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Sprüche über Fehler

570 Sprüche — Seite 6

Kaum etwas wird so gern vermieden und ist doch so unvermeidlich wie der Fehler. In ihm zeigt sich menschliche Begrenzung, aber auch die Möglichkeit, aus Irrtum Erkenntnis zu gewinnen und sich weiterzuentwickeln. Deshalb gehört dieses Thema nicht nur zur Schwäche, sondern ebenso zur Reifung eines Menschen.

Entscheidend ist weniger, ob ein Fehler geschieht, als wie mit ihm umgegangen wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Schuld und Lernfähigkeit, Nachsicht und Selbstkritik und machen deutlich, dass Fortschritt oft erst dort beginnt, wo Unvollkommenheit nicht geleugnet, sondern ehrlich angenommen wird.

  1. Alle Männer sind so, sie schätzen gering, was sie besitzen, und kehren begierig zu dem zurück, was sie durch eigene Schuld verloren haben.

    Alfred de Musset

  2. Schlechte Kandidaten werden gewählt von guten Bürgern, die nicht zur Wahl gehen.

    Thomas Jefferson

  3. Nach Meinung der Sozialisten ist es ein Laster, Gewinne zu erzielen. Ich bin dagegen der Ansicht, dass es ein Laster ist, Verluste zu machen.

    Winston Churchill

  4. Ein Pferd hat vier Beine und stolpert doch.

  5. Betrachte denjenigen, der deine Fehler aufdeckt, als jemanden, der dir etwas von einem verborgenen Schatz zeigt.

  6. Das Vergnügen, recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.

    Voltaire

  7. Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen entdecken.

    Johann Wolfgang von Goethe

  8. Wenn ein Intelligenter die falsche Sache vertritt, ist das noch schlimmer, als wenn ein Dummkopf für die richtige eintritt.

    Georges Clemenceau

  9. Wir dürfen unsere Fehler nicht verheimlichen, weil der Feind das ausnutzen könnte. Wer das fürchtet, ist kein Revolutionär.

    Wladimir Iljitsch Lenin

  10. Denk an deine eigenen Fehler im ersten Teil der Nacht, wenn du wach daliegst; denk an die Fehler eines anderen im zweiten Teil der Nacht, wenn du schläfst.

  11. Man muss verstehen, die Früchte seiner Niederlagen zu ernten

    Otto Stössl

  12. Man muss einen Fehler mit Anmut rügen, und mit Würde bekennen.

    Friedrich von Schiller

  13. Gelegentlich führt uns erst ein Fehler auf den richtigen Weg

    Konrad Adenauer

  14. Flut und Feuer kennen kein Erbarmen.

  15. Alle Leidenschaften lassen uns Fehler machen, aber die Liebe lässt uns die lächerlichsten begehen.

    François de la Rochefoucauld

  16. Wer ein Vergehen übergeht, lädt zu neuen Fehltritten ein.

    Publius Syrus

  17. Man tut den Frauen Unrecht, wenn man sagt, sie würden immer zu spät fertig; es ist nicht wahr: sie fangen immer nur zu spät an.

    Gottlieb Moritz Saphir

  18. Das Falsche ist oft die Wahrheit, die auf dem Kopf steht.

    Albert Einstein

  19. Wenn aber gesagt worden ist, man solle die Vorfahren nachahmen, dann schließt das freilich aus, dass man ihre Fehler nachmachen muß.

    Marcus Tullius Cicero

  20. Fremde Erfahrungen ritzen die Haut, eigene Erfahrungen schneiden ins Fleisch.

  21. Nicht die Vollkommenen brauchen Liebe, sondern die Unvollkommenen

    Oscar Wilde

  22. Gehen lernt man durch Stolpern.

  23. Die meisten unserer Fehler erkennen und legen wir erst dann ab, wenn wir sie an den anderen entdeckt und gesehen haben, wie sie denen stehen.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  24. Die folgenschwersten Fehler passieren, wenn der Mensch sich für unfehlbar hält.

