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Sprüche über Abwechslung

338 Sprüche — Seite 2

Was dem Alltag Farbe, Bewegung und neue Perspektiven verleiht, ist die Abwechslung. Sie bewahrt vor Erstarrung, weckt Sinne und Gedanken und erinnert daran, dass Lebendigkeit oft aus dem Wechsel von Formen, Eindrücken und Erfahrungen entsteht. Darum besitzt dieses Thema eine heitere und zugleich tiefere Lebensbedeutung.

Nicht jede Veränderung schafft schon Bereicherung, doch Monotonie verengt den Blick. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie sehr Abwechslung Kreativität, Freude und Offenheit fördern kann, wenn sie nicht bloß Zerstreuung, sondern wirkliche Belebung bedeutet.

  1. In England gibt es drei Soßen und dreihundertsechzig Religionen, in Frankreich drei Religionen und dreihundertsechzig Soßen.

    Charles de Talleyrand

  2. Leben ist Wandlung: man ist in jedem neuen Augenblicke etwas anderes, als man es bis jetzt war, ist also niemals endgültig man selbst.

    José Ortega y Gasset

  3. Des Menschen Herz ist wie Quecksilber, jetzt da, bald anderswo, heute so, morgen anders gesinnt.

    Martin Luther

  4. Die andere Welt. Es gibt keine andere Welt. Hier oder nirgends ist die ganze Wirklichkeit.

    Ralph Waldo Emerson

  5. Jeder ist ein Trottel, nur auf jeweils auf einem anderen Gebiet.

    William Penn Adair Rogers

  6. Die Ehre ist ein Rechenspiel, bald gilt man nichts, bald gilt man viel.

    Abraham a Sancta Clara

  7. Der Wind des Zeitgeistes weht heute da und morgen da. nd wer sich danach richtet, der wird vom Winde verweht.

    Helmut Kohl

  8. Zwischen einzelnen Frauen sind feinere Unterschiede als zwischen einzelnen Männern. Es gibt keine zwei Frauen von gleichem Charakter, während man Männer scharenweise über einen Leisten schlagen kann.

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  9. Das Unheil, welches die schlechten Bücher anrichten, kann nur durch die guten wieder ausgeglichen werden.

    Germaine Madame de Stael

  10. Wenn du immer deine besten Sachen trägst, bleibt dir kein Sonntagskleid.

  11. Man ist manchmal von sich selbst so verschieden wie von anderen.

    François de la Rochefoucauld

  12. Es gibt zweierlei Frauen in der Welt, solche, die ein Herz haben, und diese lieben einen, dann solche, die kein Herz haben, und diese lieben hundert.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  13. Wandel und Wechsel liebt, wer lebt.

    Richard Wagner

  14. Unsere Köpfe sind wie eine magische Laterne, in der ein Unbekannter ständig kleine Bilder wechselt.

    Stanislaw Brzozowski

  15. Es gibt zwei Arten für Licht zu sorgen: Man kann die Kerze sein oder der Spiegel, der sie reflektiert.

    Edith Wharton

  16. Wissenschaft ist nur Austausch unserer Unwissenheit gegen Unwissenheit von neuer Art.

    Lord Byron

  17. Jedes Ding hat drei Seiten: Eine, die Du siehst, eine, die ich sehe und eine die wir beide nicht sehen.

  18. Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen.

    Leo Tolstoi

  19. Es gibt nichts Beständigeres als die Unbeständigkeit.

    H. J. Christoph von Grimmelshausen

  20. Der Krieg ist nichts anderes als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  21. Wagner hatte reizende Momente aber schreckliche Viertelstunden.

    Gioacchino Rossini

  22. Wenn Blumen, gleichgültig welcher Farben und Formen zusammenstehen, kann nie ein Bild der Disharmonie entstehen.

    Vincent van Gogh

  23. Jede Mode kommt aus der Mode.

  24. Wenig und viel sind wandelbar wie Geschenke, je nachdem wie sie der Gebende oder Empfangene betrachtet.

    Chuang-tzu

  25. Die Herzen sind so ungleich wie die Gesichter.

  26. Die Natur macht Frauen verschieden - die Mode macht sie gleich

    Christina I. von Schweden

  27. Die Jugend wechselt ihre Neigungen aus Lebenslust, das Alter bewahrt sie aus Gewohnheit.

    François de la Rochefoucauld

  28. Das Weib sieht tief. Der Mann sieht weit.

    Christian Dietrich Grabbe

  29. Die Lust zur Lektüre bedeutet einen Austausch von langweiligen Stunden, wie man sie so oft im Leben hat, gegen köstliche Stunden.

    Charles-Louis de Montesquieu

  30. Wir sind alle Blätter an einem Baum, keins dem andern ähnlich, das eine symmetrisch, das andere nicht, und doch alle gleich wichtig dem Ganzen.

