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Sprüche über Erinnerung

465 Sprüche — Seite 5

Was vergangen ist, verschwindet nicht einfach, sondern lebt in der Erinnerung in neuer Form weiter. Sie bewahrt Stimmen, Gesichter, Schmerzen und Glücksmomente und verbindet damit Gegenwart und Vergangenheit auf eine Weise, die kein Besitz ersetzen kann. Deshalb gehört dieses Thema zu den innigsten Bereichen menschlichen Erlebens.

In stillen Augenblicken zeigt sich, wie sehr Erinnerung trösten, schmerzen und Identität stiften kann. Die Sprüche zu diesem Thema fassen jene innere Spurensammlung in Worte, durch die Menschen und Zeiten nicht ganz verloren gehen.

  1. Die Stunden, nicht die Tage, sind die Stützpunkte unserer Erinnerung

    Joachim Ringelnatz

  2. Die Erinnerung jeder überstandenen Not ist eine Schwester der Freude.

    Ludwig Börne

  3. Nur durch die Kinder vergessen wir Erwachsenen nicht, wie das Lachen geht

  4. Nur das Sommergras ist noch da von den Träumen früherer Helden.

    Matsuo Bashō

  5. Wir denken selten bei dem Licht an Finsternis, beim Glück an Elend; bei der Zufriedenheit an Schmerz; aber umgekehrt jederzeit.

    Immanuel Kant

  6. Gläubiger haben ein besseres Gedächtnis als Schuldner.

    Benjamin Franklin

  7. Erinnerung, Sehnsucht, Hoffnung sind die Begleiter der ersten Frühlingsboten, und Sehnsucht beglückt oft mehr als Besitz.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  8. Was der Augenblick geboren, schlang der Augenblick hinab! Aber ewig bleibt es unverloren, was das Herz dem Herzen gab.

    Adalbert Stifter

  9. So, wenn ich schaue in dein Antlitz mild, wo tausend frische Lebenskeime walten, da ist es mir, als ob Natur mein Bild mir aus dem Zauberspiegel vorgehalten.

    Annette von Droste-Hülshoff

  10. Wenn alle Stricke reißen und jedes Band zerbricht, wenn alle dich vergessen, dann denke ich an dich.

  11. Es gibt nichts, das höher, stärker, gesünder und nützlicher für das Leben wäre als eine gute Erinnerung aus der Kindheit, aus dem Elternhause.

    Fjodor M. Dostojewski

  12. Ganz richtig, diese Welt ist nichtig. Auch du, der in Person erscheint, bist ebenfalls nicht gar so wichtig, wie deine Eitelkeit vermeint.

    Wilhelm Busch

  13. Wir loben die gute alte Zeit, leben aber gern in er Gegenwart

    Horaz

  14. Die Dinge, die uns einmal vertraut gewesen sind, werden es uns leicht wieder, und diese Leichtigkeit zusammen mit der Erinnerung macht sie uns teuer, ohne dass wir wissen warum.

    Alfred de Musset

  15. Die Erinnerung an alte Liebe erwacht gar schnell, wenn man sich in der Nähe des Wesens befindet, das sie einst in uns entzündete, die Begierden werden unwiderstehlich, wenn die Illusion nicht du …

    Giacomo Casanova

  16. Wer sich im Sommer über die Sonne freut, trägt sie im Winter in seinem Herzen.

    Rainer Haak

  17. Nicht wie Rosen, nicht wie Nelken, die heut blühn und morgen welken, sondern wie das Immergrün, so soll unsere Freundschaft blühn.

  18. Der Vorsichtige schreibt sein Versprechen auf eine Schiefertafel.

  19. Nie kann ganz die Spur verlaufen einer starken Tat.

    Rainer Maria Rilke

  20. Die Alten möchten die Jugend immer klüger machen, als sie selber ehedem waren; sie vergessen aber, dass auch sie sich damals genau ebenso klüger dünkten als die ihnen ratenden Alten.

    Peter Sirius

  21. Lebe ein gutes, ehrbares Leben - wenn du älter wirst und zurückdenkst, wirst du es ein zweites Mal geniessen können.

    Dalai Lama

  22. Auf den Wegen der Freundschaft soll man kein Gras wachsen lassen

    Marie-Thérese Geoffrin

  23. Am liebsten erinnern sich die Frauen an die Männer, mit denen sie lachen konnten.

    Anton Tschechow

  24. Es grüßen blaue Blümlein licht in deinem Garten klein. Sie bitten dich: Vergiss mein nicht, denn ich gedenke dein.

  25. Die Musik bei einem Hochzeitszug erinnert mich immer an die Musik von Soldaten, die in den Krieg ziehen.

    Christian Johann Heinrich Heine

  26. Wenn ein Freund geht, muss man die Türe schließen, sonst wird es kalt.

    Bertolt Brecht

  27. Wenn getrennt durch viele Meilen wir uns einst nicht wiedersehen, oh, so sollen diese Zeilen dir hier als Erinnerung stehen.

