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Was wir die Wirklichkeit nennen

Spruchbild: Was wir die Wirklichkeit nennen,  ist eine bestimmte Beziehung zwischen Empfindungen und E …

Was wir die Wirklichkeit nennen, ist eine bestimmte Beziehung zwischen Empfindungen und Erinnerungen, die uns gleichzeitig umgeben.

Bedeutung

Proust beschreibt Wirklichkeit nicht als bloßen äußeren Bestand, sondern als Beziehung von Empfindungen und Erinnerungen. Was wir real nennen, entsteht demnach im Zusammenspiel dessen, was uns gerade sinnlich umgibt, und dessen, was in uns gespeichert ist. Der Satz passt zu Prousts Interesse an Erinnerung: Gegenwart wird nie ganz unberührt wahrgenommen. Sie ist immer auch von früheren Eindrücken, Gefühlen und inneren Verknüpfungen mitgeformt und gefärbt.

Verwendung

Geeignet für literarische Analysen, philosophische Essays, Texte über Erinnerung, Wahrnehmung oder Biografie. Der Spruch passt, wenn Wirklichkeit subjektiver und feiner verstanden werden soll als reine Tatsache. Für schlichte Grußkarten ist er zu abstrakt, in Bildungs- und Literaturkontexten aber tragfähig.

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Über Marcel Proust

Über den Autor

Schriftsteller · Französisch · 1871 - 1922

Marcel Proust (1871–1922) war ein französischer Schriftsteller, dessen siebenbändiger Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" die französische Romanliteratur des frühen 20. Jahrhunderts dominiert.

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Proust wurde am 10. Juli 1871 in Paris geboren und starb dort am 18. November 1922. Neben seiner literarischen Tätigkeit trat er auch als Sozialkritiker hervor. Sein monumentales Romanwerk gilt bis heute als Meisterleistung der Weltliteratur und kreist um die menschliche Erinnerung, Zeit und Gesellschaft.

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