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Sprüche über Erinnerung

465 Sprüche — Seite 3

Was vergangen ist, verschwindet nicht einfach, sondern lebt in der Erinnerung in neuer Form weiter. Sie bewahrt Stimmen, Gesichter, Schmerzen und Glücksmomente und verbindet damit Gegenwart und Vergangenheit auf eine Weise, die kein Besitz ersetzen kann. Deshalb gehört dieses Thema zu den innigsten Bereichen menschlichen Erlebens.

In stillen Augenblicken zeigt sich, wie sehr Erinnerung trösten, schmerzen und Identität stiften kann. Die Sprüche zu diesem Thema fassen jene innere Spurensammlung in Worte, durch die Menschen und Zeiten nicht ganz verloren gehen.

  1. Viele Menschen halten ihre Phantasie für ihr Gedächtnis.

    Joseph Billings

  2. Eine Autobiographie zeigt üblicherweise nichts Schlechtes vom Schreibenden, nur sein schlechtes Gedächtnis.

    Franklin P. Jones

  3. Enttäuschungen sollte man verbrennen und nicht einbalsamieren

    Mark Twain

  4. Auch unser edles Sauerkraut, wir wollen's nicht vergessen. Ein Deutscher hat's zuerst gebaut, drum ist's ein deutsches Essen.

    Ludwig Uhland

  5. So wie der Glanz der Sterne, so blühe stets dein Glück, denk auch in weiter Ferne recht oft an mich zurück.

  6. Wenn man seine Kindheit bei sich hat, wird man nie älter

    Johann Wolfgang von Goethe

  7. Die Ahnung der Frau ist meistens zuverlässiger als das Wissen des Mannes.

    Rudyard Kipling

  8. Der Garten, das seid ihr! Nehmt eure Bilder, eure Erinnerungen und eure Visionen, und ihr werdet niemals ohne Garten sein!

  9. Geld hat nicht nur kein Herz, sondern auch keine Ehre und kein Gedächtnis. Geld wird von selbst ehrenwert, wenn man es eine Zeitlang in Besitz hat.

    John Steinbeck

  10. Wir sollten weder im Zorn zurückschauen, noch furchtsam nach vorn, sondern mit offenen Augen umherblicken.

    James Thurber

  11. Geschichte schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  12. Hat man ein Unrecht verziehen, muss man es aus dem Gedächtnis löschen

    Christina I. von Schweden

  13. Je weiter man zurückblicken kann, desto weiter wird man vorausschauen.

    Winston Churchill

  14. Das Sichtbare ist vergangen - es bleibt nur die Liebe und Erinnerung

  15. Die Erinnerung ist ein Friedhof, worauf mehr Kreuze als Blumen stehen.

    Peter Sirius

  16. Wenn auch die Freude eilig ist, so geht doch vor ihr eine lange Hoffnung her, und ihr folgt eine längere Erinnerung nach.

    Jean Paul

  17. Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur, die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.

  18. Wir werden nicht durch die Erinnerung an unsere Vergangenheit weise, sondern durch die Verantwortung für unsere Zukunft.

    George Bernard Shaw

  19. Gott gab uns die Erinnerung, damit wir im Dezember Rosen haben können

  20. Die meisten Menschen wären empört, würde man ihnen sagen, ihr Vater sei ein Gauner gewesen. Sie wären jedoch eher stolz, wenn sie erführen, dass ihr Urgroßvater ein Seeräuber war.

    Johann Peter Hebel

  21. Ich hab' mein Leben überwunden, bin nun befreit von Schmerz und Pein. Denkt nur an unsere frohen Stunden, und laßt mich immer bei euch sein. Gönnet mir die ew'ge Ruh und deckt mich nicht mit Trän …

  22. Oft merkt man erst, wie viel Glück man hatte, wenn das Glück auf einmal nicht mehr da ist.

  23. Irgendwo blüht die Blume des Abschieds und streut immerfort Blütenstaub, den wir atmen, herüber; auch noch im kommendsten Wind atmen wir Abschied.

    Rainer Maria Rilke

  24. Wenn ich einst im Lehnstuhl sitze, und zu gar nichts bin mehr nütze, möcht ich mich an euch erfreuen, die hier keine Mühen scheuen

  25. Lebe so, dass deine Geschichte Zukunft hat.

  26. Vergessen ist oft schwerer als sich zu erinnern

  27. Wer glaubt, dass man seine Vergangenheit nicht ändern kann, hat noch keine Memoiren geschrieben.

  28. Die Stimme, die uns so vertraut war, schweigt. Der Mensch, der unsere Mitte war, ist nicht mehr da. Was bleibt, sind die Spuren der Liebe, geprägt in den vielen Jahres des gemeinsamen Lebensweges. …

  29. Wer sich nicht auf der Schwelle des Augenblicks, alle Vergangenheiten vergessend, niederlassen kann, wer nicht auf einem Punkte wie eine Siegesgöttin ohne Schwindel und Furcht zu stehen vermag, der w …

    Friedrich Nietzsche

  30. Jedermann klagt über sein Gedächtnis, niemand über seinen Verstand.

    François de la Rochefoucauld

  31. "Den Schreck dieses Augenblicks werde ich nie vergessen", fuhr der König fort. "Du wirst ihn vergessen", sagte die Königin, "es sei denn, du errichtest ihm ein Denkmal".