  28. Der Teufel soll dich holen mit Peitschen und Pistolen, wenn du jemals vergisst, wer dein Schulfreund ......... ist.

  29. Durch Zufall lernten wir uns kennen, durch Zufall müssen wir uns trennen, durch Zufall wird es einst geschehen, dass wir uns einmal wiedersehen!

  30. Die Gänse werden im Herbst unruhig, denn ihr Blut erinnert sich, dass es Zeit ist zu ziehen.

    August Strindberg

  31. Glücklich das Volk, dessen Geschichte sich langweilig liest.

    Charles-Louis de Montesquieu

  32. Vergessen und Vergessenwerden! Wer lange lebt auf Erden, der hat wohl diese beiden zu lernen und zu leiden.

    Theodor Storm

  33. Geliehene Bücher wiedergeben, wird oft versäumt von Jungen und Alten. Denn leichter ist es,die Bücher selber, als was drin steht zu behalten.

    Otto Banck

  34. Dort, wo der Fels zum Himmel strebt, wo überm Tal der Adler schwebt, wo tosend der Gebirgsbach schäumt, dort hab ich stets von dir geträumt.

  35. Intuitionen sind Träume, derer man sich erinnert

    Walter Rathenau

  36. Der Hauptzweck der Ausbildung besteht nicht im Lernen, sondern im Vergessen.

    Gilbert Keith Chesterton

  37. Die meisten Meinungen kommen zustande, indem man vergisst, wo man sie gehört oder gelesen hat.

    Moritz Heimann

  38. Große Völker vergessen zwar Leiden, nicht aber Demütigungen.

    Winston Churchill

  39. Begrenzt ist die Zeit des Lebens, doch unendlich die Erinnerung.

  40. Inwiefern sind Minister und Pantoffeln sich oft so gleich? Man gewinnt beide oft erst dann lieb, wenn sie abgetreten sind.

    Gottlieb Moritz Saphir

  41. Manche Richter sind so stolz auf ihre Unbestechlichkeit, dass sie darüber die Gerechtigkeit vergessen

    Oscar Wilde

  42. Doch schmerzlich denkt manch alter Knaster, der von vergangnen Zeiten träumt, an die Gelegenheit zum Laster, die er versäumt.

    Wilhelm Busch

  43. Ein kleines Huhn, man glaubt es kaum, fraß Blätter von dem Gummibaum, dann ging es in den Hühnerstall und legte dort 'nen Gummiball. Und dieser Ball, der ist für dich, dann denkst du später mal a …

  44. Wenn Berg und Tal sich trennen und wir uns nicht mehr kennen, dann schau, wer dieses Blatt, dir einst geschrieben hat.

  45. Was jung ist, will jung sein, das ist so Brauch. Als wir jung waren, wollten wir's auch!

    Cäsar Flaischlen

  46. Den besten Gebrauch von seinem Leben macht derjenige, der es einer Sache widmet, die ihn überdauert.

    William James

  47. Mögest du Ruhe finden, wenn der Tag sich neigt und deine Gedanken noch einmal die Orte aufsuchen, an denen du heute Gutes erfahren hast. Auf dass die Erinnerung dich wärmt und gute Träume deinen S …

  48. Der Ruhm, wie alle Schwindelware, hält selten über tausend Jahre. Zumeist vergeht schon etwas eh'r die Haltbarkeit und die Kulör.

    Wilhelm Busch

  49. Wenn man liebt, dann gedenkt man der Kränkung nicht lange.

    Fjodor M. Dostojewski

  50. Nur der ist tot, der keinen guten Namen hinterlässt.

  51. Große Menschen sind Inhaltsverzeichnise der Menschheit.

    Christian Friedrich Hebbel

  52. So wie der Wind mit den Blättern spielt, genauso spielt das Schicksal mit uns. Man kann die Sonne meiden, und auch das Licht, doch das was man liebt vergißt man nicht.

  53. Nach der Zeit der Tränen und der tiefen Trauer bleibt die Erinnerung. Die Erinnerung ist unsterblich und gibt uns Trost und Kraft.

  54. Mögest du in deinem Herzen dankbar bewahren die kostbare Erinnerung der guten Dinge in deinem Leben.

  55. Unsere Freundschaft, die soll brennen, wie ein Fackellicht im Sturm. Freunde wollen wir uns nennen, bis Rapunzel fällt vom Turm.

  56. Ins Album schreib ich gern mich ein, weil ich nicht möcht vergessen sein. Doch lieber will ich im Herzen stehn, weil's Album könnt verloren gehn.

  57. Der Schmetterling vergisst oft, dass er einmal eine Raupe war.

  58. Wo das Wort von zu Hause bei mir ist, finde ich in der Fremde meinen Weg

    Dietrich Bonhoeffer

  59. Jede Generation lächelt über die Väter, lacht über die Großväter und bewundert die Urgroßväter.

    William Somerset Maugham

  60. Man soll nie vergessen, dass die Gesellschaft lieber unterhalten als unterrichtet sein will

    Adolph Freiherr von Knigge