Sprüche über Fleiss
673 Sprüche — Seite 10
Was vollendet erscheint, verdankt sich nur selten bloßem Talent. Fleiss ist jene stille Kraft, die wiederholt, verbessert, durchhält und selbst dort noch weiterarbeitet, wo die erste Begeisterung längst verflogen ist. Deshalb gilt er seit jeher als Grundlage verlässlicher Leistung und dauerhaften Gelingens.
Sein Ansehen rührt daher, dass er nicht blendet, sondern trägt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng Fleiss mit Geduld, Ordnung und Zieltreue verbunden ist und warum viele große Ergebnisse am Ende auf der unspektakulären Bereitschaft beruhen, das Notwendige immer wieder zu tun.
Fleissig, wie der Hund den Flöhen wehrt.
Gott hilft dem Fleiß.
Das Wissen hängt vom Studium ab, durch Taten kommt man zur Vernunft, Wohlstand erreicht man durch Fleiß, der Erfolg jedoch hängt ab vom Schicksal.
Ich ruf euch eure Abkunft ins Gewissen: Ihr seid nicht da, zu leben gleich den Kühen, doch zum Verfolg von Tüchtigkeit und Wissen.
— Dante Alighieri
Jeder ist der Sohn der eigenen Arbeit.
— Samuel Smiles
Reichen die Wurzeln tief, gedeihen die Zweige
Bei jeder Arbeit ist es vor allem wichtig, dass man zuerst einmal einfach irgendwie anfängt. Dann kommt die Sache in Fluß.
— Carl Hilty
Wer sich am wenigsten auf Glück verlässt, behauptet sich am besten.
— Nicolaus Machiavelli
Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten.
— Gottfried Keller
Kann ich nicht Dombaumeister sein, behau, ich als Steinmetz einen Stein. Fehlt mir auch dazu Geschick und Verstand, trage ich Mörtel herbei und Sand
— Rudolf Baumbach
Ob du wenig tust oder viel, drauf kommt's nicht an! Ich seh nur auf das Ziel - die Richtung macht den Mann.
— Eduard von Bauernfeld
Es gibt nur sittliche Unterschiede unter den Menschen, und jemand, der Höheres fühlt, muss Höheres leisten.
— Carl Friedrich Paul Ernst
Bei der Arbeit recht Beginnen, beim Genießen rechter Schluss!
— Franz Emanuel August Geibel
Warte nie, bis du Zeit hast!
Machen Sie es sich zur Aufgabe, höheren Ansprüchen zu genügen, als andere an Sie stellen.
— Henry Ward Beecher
Nichts ist mühsam, was man willig tut.
— Thomas Jefferson
Es gibt bereits alle guten Vorsätze, wir brauchen sie nur noch anzuwenden.
— Blaise Pascal
Durch mehr tun, als dazu gehört, ward oft schon gut in schlecht umgekehrt.
Willst du einen guten Ruf haben, so triff niemals die Sonne in deinem Bett
Ein fleißig herumgetragener Bettelsack ernährt seinen Herrn.
Gute Bücher sind die Quintessenz der tüchtigen Geister, der Inbegriff ihrer Kenntnisse, die Frucht iher langen Nachtwachen.
— Marquis de Vauvenargues
Die Ehrgeizigen und die Wollüstigen haben nur selten Zeit zu denken.
— Voltaire
Ein kluger Mensch lässt sich von Schwierigkeiten nicht entmutigen; er verdoppelt seine Energie und seinen Fleiß, setzt seine Bemühungen standhaft fort und kommt schließlich sicher zum Erfolg.
— Philip Chesterfield
Durch Ausharren ebnen wir Berge, setzen dem Meere Grenzen und machen aus Steinen Städte und Paläste und Mauern.
— Karl Julius Weber
Das Zubehör eines Sängers: Ein großer Brustkorb, ein großer Mund, neunzig Prozent Gedächtnis, zehn Prozent Intelligenz, sehr viel schwere Arbeit und ein gewisses Etwas im Herzen.
— Enrico Caruso
Orden werden verdient, erdient oder erdienert.
— Otto von Bismarck
Durch Forschen nur gewinnt man Gelassenheit in allem Tun.
— Sophokles
Bohre den Brunnen, ehe du Durst hast.
Die Gegenwart, in der der Mensch lebt, wird nicht für ihn genußreich durch ruhigen Besitz des Erworbenen, sondern durch das Streben nach höheren Zielen.
— Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg
Große Werke werden nicht durch Kraft, sondern durch Ausdauer geschaffen.
— Samuel Johnson
Tüchtigkeit ist nur ein Wert unter vielen - Lebenskunst ist ein anderer.
— John Knittel
Jede Rede scheint eitel und nichtig, sobald die Tat ihr nicht Nachdruck gibt.
— Demosthenes
Frauenarbeit – klein und behende, hat einen Anfang und kein Ende.
— René Descartes
Des Genius Bruder ist der Fleiß.
— Ernst Friedr. Ludwig Adolf Eckstein
Faulheit findet alles schwer, der Fleiß macht alles leicht.
— Johann Jakob Engel
Tue bei der Arbeit immer zuerst das Nötigste, das aber greife frisch und bei der Hauptsache an. Das ist das Mittel, um zu vielem Zeit zu haben.
— Carl Hilty
Nicht mehr tun ist die beste Abbitte.
In wichtigen Dingen soll man nicht abenteuern.
Wer seinen Acker mit Fleiß baut, soll Brots genug haben.
Wie man den Acker bestellt, so trägt er.
Was der Acker nicht trägt, muss der Buckel tragen.
Was einer angefangen oder zugeschnitten, soll ein anderer nicht ausmachen.
Wer nichts an die Angel steckt, der fängt nichts.
Wenn du die Angel ziehst zu früh, so fängst du nie.
Angst und Schrecken bringen den Lahmen auf die Beine.
Wer sich anspannen lässt, der muss ziehen.
Wer bauen will, muss zwei Pfennige für einen rechnen.
Es ist eine Schande, lange dienen und doch ungeschickt bleiben.
Was die Egge bestrichen und die Hacke bedecket, das folgt dem Erbe
Der Faule sucht einen Herrn, der ihm in der Woche sieben Feiertage gibt
Die Faulen kehren sich lang im Bett und wenden dem Teufel den Braten
Willst du nicht lernen mit der Feder schreiben, schreib mit der Mistgabel
Wer zeitig feiern will, muss fleissig arbeiten
Wer alle Tage feiert, der fragt nichts nach dem Sonntag
Nach vielen Feiertagen kommt selten ein guter Werktag
Wer nichts recht tut, hat nie Feierabend
Was ein Streber werden will, krümmt sich beizeiten.
— Peter Hille
Bei fleißiger Arbeit und guter Verdauung verbessert sich auch deine Weltanschauung.
— Eduard von Bauernfeld
Wer im Großen siegen will, sei im Kleinen fleißig; von eins, zwei kommt man zu drei, von dem Drei zu Dreißig
— Ernst Moritz Arndt
Besser zweimal fragen als einmal irregehen