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Sprüche über Erinnerung

470 Sprüche — Seite 2

Was vergangen ist, verschwindet nicht einfach, sondern lebt in der Erinnerung in neuer Form weiter. Sie bewahrt Stimmen, Gesichter, Schmerzen und Glücksmomente und verbindet damit Gegenwart und Vergangenheit auf eine Weise, die kein Besitz ersetzen kann. Deshalb gehört dieses Thema zu den innigsten Bereichen menschlichen Erlebens.

In stillen Augenblicken zeigt sich, wie sehr Erinnerung trösten, schmerzen und Identität stiften kann. Die Sprüche zu diesem Thema fassen jene innere Spurensammlung in Worte, durch die Menschen und Zeiten nicht ganz verloren gehen.

  1. Wenn auch die Menschen sterblich sind, die ich liebe, es ist doch das Unsterbliche, was ich an Ihnen vor allem liebte.

    Franz von Sales

  2. Durch Sanftmut wirst du mehr gewinnen als durch Gewalt und Ungestüm.

    Jean de La Fontaine

  3. Gesegnet sind die, die geben können, ohne sich daran zu erinnern und die, die nehmen können, ohne es zu vergessen

    Elizabeth Bibesco

  4. Wenn Dir ein Narr erzählt, dass die Seele mit dem Körper zusammen vergeht, und das, was einmal tot ist, niemals wiederkehrt, so sage ihm: Die Blume geht zugrunde, aber der Same bleibt zurück und …

    Khalil Gibran

  5. Ein Mensch ist nicht tot, solange er in unserem Herzen weiterlebt

  6. Geh nicht nur die glatten Straßen. Geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub.

    Antoine de Saint-Exupéry

  7. Wenn Du an mich denkst, erinnere Dich an die Stunde, in welcher Du mich am liebsten hattest

    Rainer Maria Rilke

  8. Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten.

    Wilhelm Busch

  9. Meist belehrt erst der Verlust über den Wert der Dinge.

    Arthur Schopenhauer

  10. Wenn du denkst, die ganze Welt sei schlecht, dann vergiss nicht, dass Leute wie du darin leben.

    Mahatma Gandhi

  11. Ein Kopf ohne Gedächtnis ist eine Festung ohne Besatzung.

    Napoleon

  12. Vergeude keine frischen Tränen für alten Kummer.

    Euripides

  13. Erinnere die Mitmenschen an ihren Sorgen, dann wird dir leicht ums Herz.

    Jeremias Gotthelf

  14. Alte haben gewöhnlich vergessen, dass sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, dass sie alt sind, und Junge begreifen nie, dass sie alt werden können.

    Kurt Tucholsky

  15. Das Leben besteht aus den Tagen, an die man sich erinnert.

  16. Jemanden vergessen wollen heißt, an ihn denken.

    Jean de la Bruyère

  17. Alte Lieben und glimmendes Holz flammen jederzeit wieder auf.

  18. Viele Denkmäler werden aus den Steinen errichtet, die man den Toten zu Lebzeiten nachgeworfen hat.

  19. In früheren Zeiten bediente man sich der Folter. Heutzutage bedient man sich der Presse. Das ist gewiss ein Fortschritt.

    Oscar Wilde

  20. In den Herzen derer zu leben, die wir zurücklassen, heißt nicht zu sterben.