollkommenheit am nächsten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  56. Wer verrät, er verwahre ein Geheimnis, hat schon dessen Hälfte ausgeliefert; und die zweite wird er nicht lange behalten.

    Jean Paul

  57. Rede wenig, denke mehr, vieles Schwätzen bringt nicht Ehr.

  58. Handle wie einer, der denkt - denke wie einer, der handelt

    Henry Ford

  59. Wenn du helle Dinge denkst, ziehst du helle Dinge an dich heran

    Prentice Mulford

  60. Ein Gedanke, der nicht gefährlich ist, ist gar nicht wert, ein Gedanke zu heißen

    Oscar Wilde