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Sprüche über Fehler

570 Sprüche — Seite 4

Kaum etwas wird so gern vermieden und ist doch so unvermeidlich wie der Fehler. In ihm zeigt sich menschliche Begrenzung, aber auch die Möglichkeit, aus Irrtum Erkenntnis zu gewinnen und sich weiterzuentwickeln. Deshalb gehört dieses Thema nicht nur zur Schwäche, sondern ebenso zur Reifung eines Menschen.

Entscheidend ist weniger, ob ein Fehler geschieht, als wie mit ihm umgegangen wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Schuld und Lernfähigkeit, Nachsicht und Selbstkritik und machen deutlich, dass Fortschritt oft erst dort beginnt, wo Unvollkommenheit nicht geleugnet, sondern ehrlich angenommen wird.

  1. In der Tat bestehen die meisten Irrtümer nur darin, dass wir die Worte nicht richtig auf die Dinge anwenden

    Baruch de Spinoza

  2. Ich lerne, wenn ich gescheitert bin und nicht, wenn ich Erfolg hatte.

    Reinhold Messner

  3. Wer zwei Dinge auf einmal tut, die geraten selten gut.

    Bernhard Freidank

  4. Lieben uns die Frauen, so verzeihen sie uns alles, selbst unsere Vergehen. Lieben sie uns nicht, so verzeihen sie uns nichts, selbst unsere Tugenden nicht.

    Honoré de Balzac

  5. Mancher ist einem trotz seines Verdienstes zuwider, und mancher trotz seiner Fehler angenehm.

    François de la Rochefoucauld

  6. Unsere Fehlschläge sind lehrreicher als unsere Erfolge

    Henry Ford

  7. Ich begehe nie den Fehler, mich mit Menschen zu streiten, deren Ansichten ich nicht achte.

    Edward Gibbon

  8. Nur der Betrug entehrt, der Irrtum nie

    Georg Christoph Lichtenberg

  9. Man verachtet nicht alle, welche Laster haben, wohl aber jeden, der keine Tugend hat.

    François de la Rochefoucauld

  10. Erfolg ist ein Gesetz der Serie, und Misserfolge sind Zwischenergebnisse. Wer weitermacht, kann gar nicht verhindern, dass er irgendwann auch Erfolg hat.

    Thomas Alva Edison

  11. Die erste Stelle im Paradies werden diejenigen einnehmen, die sich in der Ehe getäuscht haben und doch ausharren.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  12. Wo Leid ist, ist Irrtum - wo Schmerz ist, muss immer etwas falsch sein.

    Prentice Mulford

  13. Der Mensch lernt nur auf eigene Kosten.

  14. Schuld haben sie beide nicht: Weder der Mensch, noch das Schicksal; sie passen nur immer ganz genau aufeinander.

    Wilhelm Raabe

  15. Die schlechten Gewohnheiten wollen wir wie minderwertige Menschen, die uns lange Zeit schwer geschädigt haben, endgültig vertreiben.

    Epikur

  16. Wer die Menschen gründlich erforscht und das Verkehrte in ihrem Denken, Fühlen, Geschmack und Streben erkannt hat, kommt zur Einsicht, dass ihnen Unbeständigkeit weniger schadet als Eigensinn.

    Jean de la Bruyère

  17. Überhaupt hat der Fortschritt an sich, dass er viel größer ausschaut, als er wirklich ist.

    Johann Nepomuk Nestroy

  18. Stehenbleiben, Warten, Nichtstun ist der schlimmste von allen Entschlüssen.

    August Graf von Werder

  19. Taktlosigkeit ist der lästigste und widerwärtigste der menschlichen Fehler, denn du kannst dich nicht gegen sie verteidigen, nicht einmal durch Grobheit.

    Anselm Feuerbach

  20. Deine Reue sei lebendiger Wille, fester Vorsatz. Begangene Fehler zu betrauern ist zu nichts nütze

    August von Platen

  21. Zuviel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zuviel Mißtrauen ist immer ein Unglück.

    Johann Nepomuk Nestroy

  22. Die Tinte macht uns wohl gelehrt, doch ärgert sie sich, wo sie nicht hingehört. Geschrieben Wort ist Perlen gleich, ein Tintenkleks ein böser Streich.

    Johann Wolfgang von Goethe

  23. Sie lieben die Menschen und verachten den einzelnen Unglücklichen.

    Fjodor M. Dostojewski

  24. Es hat keinen Sinn, dem Spiegel die Schuld zu geben, wenn das Gesicht entstellt ist.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  25. Der Mensch sollte sich nie schämen, zuzugeben, dass er Unrecht hatte. Damit drückt er - in anderen Worten - nur aus, dass er heute klüger ist als gestern.

    Alexander Pope

  26. Beim Beginne einer Unternehmung und unweit des Zieles ist die Gefahr des Misslingens am größten. Wenn Schiffe scheitern, so geschieht es nahe am Ufer.