    Lewis Carroll

  32. Wenn Liebe ein Weg und Erinnerung Stufen wären, dann würden wir heraufsteigen und dich zurückholen.

  33. Begrenzt ist das Leben - doch unendlich die Erinnerung.

  34. Wer immer die Wahrheit sagt, wird kein Gedächtniskünstler

    Joachim Ringelnatz

  35. Durch Zufall lernten wir uns kennen, doch war es nur für kurze Zeit, durch Schicksal werden wir uns trennen, vielleicht für alle Ewigkeit. Hab Dank für all die Stunden, die ich mit dir verbracht, …

  36. Es ist töricht und falsch, die Gestorbenen zu betrauern. Wir sollten lieber Gott danken, dass diese Menschen leben durften.

    George Smith Patton

  37. Gehe nicht ohne Gruß und Wort einfach von zu Hause fort, nicht dass es dann geschieht und du es nie wieder siehst.

  38. Ein nahtloses Fließband ist die Zeit, unendlich lang, unendlich breit. Was ist auf solchem Band ein Jahr? Nun, was für dich sein Inhalt war.

  39. Wenn die Flüsse aufwärts fließen, Hirsch und Reh den Jäger schießen, alle Uhren rückwärts gehen, wir im Dunkeln auch gut sehen, und die Mäuse Katzen fressen, dann erst will ich dich vergessen.

  40. Eltern, Freunde und Verwandte, Lehrer, Nachbarn und die Tante, alle soll'n sich hier vereinen und mir im Gedächtnis bleiben.

  41. Wer eine Witwe ins Bett kriegt, kriegt den toten Mann ins Haus.

  42. Das Heisse ist vergessen, hat es erst einmal die Kehle passiert.

  43. Von dem, was man erworben, ist das Beste die Erinnerung, wie man's erworben

    August von Kotzebue

  44. Du kamst, du gingst mit leiser Spur, ein flücht'ger Gast im Erdenreich; Woher? Wohin? Wir wissen nur: Aus Gottes Hand in Gottes Hand.

    Ludwig Uhland

  45. Alles, was uns begegnet, lässt Spuren zurück. Alles trägt unmerklich zu unserer Bildung bei.

    Johann Wolfgang von Goethe

  46. Es ist sicher eine schöne Sache, aus gutem Haus zu sein. Aber der Verdienst gebührt den Vorfahren.

    Plutarch

  47. Vergiss nur nie bei deinem Streben, was deine Eltern dir gegeben, behalt sie lieb ein Leben lang, das ist für sie der schönste Dank!

  48. Wer seine Erfahrungen systematisch miteinander verbindet, wird auch das zuverlässigste Gedächtnis besitzen.

    William James

  49. Sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen, sondern schließe deine Augen und du wirst mich unter euch sehen, jetzt und immer.

  50. Unter Buchen, unter Linden, wirst du einst ein Blümlein finden, welches leise zu dir spricht: "Lebe wohl! vergiss mein nicht".

  51. Frühere Zeiten hält man immer für die besseren.

    Achim von Arnim

  52. Das Leben der Gefühlvollen hat drei Epochen: Erwartung, Vergessen, Erinnerung.

    Nikolai Michailowitsch Karamsin

  53. Jedes Leben hinterlässt Spuren, die sich tief eingraben in die Seele derer, die bereit sind, die Spuren zu sehen und sie lesen zu lernen!

  54. Der Eskimo in Kanada ist gleich mit seiner Nase da, um freundlich sich mit dir zu reiben. So soll auch unsere Freundschaft bleiben: Hab stets die Nase hochgestellt, und reib dich mit der ganzen W …

  55. Dein gedenk ich, still erfreut, selbsten in der Einsamkeit; ja, im dicksten Publikum schwebt mein Geist um Dich herum.

    Wilhelm Busch

  56. Zu verlangen, dass einer alles, was er je gelesen, behalten hätte, ist wie verlangen, dass er alles, was er je gegessen hat, noch in sich trüge

    Arthur Schopenhauer

  57. Wie schade, dass so wenig Raum ist zwischen der Zeit, wo man zu jung, und der, wo man zu alt ist!

    Charles-Louis de Montesquieu

  58. Der Winter geht nicht, ohne einen Blick zurück zu werfen.

  59. Kein größerer Schmerz, als sich erinnern glücklich heiterer Zeit im Unglück

    Dante Alighieri

  60. Jemand an die Gefälligkeiten zu erinnern, die man ihm getan hat, kommt einem Vorwurf gleich.

    Demosthenes