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Sprüche über Ärger

492 Sprüche — Seite 9

Kaum ein Gefühl flammt so schnell auf und hinterlässt doch oft so lange Schatten wie der Ärger. Er entsteht aus Kränkung, Enttäuschung, Ungeduld oder dem Eindruck, übergangen zu werden, und verrät damit viel über Erwartungen und Empfindlichkeit. Gerade deshalb ist er nicht nur lästig, sondern auch aufschlussreich für das eigene Innenleben.

In ihm zeigt sich, wie schmal der Abstand zwischen verletztem Stolz und berechtigtem Unmut sein kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben diesem aufgewühlten Zustand eine prägnante Sprache und erinnern daran, dass Ärger zwar menschlich ist, aber nicht jedes letzte Wort behalten sollte.

  1. Unterdrückter Ärger wird zu bleibendem Groll — und der schwächt wie eine verschleppte Krankheit. Gezeigter Ärger erleichtert, vergeht und stärkt.

    Else Pannek

  2. Mit wem das Pferd nie durchgeht, der reitet einen hölzernen Gaul.

    Christian Friedrich Hebbel

  3. Es ist nichts widerwärtiger als ein Dummkopf, der Glück hat.

    Marcus Tullius Cicero

  4. Da Disharmonie jeden Ort dieser Erde erreicht, sollte man seinen eigenen Schutzraum mit harmonischen Gedanken und Gefühlen bewehren

    Christa Schyboll

  5. Hohle Köpfe klappern am meisten.

  6. Die Frau kann mit der Schürze mehr hinaustragen, als der Mann mit dem Erntewagen hineinfährt.

  7. Das beste Mittel gegen viele Sorgen ist eine einzige Sorge.

    Guy de Maupassant

  8. Ist der Branntwein im Manne, ist der Verstand in der Kanne.

  9. Wer dich einmal betrogen hat, dem traue dein Lebtag nicht wieder.

  10. Rache heißt, um der Vergangenheit willen handeln, sie ist also eine um 180 Grad falsch gedrehte Energie.

    Prentice Mulford

  11. Die Tinte macht uns wohl gelehrt, doch ärgert sie sich, wo sie nicht hingehört. Geschrieben Wort ist Perlen gleich, ein Tintenkleks ein böser Streich.

    Johann Wolfgang von Goethe

  12. Zum Raube lächeln heißt, den Dieb bestehlen. Doch selbst beraubst du dich durch unnütz Quälen.

    William Shakespeare

  13. Des Lebens große Stürme, wenn sie vorüber sind, so mögen sie dir scheinen, sie wären leichter Wind.

  14. Der Ehestand gleicht häufig dem Fische. Da sieht man viel Fröhlichkeit, und muntere Sprünge, im Hintergrunde aber findet sich Galle, ungeheuer viel Galle.

    Abraham a Sancta Clara

  15. Unruhe ist der ärgste Dämon im Leben.

    Berthold Auerbach

  16. Ist eine Sache geschehen, dann rede nicht darüber; es ist schwer, verschüttetes Wasser wieder zu sammeln.

  17. Wenige Leute haben Mut genug, unangenehme Ratschläge zu geben

    Christina I. von Schweden

  18. Kein Kummer ohne seinen Trost.

    Baltasar Gracián y Morales

  19. Unterscheidet sich der Geschmack, was Scherze betrifft, so kann das eine Beziehung ungemein belasten.

    George Eliot

  20. Auch wenn man Leute mit gutem Grund beschimpft, muss man maßhalten.

    Maxim Gorki