    Else Pannek

  25. Lieber fehlerhaft beginnen als perfekt warten "keep it simple"

  26. Der gemeinste Mensch ist, wer keine Entschuldigung annimmt, keine Sünde deckt und keinen Fehler vergibt

  27. Gegen das Fehlschlagen eines Planes gibt es keinen besseren Trost, als auf der Stelle einen neuen zu machen oder bereitzuhalten

    Jean Paul

  28. Der Mensch wird nicht für seine Sünden bestraft, sondern durch sie

    Elbert Green Hubbard

  29. Das Leben ist kurz und seine Zeit zu verlieren ist eine Sünde.

    Albert Camus

  30. Auch in der besten Frau steckt noch eine Teufelsrippe.

  31. Ein Fehler, den man erkennt, ist schon halb gebessert.

  32. Wer die Dachrinne nicht ausbessert, muss das ganze Haus instand setzen.

  33. Ganz sicher sein heißt sich laut irren.

    Ambrose Bierce

  34. Der Kritiker hat immer Recht, unfehlbar wie der Kletterspecht: Die Eiche trotzt dem stärksten Sturm, der Specht entdeckt in ihr den Wurm.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  35. Wir wundern uns nie über den Sonnenaufgang einer Freude, sondern über den Sonnenuntergang derselben.

    Jean Paul

  36. Klatschen heißt anderer Leute Sünden beichten.

    Wilhelm Busch

  37. Der Fortschritt von Fluss zu Ozean ist weniger schnell als der von Mensch zu Irrtum.

    Voltaire

  38. Ich wäre am begierigsten, die Fehler der Engel zu wissen.

    Jean Paul

  39. Die Natur versteht keinen Spass, sie ist immer wahr, sie hat immer recht, und die Fehler und Irrtümer sind immer die der Menschen

    Johann Wolfgang von Goethe

  40. Wer irregegangen ist, der kann andern desto besser den Weg zeigen.

    Christoph Lehmann

  41. Wer auf Hochachtung pocht, fordert alles um sich zum Tadel heraus. Eine jede Entdeckung auch des mindesten Fehlers macht jedermann eine wahre Freude.

    Immanuel Kant

  42. Ein guter Mensch, der seine Fehler nicht eingesteht und sich stets rechtfertigen will, kann zum Ungeheuer werden.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  43. Eine faule Ausrede verringert das Gewicht aller guten Gründe, die man schon vorgebracht hat.

    Jonathan Swift

  44. Der Ärzte Fehler werden mit Erde verdeckt, und die der Reichen mit Geld

  45. Kein Mensch brachte es jemals zu Größe und Güte anders als durch viele und große Fehler

    William Ewart Gladstone

  46. Anderer Fehler sind gute Fehler

  47. Liebe ist gemeinsame Freude an der wechselseitigen Unvollkommenheit.

    Ludwig Börne

  48. Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben.

    Jean-Jacques Rousseau

  49. Der Ärzte Fehler werden mit Erde verdeckt, und die der Reichen mit Geld.

  50. Ich glaube, dass die Ungeduld, mit der man seinem Ziele zueilt, die Klippe ist, an der gerade oft die besten Menschen scheitern.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  51. Das Leben ist wie ein geschicktes Zahnausziehen: Man denkt immer, das Eigentliche solle erst kommen, bis man plötzlich sieht, dass alles vorbei ist.

    Otto von Bismarck

  52. Schlimmer als die böse Tat ist das Böse-sein

    Dietrich Bonhoeffer

  53. Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen selbst anerzogen haben.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  54. Bist du allein, so gedenke deiner Schwächen, bist du in Gesellschaft, so sprich nicht von denen der anderen.

  55. Der Vater sieht nicht wohl, die Mutter drückt ein Auge zu.

  56. Wenn wir keine Fehler hätten, würden wir nicht mit so großem Vergnügen Fehler bei anderen entdecken.

    François de la Rochefoucauld

  57. Wer es einmal soweit gebracht hat, dass er nicht mehr irrt, der hat auch zu arbeiten aufgehört

    Max Planck

  58. Ihr Unzufriedenen in der Ehe habt euch eure Leiden selbst zugezogen, weil ihr so unbesonnen, so eilig, so vernunftlos in euerer Wahl waret.

    Abraham a Sancta Clara

  59. Die Erfahrung ist eine teure Schule, aber Narren wollen anderswo nicht lernen.

    Benjamin Franklin

  60. Wir tadeln an anderen nur die Fehler, von denen wir keinen Nutzen ziehen.

    Alexandre Dumas