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Sprüche über Abwechslung

338 Sprüche — Seite 5

Was dem Alltag Farbe, Bewegung und neue Perspektiven verleiht, ist die Abwechslung. Sie bewahrt vor Erstarrung, weckt Sinne und Gedanken und erinnert daran, dass Lebendigkeit oft aus dem Wechsel von Formen, Eindrücken und Erfahrungen entsteht. Darum besitzt dieses Thema eine heitere und zugleich tiefere Lebensbedeutung.

Nicht jede Veränderung schafft schon Bereicherung, doch Monotonie verengt den Blick. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie sehr Abwechslung Kreativität, Freude und Offenheit fördern kann, wenn sie nicht bloß Zerstreuung, sondern wirkliche Belebung bedeutet.

  1. So viel ist sicher: Reisen tut immer gut

    Voltaire

  2. Die Menschen verkommen, wenn sie kein Festtagskleid anziehen.

    Thomas Carlyle

  3. Eine kleine Reise tut gut, um die Welt zu erneuern.

    Marcel Proust

  4. Soviel sich auch um und in mir ändere, dieselbe Sonne, die mich als Kind bestrahlte, sieht mich unverändert jetzt an.

    Jean Paul

  5. Der Stolz frühstückt mit dem Übermut, speist zu Mittag mit der Armut und isst zu Abend mit der Schande.

    Benjamin Franklin

  6. Schreiben ist die einzige Möglichkeit, ein paar angenehme Leben zur gleichen Zeit zu führen.

    Laurence Sterne

  7. Der einzige Unterschied zwischen einem Maskenfest und einem anderen Fest ist der, dass du beim ersteren zum Schluss die Maske abnimmst, beim letzteren aber nicht.

    Eleonore van der Straten-Sternberg

  8. Unter den Menschen und den Borsdorfer Äpfeln sind nicht die glatten die besten, sondern die rauen mit einigen Warzen.

    Jean Paul

  9. In der Welt ist es sehr selten mit dem Entweder-Oder getan.

    Johann Wolfgang von Goethe

  10. Die Würze einer langen Verlobungszeit liegt darin, dass die Bräute wechseln.

    Alexander Roda Roda

  11. Das Schwein je nur Kartoffeln frisst und keine Schokolade, es weiß ja nicht , wann Sonntag ist, und das ist wirklich schade.

  12. Wohl hundertmal schlägt das Wetter um, das ist des Aprils Privilegium

  13. Wenn sich die Sprüche widersprechen, ist's eine Tugend und kein Verbrechen. Du lernst nur wieder von Blatt zu Blatt, dass jedes Ding zwei Seiten hat.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  14. Ist es das Gute selbst an der schlimmsten Zeit, dass sie vergeht, ist eben dies das Schlimme auch an der besten

    Dante Alighieri

  15. Der Mensch, der gleicht dem Aprilwetter, welches bald schön, bald wild, bald warm, bald kalt, bald trocken, bald naß, bald Sonne, bald Regen, bald Riesel, bald Schnee, bald Blumen, bald Klee.

    Abraham a Sancta Clara

  16. Abwechslung ist des Lebens Reiz, was freilich jede glückliche Ehe zu widerlegen scheint.

    Theodor Fontane

  17. Dass sich die Wogen senken und heben, das ist eben des Meeres Leben. Und dass es hofft von Tag zu Tag, das ist des Herzens Wellenschlag

    Friedrich Rückert

  18. Nur in der Jugend ist man Weltbürger. Die besten unter den Alten sind nur Erdenbürger.

    Ludwig Börne

  19. Wer über den See geht, wechselt den Himmel, doch nicht den Charakter.

    Horaz

  20. Irdisches Glück heißt, das Unglück besucht uns nicht zu regelmäßig.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  21. Unsere Seele muss, wenn sie nicht verkommen will, jeden Tag ihre Wäsche wechseln.

    Gottfried Keller

  22. Die ganze Natur ist eigentlich nichts anderes als ein Zusammenhang von Erscheinungen nach Regeln.

    Immanuel Kant

  23. Mit den Landschaften ist es wie mit den Blumen: Jede fremde dünkt uns die schönste.

    Michel de Montaigne

  24. Es fliessen ineinander Traum und Wachen, Wahrheit und Lüge, Sicherheit ist nirgendwo.

    Arthur Schnitzler

  25. Nimm gegenüber Wandel und Beständigkeit die gleiche Haltung ein, und nichts wird deine Klarheit trüben

    Laotse

  26. Vorurteile sind wie ein Blumenstrauß, den man wenigstens von Zeit zu Zeit neu arrangieren sollte.

    Luther Burbank

  27. So ein ordentlicher Krach macht das Leben pikant.

    John Knittel

  28. Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell.

