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Sprüche über Abwechslung

338 Sprüche — Seite 3

Was dem Alltag Farbe, Bewegung und neue Perspektiven verleiht, ist die Abwechslung. Sie bewahrt vor Erstarrung, weckt Sinne und Gedanken und erinnert daran, dass Lebendigkeit oft aus dem Wechsel von Formen, Eindrücken und Erfahrungen entsteht. Darum besitzt dieses Thema eine heitere und zugleich tiefere Lebensbedeutung.

Nicht jede Veränderung schafft schon Bereicherung, doch Monotonie verengt den Blick. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie sehr Abwechslung Kreativität, Freude und Offenheit fördern kann, wenn sie nicht bloß Zerstreuung, sondern wirkliche Belebung bedeutet.

  1. Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muß auf Wechsel gefaßt sein.

    Johann Wolfgang von Goethe

  2. Die Natur beginnt immer von neuem mit den gleichen Dingen: den Jahren, den Tagen, den Stunden.

    Blaise Pascal

  3. Ich liebe neue Aufgaben, denn sie spornen mich an.

    Louis Pasteur

  4. Die Natur des Geistes ist so gearbeitet, dass uns der Wechsel meist mehr Erholung schafft als die Ruhe.

    Ernst von Feuchtersleben

  5. Ein Mann wie ich braucht jede sieben Wochen eine andere Geliebte.

    Hermann Löns

  6. Liebe hat ihre eigene Sphäre, ihre eigenen Zwecke, ihre eigenen Pflichten, die von denen der Ehe himmelweit unterschieden sind.

    Jakob Michael R. Lenz

  7. Das Leben der Gefühlvollen hat drei Epochen: Erwartung, Vergessen, Erinnerung.

    Nikolai Michailowitsch Karamsin

  8. Die Liebe ist verschieden; der eine liebt die Mutter, der andere die Tochter und der dritte alle beide.

  9. Jeder Mensch bereitet uns auf irgendeine Art Vergnügen: Der eine, wenn er ein Zimmer betritt, der andere, wenn er es verläßt.

    Hermann Bang

  10. Auch der vornehmste Geist bleibt sich nicht gleich, er ist dem Wachsen und Abnehmen unterworfen.

    Jean de la Bruyère

  11. Lass Dir empfehlen, was Erfahrung mir empfohlen: Von einer Arbeit dient die andre zum Erholen

    Friedrich Rückert

  12. Man kann nicht zweimal in den gleichen Fluß steigen. Es ist jedesmal ein anderer.

  13. Man heilt Leidenschaften nicht durch Verstand, sondern nur durch andere Leidenschaften.

    Ludwig Börne

  14. Das Glück ist wie die Sonne. Ein wenig Schatten muss sein, wenn es dem Menschen wohl werden soll

    Otto Ludwig

  15. Auf jedes Leben muss etwas Regen fallen. Manche Tage müssen dunkel und trübe sein.

    Henry Wadsworth Longfellow

  16. In der Liebe entzückt nur der Anfang. Ich wundere mich deshalb nicht, dass wir gerne so oft aufs neue anfangen

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  17. Die Geschichte ist eine ewige Wiederholung.

    Thukydides

  18. Kluge entfernen sich von den Dingen, ehe sich die Dinge von ihnen entfernen

    Baltasar Gracián y Morales

  19. Jede dunkle Nacht hat ein helles Ende.

  20. Es ist nicht einfach, sein Leben zu einem Erlebnis werden zu lassen; aber man sollte es versuchen

  21. Die Menschen reisen in fremde Länder und staunen über die Höhe der Berge, die Gewalt der Meereswellen, die Länge der Flüsse, die Weite des Ozeans, das Wandern der Sterne; aber sie gehen ohne Staunen …

    Augustinus

  22. Auch der schönste Weg endet irgendwo. Deswegen sollte man rechtzeitig einen anderen suchen.

  23. Alles in der Welt geht in der Wellenlinie. Jede Landstraße und so weiter. Wehe dem, der überall ein Lineal anlegt!

    Wilhelm Raabe

  24. Abwechslung ist eine gute Medizin für die meisten Leiden.

    Christina I. von Schweden

  25. Leben heißt sich verändern. Vollkommen sein heißt, sich oft verändert zu haben.

    John Henry Newman

  26. Wechsle deine Vergnügungen, aber nie deine Freunde!

    Voltaire

  27. Gemeinsamkeiten machen eine Beziehung angenehm, interessant wird sie jedoch erst durch die kleinen Verschiedenheiten.