    Ludwig Börne

  27. Ist eine Sache geschehen, dann rede nicht darüber; es ist schwer, verschüttetes Wasser wieder zu sammeln.

  28. Schüchternheit ist ein Fehler, den man nicht tadeln darf, wenn man ihn heilen will.

    François de la Rochefoucauld

  29. Die Menschen fangen erst mit Fehlern an, bevor sie sich bessern können.

  30. Eine Regierung soll ihre Sünden gleich am Anfang begehen, dann bleibt genug Zeit für Reue.

    Georges Clemenceau

  31. Jede Wirtschft beruht auf dem Kreditsystem, der irrtümlichen Annahme, der andere werde gepumptes Geld zurück zahlen

    Kurt Tucholsky

  32. Abrüstung mit Frieden zu vermengen ist ein schwerer Fehler.

    Winston Churchill

  33. Morgen sollen alle Fehler korrigiert werden; aber dieses Morgen kommt niemals.

  34. Willst du eine Frau, die einen Fehler hat, nicht nehmen, so wirst du eine mit zweien nehmen

  35. Je weniger jemand ist, je mehr Stolz wird er haben, und je geneigter wird er sein, an anderen Fehler, gute Eigenschaften aber nicht zu bemerken.

    Heinrich von Kleist

  36. Auch wenn man Leute mit gutem Grund beschimpft, muss man maßhalten.

    Maxim Gorki

  37. Eine schlecht beobachtete Tatsache ist tückischer als ein falscher Schluß.

    Paul Valéry

  38. Es ist besser, feurig von Geist zu sein, selbst wenn man dann mehr Fehler begeht, als beschränkt und übervorsichtig.

    Vincent van Gogh

  39. Man fällt nicht über seine Fehler! Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen.

    Kurt Tucholsky

  40. Wer den Mund hält, weil er unrecht hat, ist ein Weiser. Wer den Mund hält, obwohl er recht hat, ist verheiratet oder Pfeifenraucher.

    George Bernard Shaw

  41. Ungerechtfertigtes Lob kann Schwache gefährden, ungerechter Tadel auch Starke vom rechten Weg ableiten.

    Georg Ebers

  42. Misserfolg ist die Chance, es beim nächsten Mal besser zu machen.

    Henry Ford

  43. Eine falsche Allgemeinbildung und damit die Verflachung der Bildung haben dazu geführt, dass jeder jedes zu können glaubt

    Kurt Tucholsky

  44. Die Änderung der eigenen Misere von anderen zu verlangen, ist einfach und unwirksam.

    Else Pannek

  45. Wie wenige Menschen, auch die tapfersten, haben jemals den Mut, klar einzugestehen, ihre Anschauung von gestern sei Irrtum und Unsinn gewesen.

    Stefan Zweig

  46. Wo Fehler sind, da ist auch Erfahrung.

    Anton Tschechow

  47. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen ohne Laster auch keine Tugenden haben.

    Abraham Lincoln

  48. Auch der Erfinder der Schrift hat Schreibfehler gemacht.

  49. Ehe man tadelt, sollte man immer erst versuchen, ob man nicht entschuldigen kann.

    Georg Christoph Lichtenberg

  50. Keine Reue ist so schmerzlich wie die vergebliche.

    Charles John Huffam Dickens

  51. Ich meine, es müsste einmal ein sehr großer Schmerz über die Menschen kommen, wenn sie erkennen, dass sie sich nicht geliebt haben, wie sie sich hätten lieben können.

    Christian Morgenstern

  52. Am meisten ist und wahrsten der mein Freund, der warm, nicht heiß, das Gute, das ich habe, und streng nicht, doch genau den Fehl auch sieht.

    Friedrich Gottlieb Klopstock

  53. Die größte Sünde gegen den menschlichen Geist ist, Dinge ohne Beweis zu glauben

    Thomas Henry Huxley

  54. Liebe: auch ein Problem, das Marx nicht gelöst hat

    Jean Anouilh

  55. Wenn weise Männer nicht irrten, müssten Narren verzweifeln

    Johann Wolfgang von Goethe

  56. Das ist der größte Vorwurf an die Deutschen: Dass sie trotz ihrer Intelligenz und trotz ihres Mutes immer die Macht anhimmeln.

    Winston Churchill

  57. Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eigenen berichtigen.

    Jean Paul

  58. Mögen wir noch so viele Eigenschaften haben, die Welt achtet nur auf unsere schlechten.

    Jean-Baptiste Molière

  59. Über das Ziel hinausschießen ist eben so schlimm, wie nicht ans Ziel kommen.

    Konfuzius

  60. An kleinen Dingen muss man sich nicht stoßen, wenn man zu großen auf dem Weg ist.

    Christian Friedrich Hebbel