    Gotthold Ephraim Lessing

  31. Der Gang der Jahreszeiten ist ein Uhrwerk, wo ein Kuckuck ruft, wenn es Frühling wird.

    Georg Christoph Lichtenberg

  32. Vergiss nicht, dass jede Wolke, so schwarz wie sie ist, dem Himmel zugewandt, doch ihre Sonnenseite hat

    Friedrich Wilhelm Weber

  33. Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.

    Antoine de Saint-Exupéry

  34. Alles auf Erden hat seine Zeit, Frühling und Winter, Freude und Leid

  35. Sei immer froh gestimmt und munter, und lass der Sonne ihren Lauf, am Abend geht sie eben unter, am Morgen jedoch wieder auf.

  36. Wer immer im Lärm sitzt, wird stumpf ... wer immer in der Stille sitzt, auch. Nur die wechselnde Welle trägt des Menschen Schiff.

  37. Bleib nicht auf ebenem Feld, steig nicht zu hoch hinaus, am schönsten sieht die Welt auf halber Höhe aus!

    Friedrich Nietzsche

  38. Es ist wichtig, vieles auszuprobieren, aber noch wichtiger dabei ist, du selbst zu bleiben.

  39. Zur Freundschaft gehört, dass wir einander gleichen, einander in einigem übertreffen, einander in einigem nicht erreichen.

    Jean Paul

  40. Wer einen Unterschied zwischen Leib und Seele macht, besitzt keines von beiden.

    Oscar Wilde

  41. Der Mensch kann nicht tausend Tage ununterbrochen gute Zeiten haben, so wie die Blume nicht hundert Tage blühen kann.

  42. Man kann die Menschen in drei Klassen einteilen: Solche, die sich zu Tode arbeiten, solche, die sich zu Tode sorgen, und solche, die sich zu Tode langweilen.

    Winston Churchill

  43. Gib der Seele einen Sonntag und dem Sonntag eine Seele.

    Peter Rosegger

  44. Abwechslung stärkt den Appetit

  45. Es hilft uns kein Gedeutel, so nimm es, wie es fällt: Der eine hat den Beutel, der andre hat das Geld. Es lässt sich nichts erklopfen: der eine hat den Wein, der andre hat die Pfropfen. Man muss …

    Theodor Fontane

  46. Die Liebe ist bei den Frauen eine Himmelsleiter, bei den Männern ist sie zuerst eine Sturmleiter hinauf, dann die Feuerleiter, auf der man sich in Sicherheit bringt.

    Gottlieb Moritz Saphir

  47. Es schwinden jedes Kummers Falten, so lang des Liedes Zauber walten.

    Friedrich von Schiller

  48. Nur wo Körper- und Geistestätigkeit in geordneter lebendiger Wechselwirkung stehen, ist wahres Leben.

    Friedrich Fröbel

  49. Einen Schuß Wüste braucht der Mensch - um des Glücks der Oase willen

    Martin Kessel

  50. Der Mensch ist vielerlei, aber vernünftig ist er nicht

    Oscar Wilde

  51. Zwischen Weinen und Lachen schwingt die Schaukel des Lebens, zwischen Weinen und Lachen fliegt in ihr der Mensch.

    Christian Morgenstern

  52. Versuchen wir uns doch einmal entschieden auf die Seite des Positiven zu stellen, in jeder Sache.

    Christian Morgenstern

  53. Besser auf neuen Wegen etwas stolpern als in alten Pfaden auf der Stelle zu treten.

  54. Man findet das Vergnügen nur sehr selten dort, wo man es sucht.

    David Lloyd George

  55. Meine Sammlung von Lebensweisheiten: Lust und Leid liegen eng beieinander, Grenzüberschreitung kann Lust und Leid bedeuten. Sie lässt dich spüren, dass du lebst.

    Charles John Huffam Dickens

  56. Das Leben der Gefühlvollen hat drei Epochen: Erwartung, Vergessen, Erinnerung.

    Nikolai Michailowitsch Karamsin

  57. Die stürmischen Wellen an der unruhigen Oberfläche lassen die Tiefen des Ozeans unberührt. Und dem, der an größeren und ewigeren Wirklichkeiten Halt findet, erscheinen die häufigen Wechselfälle sein …

    William James

  58. Im Leben ist's wie am Himmel. Eben dadurch, dass Sternbilder auf der einen Seite runter sinken, müssen neue auf der anderen herauf.

    Jean Paul

  59. Die Natur des Geistes ist so gearbeitet, dass uns der Wechsel meist mehr Erholung schafft als die Ruhe.

    Ernst von Feuchtersleben

  60. Ein Mann wie ich braucht jede sieben Wochen eine andere Geliebte.

    Hermann Löns