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Sprüche über Fehler

570 Sprüche — Seite 3

Kaum etwas wird so gern vermieden und ist doch so unvermeidlich wie der Fehler. In ihm zeigt sich menschliche Begrenzung, aber auch die Möglichkeit, aus Irrtum Erkenntnis zu gewinnen und sich weiterzuentwickeln. Deshalb gehört dieses Thema nicht nur zur Schwäche, sondern ebenso zur Reifung eines Menschen.

Entscheidend ist weniger, ob ein Fehler geschieht, als wie mit ihm umgegangen wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Schuld und Lernfähigkeit, Nachsicht und Selbstkritik und machen deutlich, dass Fortschritt oft erst dort beginnt, wo Unvollkommenheit nicht geleugnet, sondern ehrlich angenommen wird.

  1. Wer sich beurteilt nur nach sich, gelangt zu falschen Schlüssen; du selbst erkennst so wenig dich, als du dich selbst kannst küssen.

    Friedrich von Bodenstedt

  2. Jedem kann es mal passieren, dass er Unsinn redet, schlimm wird es erst, wenn er es feierlich tut

    Michel de Montaigne

  3. Es muss ein Defekt sein, in Geldwert zu denken, wenn die Währung Leben heißt.

    Else Pannek

  4. Halt dein Rösslein nur im Zügel, kommst ja doch nicht allzu weit. Hinter jedem neuen Hügel dehnt sich die Unendlichkeit. Nenne niemand dumm und säumig, der das Nächste recht bedenkt. Ach, die Wel …

    Wilhelm Busch

  5. Keine Arbeit im Dienste der Forschung ist nutzlos, selbst dann nicht, wenn sie von falschen Voraussetzungen ausgeht.

    Fridtjof Nansen

  6. Um in der Welt Erfolg zu haben, braucht man Tugenden, die beliebt, und Fehler, die gefürchtet machen.

    Joseph Joubert

  7. Alle menschlichen Verfehlungen sind das Ergebnis eines Mangels an Liebe.

    Alfred Adler

  8. Jeder Mensch hat Druckfehler und Schreibfehler. Gegen seine Schreibfehler sei man in Gottes Namen so streng, wie man will. Aber die Druckfehler, die ihm der Druck des Schicksals beigebracht hat, gege …

    Gottlieb Moritz Saphir

  9. Was in einem Jahrhundert für recht und gut gehalten wird, kann in einem andern unrecht und unpassend sein.

    Thomas Paine

  10. Die Natur scheint es weise eingerichtet zu haben, dass die Torheiten der Menschen schnell vorübergehen; doch die Bücher verewigen diese.

    Michel de Montaigne

  11. Das Glück heilt uns von mehr Fehlern, als die Vernunft es vermag.

    François de la Rochefoucauld

  12. Der schlimmste Fehler der Menschen ist ihr Mangel an Einfühlungsvermögen. Darum vermag sich auch so selten einer den richtigen Begriff von seines Nächsten Leiden zu machen

    Joseph Addison

  13. Wer tiefer irrt, der wird auch tiefer weise.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  14. Wer leben will und sich wohl befinden, kümm're sich nicht um des Nachbarn Sünden.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  15. Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen

    Dietrich Bonhoeffer

  16. Einen Fehler durch eine Lüge zu verdecken heißt, einen Flecken durch ein Loch zu ersetzen

    Aristoteles

  17. Man sollte keine Zeit dafür verlieren, über vergangene Fehler nachzubrüten, sondern aus den Fehlern lernen und vorwärts gehen.

  18. Die großen Tugenden machen einen Menschen bewundernswert, die kleinen Fehler machen ihn liebenswert.

    Pearl S. Buck

  19. Das, wobei unsere Berechnungen versagen, nennen wir Zufall.

    Albert Einstein

  20. Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.

    Johann Wolfgang von Goethe

  21. Ich möchte ewig leben. Und sei es nur, um zu sehen, dass die Menschen in 100 Jahren dieselben Fehler machen wie ich.

    Winston Churchill

  22. Der Mensch möchte gern vor den Folgen seiner Laster bewahrt werden, aber nicht vor den Lastern selbst.

    Ralph Waldo Emerson

  23. Wir lernen aus Erfahrung, dass die Menschen nicht aus Erfahrung lernen

    George Bernard Shaw

  24. Das hat der liebe Gott nicht gut gemacht: Allen Dingen hat er Grenzen gesetzt, nur der Dummheit nicht.

    Konrad Adenauer

  25. Der edle Mensch hilft seinen Mitmenschen, das Gute in ihnen zur Reife zu bringen, nicht aber das Schlechte. Der niedrig Gesinnte tut das Gegenteil.