    Hans Christian Andersen

  29. Das Leben ist entweder ein Seil, oder ein Federbett. Man gebe mir das Seil.

    Albrecht Dürer

  30. Nur wer ein Auge dafür hat, sieht etwas schönes und gutes in jedem Wetter, er findet Schnee, brennende Sonne, Sturm und ruhiges Wetter schön, hat alle Jahreszeiten gern und ist im Grunde damit zu …

    Vincent van Gogh

  31. Wir wissen immer nur, wie eine Frau uns liebt, aber wir erfahren nie, wie sie einen anderen lieben könnte.

    Arthur Schnitzler

  32. Der Mensch hat nicht ein und dasselbe Leben. Er hat viele Leben hintereinander und das ist die Ursache seines Unglücks

    Francois René de Chateaubriand

  33. Keine zwei Menschen gleichen einander, und beide sind froh darüber.

  34. Unser Ich gleicht den Flüssen, die ihren Namen beibehalten und stets anderes Wasser rollen.

    Karl Julius Weber

  35. Man soll in der Kunst das Schöne und Gute in den verschiedensten Gestalten, in denen es sich zeigen mag, anerkennen, statt es nur in einer Richtung zu suchen.

    Adolf Friedrich von Schack

  36. Gekaufte Anerkennung unterliegt dem Börsenkurs.

    Else Pannek

  37. Gewiss ist, dass es Sonne gibt und Regen — dass es Abend wird und Nacht — und dass danach ein Morgen beginnt das ist gewiss.

    Else Pannek

  38. Seien wir neu und erfinderisch von Grund aus. Dichten wir das Leben täglich um.

    Hugo Ball

  39. Alles auf der Welt hat sein zweites Gesicht: die Natur, die Kultur, die Religion, die Kunst, die Politik, die Liebe, alles, alles. Wer das nicht weiß, ist glücklich, ich weiß es.

    Hermann Löns

  40. Wie schnell alle Sterne verschwinden, sobald sich die Sonne erhebt.

    Friedrich von Bodenstedt

  41. Idole und Ideen sind wandelbar. Ideale allein sind unsterblich

    Ottokar Kernstock

  42. Wolken ziehen auf, von Zeit zu Zeit - sie bringen die Chance, ein wenig auszuruhen von der Betrachtung des Mondes.

    Matsuo Bashō

  43. In Träumen, Spiegeln und Wasser trifft man den Himmel und die Erde.

  44. Die Herzen sind so ungleich wie die Gesichter.

  45. Dem frohen Tage folgt ein trüber, doch alles wiegt zuletzt sich auf.

    August von Platen

  46. Und nur Abwechslung gibt dem Leben Reiz und lässt uns seine Unerträglichkeit vergessen.

    Christian Dietrich Grabbe

  47. Der erreicht am meisten, der immer auch anders kann, als er vorhatte.

    Johannes von Müller

  48. Das Leben zeugt Blumen und Bienen. Blumen, das sind die schöpferischen Geister, und Bienen die anderen, die daraus Honig sammeln.

    Christian Morgenstern

  49. Es ist unmöglich, zweimal in denselben Fluss zu springen. Auch wenn wir in dieselben Flüsse steigen, fließt immer anderes Wasser herbei

    Heraklit von Ephesos

  50. Jedesmal, wenn du alle Antworten gelernt hast, wechseln sie alle Fragen.

    Oliver Otis Howard

  51. Die Natur ist immer neu, wenn das Auge frisch bleibt.

    Max von Eyth

  52. Ein vernünftiger Mensch erholt sich bei einer Arbeit von der anderen.

    Helmuth James Graf von Moltke

  53. Die Welt ist ein Schauplatz: Du kommst, du siehst und gehst vorüber

    Matthias Claudius

  54. In der Provinz ist schon Regen eine Zerstreuung.

    Edmond de Goncourt

  55. Der Traum ist ein zweites Leben.

    Gerard de Nerval

  56. Was ich nicht wahrhaben will, hülle ich in einen Scherz

    Emily Elizabeth Dickinson

  57. Im Bett soll man nur leichte und unterhaltende Lektüre zu sich nehmen, sowie spannende und beruhigende, ferner ganz schwere wissenschaftliche und frivole sowie mittelschwere und jede sonstige, andere …

    Kurt Tucholsky

  58. Die Kunst ist in steter Wandlung begriffen. Zeitlose Kunst gibt es nicht, aber die Zeit umspannt das Gestern und das Morgen.

    Ernst von Dombrowski

  59. Eine Stunde ist nicht lediglich eine Stunde; sie ist ein Gefäß, das mit Düften, Tönen, Plänen und Klimaten gefüllt ist.

    Marcel Proust

  60. Vielfalt ist die Würze des Lebens

    Ernst von Wildenbruch