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Sprüche über Ärger

551 Sprüche — Seite 9

Kaum ein Gefühl flammt so schnell auf und hinterlässt doch oft so lange Schatten wie der Ärger. Er entsteht aus Kränkung, Enttäuschung, Ungeduld oder dem Eindruck, übergangen zu werden, und verrät damit viel über Erwartungen und Empfindlichkeit. Gerade deshalb ist er nicht nur lästig, sondern auch aufschlussreich für das eigene Innenleben.

In ihm zeigt sich, wie schmal der Abstand zwischen verletztem Stolz und berechtigtem Unmut sein kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben diesem aufgewühlten Zustand eine prägnante Sprache und erinnern daran, dass Ärger zwar menschlich ist, aber nicht jedes letzte Wort behalten sollte.

  1. Dem fliehenden Feinde baue goldne Brücken

  2. Wer drei Feinde hat, muss sich mit zweien vertragen

  3. Alte Feindschaft wird leicht neu

  4. Versöhntem Feinde traue nicht

  5. Besser offener Feind als zweideutiger Freund.

  6. Wer Feinde schont und Freunde erzürnt, ist sich selbst feind

  7. Wenn einer keinen Feind hat, so geht's ihm übel

  8. Kleine Feinde und kleine Wunden verachtet kein Weiser

  9. Wenn Feinde gute Worte geben, haben sie Böses im Sinne.

  10. Wer ein Feuer will löschen, muss anfangs die Funken ersticken

  11. Das Feuer, das mich nicht brennt, lösch ich nicht

  12. Wer anderer Feuer schürt, dem verlöscht das eigene

  13. Fremdes Feuer ist nie so hell als der Rauch daheim.

  14. Nichts wird uns mehr den Frieden rauben, als: Aberglauben

    Heinrich Martin

  15. Sieh erst auf dich und die Deinen, dann erst schilt mich und die Meinen.

  16. Kommt Feuer und Stroh zusammen, so gibt es gerne Flammen

  17. Wer das Feuer haben will, muss den Rauch leiden.

  18. Wenn das Feuer in der Küche ausgeht, so löscht es auch in den Herzen aus.

  19. Wo man mit Feuerbränden wirft, da bläst der Teufel in die Asche

  20. Wer seine Finger in alle Löcher steckt, der zieht sie oft übel heraus.

  21. Wenn zwei Frauen zusammenkommen, wird die dritte in die Hechel genommen

  22. Drei Frauen, drei Gänse und drei Frösche machen einen Jahrmarkt

  23. Ein Haus, in dem zwei Frauen sind, wird nicht rein gefegt

  24. Wer einen Fuß im Frauenhaus hat, der hat den anderen im Spital

  25. An einer Frau und an einer Mühle gibt es immer was zu flicken

  26. Wer eilt nach fremden Gut, auf den wartet Armut

  27. Wer nach fremdem Gute trachtet, der verliert mit Recht das seine

  28. An fremden Hunden und Kindern ist das Brot verloren

  29. Wer Frieden haben will, muss zum Kriege rüsten

  30. Verbotne Frucht schmeckt am besten

  31. Wenn Eltern sich verletzend streiten, verletzen sie auch ihre Kinder.

    Else Pannek

  32. Nicht ärgern, nur wundern. — Und das Wundern hört dann niemals auf.

    Else Pannek

  33. Wer lüget, wer verleumdet, ist ärger als ein Dieb.

    Friedrich von Hagedorn

  34. Der Ärger mit den meisten Leuten ist nicht so sehr ihre Unwissenheit, sondern dass sie so viele Dinge wissen, die nicht so sind.

    Joseph Billings

  35. Die bittersten Vorwürfe sind die, die man uns nur fühlen lässt.

    Peter Sirius

  36. Wer sich nicht schämt, etwas nicht zu können, und sich nicht ärgert, etwas nicht zu können, der kommt voran.

    Lü Bu We

  37. Wir haben Staub aufgewirbelt und beschweren uns darüber, dass wir nichts sehen können.

    George Berkeley

  38. Ansichten, die vom herrschenden Zeitgeist abweichen, geben der Menge stets ein Ärgernis.

    Germaine Madame de Stael

  39. Unter allen Einmischereien ist die, die sich mit Mann und Frau beschäftigt, für alle Teile die verhängnisvollste.

    Elizabeth von Arnim

  40. Das kleinste Steinchen im Schuh macht mehr Verdruss als der größte Fels am Weg.

  41. Das Geschwätz zweier Menschen kann Häuser zum Einsturz bringen.

  42. Man verscheucht mit Rauch die Fliegen, mit Verdrießlichkeit wohl den Mann

    Adelbert von Chamisso

  43. Sorgen legen großen Wert auf Etikette. Wenn du dich von ihnen nicht per Handschlag verabschiedest, reagieren sie nachtragend

    Karl-Heinz Karius

  44. Einige würden auch nach der Sonne schlagen, sie sie beleidigte.

    Herman Melville

  45. Köstliches iss noch am selben Abend, Ärger sprich erst am nächsten Morgen aus.

  46. Magengeschwüre bekommt man nicht von dem, was man isst, man bekommt sie von dem, wovon man aufgefressen wird.

    Mary Wortley Montagu

  47. Die Ehe ist ein Hafen im Sturm, öfters aber ein Sturm im Hafen.

    Jean Antoine Petit-Senn

  48. Ein ungeraten Kind ist ein Nagel zum Sarg der Mutter.

    William Makepeace Thackeray

  49. Jeder, der versucht aus der großen Herde, die da heißt ›Gesellschaft‹, auszubrechen, ruft das Mißfallen der Herde hervor.

    Francesco Petrarca

  50. Man soll Eltern außer durch Erkrankung keinen Kummer machen.

    Alexandre Vinet

  51. Im Streit, da kommt mancher immer wieder auf das zurück, wovon er durchaus nicht sprechen wollte.

    Otto Weiss

  52. Gar mancher schlägt sich mit einem Mann herum und ahnt nicht, dass er sich mit dessen Frau herumschlägt.

    Otto Weiss

  53. Aufgewirbelter Staub stört nicht die Vorangehenden, sondern die Nachfolgenden.

  54. In der Politik gibt es nichts Dümmeres als alten Groll.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  55. Keine nützlichen Reformen wurden jemals ausgeführt, ohne ihren Urhebern Gegner Feindschaften und bittere Unannehmlichkeiten zu bereiten.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  56. Des Mannes Witz zu Ende geht, wenn er in großen Zorn gerät.

    Bernhard Freidank

  57. Einige Leute murren immer, weil Rosen Dornen haben; ich bin dankbar, dass Dornen Rosen haben.

    Alphonse Karr

  58. Stößt dich ein Blinder, so ärgere dich nicht

  59. Das schlimme am Leben ist, dass es so viele schöne Frauen gibt und so verdammt wenig Zeit

    John Barrymore

  60. Ein Nein zur rechten Zeit erspart viel Widerwärtigkeit.