    Konfuzius

  28. Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

    Augustinus

  29. Die kleinen Dinge machen das Leben aus - so oder so.

  30. Die Lieb umfaßt des Menschen volles Leben, sie ist sein Kerker und sein Himmelreich. Wer sich in Demut liebend hingegeben, der dient und herrscht zugleich.

    Adelbert von Chamisso

  31. Derjenige, der zum erstenmal an Stelle eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.

    Sigmund Freud

  32. Es gibt Menschen, die sich auch innerlich kleiden, wie es die Mode heischt.

    Berthold Auerbach

  33. Die besten Entdeckungsreisen macht man nicht in fremden Ländern, sondern indem man die Welt mit neuen Augen sieht

    Marcel Proust

  34. Menschengemeinschaften haben, genau wie Einzelmenschen, ihre gesunden und kranken Zeiten, ja auch Jugend und Alter, Hoffnung und Verzagtheit.

    John Steinbeck

  35. Es gibt zu viele Sorten von Menschen, als dass man für alle fertige Antworten bereithalten könnte.

    Erasmus von Rotterdam

  36. Ab und zu sollte ein jeder über die Stränge schlagen und seine kühle Nüchternheit für eine Weile vergessen.

    Seneca

  37. Wohl ist es Herbst, doch warte nur ein Weilchen! Der Frühling kommt, der Himmel lacht, es steht die Welt in Veilchen

    Theodor Storm

  38. Wir brauchen nicht so fortzuleben wie wir gestern gelebt haben. Machen wir uns von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden zu neuem Leben ein.

    Christian Morgenstern

  39. In der Liebe fängt man mit Blumennamen an und hört mit Tiernamen auf.

    Eugène Labiche

  40. Die Menschen gleichen sich in den Worten, aber an den Taten kann man sie unterscheiden

    Jean-Baptiste Molière

  41. Man liebt einen Menschen nicht alle Tage.

  42. Ein Wort kann den Sinn wechseln, je nachdem, wer es ausspricht.

    Blaise Pascal

  43. Viele Wege führen zum Gipfel eines Berges, doch die Aussicht bleibt die gleiche

  44. Man beneidet manchem um das, worum er sich bedauert.

    Emanuel Wertheimer

  45. Glückliches Kind, du ahnst noch nicht, wie wunderbar verwickelt und wechselvoll das Leben ist!

    Fridtjof Nansen

  46. Es geht ewig zu Ende, und im Ende keimt ewig der Anfang

    Peter Rosegger

  47. Willst du dich in dem Glück nicht ausgelassen freun, im Unglück nicht unmäßig kränken, so lern so klug wie Eulenspiegel sein: im Unglück gern ans Glück, im Glück ans Unglück denken.

    Christian Fürchtegott Gellert

  48. Jeder nach seinem Sinn wählt seiner Freuden Ort: der Rosenkäfer hier, und der Mistkäfer dort.

    Friedrich Rückert

  49. Wir hören viel, aber wir hören erst eigentlich, wenn wir die wirren Stimmen haben sterben lassen, und nur noch eine spricht. Wir sehen viel, doch wir sehen erst eigentlich, wenn wir die wirren Lich …

    Eckhart von Hochheim

  50. Das Talent des Menschen hat seine Jahreszeiten - wie die Früchte.

    François de la Rochefoucauld

  51. Die Lieb ists schnellste Ding, sie kann für sich allein in einem Augenblick im höchsten Himmel sein.

    Angelus Silesius

  52. Mit der Freude zieht der Schmerz traulich durch die Zeiten. Schwere Stürme, milde Weste, bange Sorgen, frohe Feste. Wandeln sich zu Zeiten. War's nicht so im alten Jahr? Wird's im neuen enden? Son …

    Johann Peter Hebel

  53. Wir mögen die Welt kennen lernen, wie wir wollen, sie wird immer eine Tag- und eine Nachtseite behalten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  54. Sei nicht eine Wind- und Wetterfahne und fang nicht immer Neues an! Was du dir wohl hast vorgesetzt, dabei beharre bis zuletzt.

    Robert Reinick

  55. Die Mode ist weiblichen Geschlechts, hat folglich ihre Launen

    Karl Julius Weber

  56. Übrigens hat man, wenn man es zeitenweis bei den Menschen nicht mehr aushält, die Tiere.

    Friedrich Vischer

  57. Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.

    Charles Robert Darwin

  58. Tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.

    Christian Morgenstern

  59. Der Wechsel vergnügt die menschlichen Sinnen, dies lehrt uns der Umgang und auch die Natur.

    Johann Christian Günther

  60. Wir lieben die Frauen um so mehr, je fremder sie uns sind

    Charles Baudelaire