    Konfuzius

  26. Ein großer Geist irrt sich so gut wie ein kleiner; jener, weil er keine Schranken kennt; und dieser, weil er seinen Horizont für die Welt nimmt

    Johann Wolfgang von Goethe

  27. Frauen finden tausend Entschuldigungen für die Torheit derjenigen, die sie lieben.

    Henry Fielding

  28. Deinen Mitmenschen darfst du vieles verzeihen, dir selber aber nichts

    Konfuzius

  29. Die Eltern wollen nie der Kinder Fehler erkennen.

    Konfuzius

  30. Man ist immer froh, kleine Mängel an geliebten Personen zu finden, um sie nur ohne Verzug verzeihen und sogar mitlieben zu können.

    Gottfried Keller

  31. Wer über die Fehler anderer lacht, macht selber einen.

  32. Es steht schlimm um einen Menschen, an dem man nicht einen einzigen sympathischen Fehler entdecken kann

    Benjamin Disraeli

  33. Beim Ratgeben sind wir alle weise, aber blind bei eigenen Fehlern.

    Euripides

  34. Man unternehme das Leichte, als wäre es schwer, damit das Selbstvertrauen uns nicht sorglos macht; und das Schwere, als wäre es leicht, damit die Zaghaftigkeit uns nicht mutlos macht.

    Baltasar Gracián y Morales

  35. Lernen sollst du aus den Fehlern deines Vaters und nicht sie benutzen zur Entschuldigung für deine eigenen.

    George Bernard Shaw

  36. Narren lernen, wenn sie lernen, auf eigene Kosten. Der Kluge lernt auf Kosten der Narren.

  37. Alle Menschen, ausgenommen die Damen, spricht der Weise, "sind mangelhaft".

    Wilhelm Busch

  38. Wer am falschen Faden arbeitet, zerstört das ganze Gewebe.

    Konfuzius

  39. Alle Sorgen des Lebens stürzen über uns zusammen, weil wir uns weigern, jeden Tag eine Weile still in unserem Zimmer zu sitzen.

    Blaise Pascal

  40. Eine große Lehre, die man oft geben kann, ist das Geständnis der eigenen Unzulänglichkeiten.

    Denis Diderot

  41. Auch der beste Gaul stolpert einmal

  42. Der Mensch sollte sich niemals genieren einen Irrtum zuzugeben, zeigt er doch damit, dass er sich entwickelt, dass er gescheiter ist als gestern.

    Jonathan Swift

  43. Wer Angst hat vor der Zukunft, hat in der Vergangenheit nicht richtig gelebt.

  44. Schlauheit ist die Kunst, eigene Fehler zu verbergen und die Schwächen anderer bloßzulegen.

    William Hazlitt

  45. Ein Freund, der mir den Spiegel zeiget, den kleinsten Flecken nicht verschweiget, mich freundlich warnt, mich herzlich schilt, wenn ich nicht meine Pflicht erfüllt: Der ist mein Freund!

    Christian Fürchtegott Gellert

  46. Wir haben uns die Erde nicht unterworfen. Wir haben ihr nur tiefe Wunden geschlagen.

    Georg Simmel

  47. Es ist in vielen Fällen Dingen eine schlimme Sache um die Gewohnheit. Sie macht, dass man Unrecht für Recht und Irrtum für Wahrheit hält.

    Georg Christoph Lichtenberg

  48. Die Hälfte des Lebens verbringt der Mensch damit, die falschen Vorstellungen seiner Vorfahren loszuwerden; die andere damit, seinen Kindern falsche Ansichten beizubringen.

    Winston Churchill

  49. Die Selbstbezichtigung ist auch eine Art Luxus. Wenn wir uns selbst die Schuld geben, glauben wir, niemand sonst habe das Recht, uns die Schuld zu geben.

    Oscar Wilde

  50. Wenn deine Grundsätze dich traurig machen, verlass dich drauf: Sie sind falsch.

    Robert Louis Stevenson

  51. Zehn Jahre lang Gutes tun ist nicht genug. Einen Tag Böses tun ist zuviel.

  52. Das Leben beseitigt manchen Fehler der Erziehung und manchen Vorzug der Erziehung.

    Otto Weiss

  53. Höher steht gerades Scheitern als krummer Sieg.

    Sophokles

  54. Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch.

    René Descartes

  55. Es gibt keine reine Wahrheit, aber ebensowenig einen reinen Irrtum.

    Christian Friedrich Hebbel

  56. Gefahr droht immer dort, wo man seine eigenen Fehler nicht eingestehen will

  57. Glaube an Autoritäten bewirkt, dass Fehler der Autoritäten zu Vorbildern werden.

    Leo Tolstoi

  58. In der Tat bestehen die meisten Irrtümer nur darin, dass wir die Worte nicht richtig auf die Dinge anwenden

    Baruch de Spinoza

  59. Die Menschen schämen sich nicht des Unrechts, das sie tun, sondern dessen, das sie leiden.

    Giacomo Leopardi

  60. Man muss die Musik des Lebens hören. Die meisten hören nur die Dissonanzen.

    Theodor Fontane