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Sprüche über Ärger

551 Sprüche — Seite 4

Kaum ein Gefühl flammt so schnell auf und hinterlässt doch oft so lange Schatten wie der Ärger. Er entsteht aus Kränkung, Enttäuschung, Ungeduld oder dem Eindruck, übergangen zu werden, und verrät damit viel über Erwartungen und Empfindlichkeit. Gerade deshalb ist er nicht nur lästig, sondern auch aufschlussreich für das eigene Innenleben.

In ihm zeigt sich, wie schmal der Abstand zwischen verletztem Stolz und berechtigtem Unmut sein kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben diesem aufgewühlten Zustand eine prägnante Sprache und erinnern daran, dass Ärger zwar menschlich ist, aber nicht jedes letzte Wort behalten sollte.

  1. Nichts ist gefährlicher, als zwei Menschen auszusöhnen. Sie zu entzweien ist viel sicherer und leichter.

    Jean Paul

  2. Besser einander beschimpfen als einander beschießen.

    Winston Churchill

  3. Es verrät Schwäche, bei kleinen Anlässen große Hebel in Bewegung zu setzen.

    Ernst von Feuchtersleben

  4. Ein bleierner Frieden ist besser als ein goldener Streit.

  5. Im Recht zu sein, kann vor Gericht zum entscheidenden Nachteil werden

    Heinrich von Kleist

  6. Wo man das Recht hinauswirft, kommt der Schrecken zur Tür herein

  7. Wer sich zum Wurme macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird.

    Immanuel Kant

  8. Man sollte weder Zeit noch Worte leichtsinnig verschwenden. Beides kann nicht wieder zurück genommen werden.

  9. Vergib stets deinen Feinden. Nichts ärgert sie so.

    Oscar Wilde

  10. Man ärgert sich nicht über Dinge, von denen man nichts weiß.

  11. Trunkenheit erzeugt keine Fehler, sie deckt sie auf

  12. Opfer müssen gebracht werden.

    Otto Lilienthal

  13. Wenn man nicht miteinander spricht, wird man sich feind.

  14. Man ist unzufrieden, wenn jemand, dem man doch selber den Abschied gegeben hat, sich bald tröstet

    Otto Flake

  15. Bist du wütend, zähle bis vier, bist du sehr wütend, fluche.

    Mark Twain

  16. In der grossen Freude soll man niemandem etwas versprechen, in einem grossen Ärger soll man keinen Brief schreiben.

  17. Ohne Zweifel braucht jede Frau ab und zu eine andere Frau als Ventil für all den Druck, der auf der weiblichen Seele lastet.

    John Steinbeck

  18. Die Dinge beim richtigen Namen zu nennen, gereicht einem oft zum Schaden.

  19. Der Stein, den man gegen jemanden aufhebt, fällt einem auf die eigenen Füße.

  20. Wer auf einen Dummen hört, dem geht die Sonne unter

  21. Es ist sinnlos, dem Schicksal zu grollen, es nimmt keine Klagen an.

    Mark Aurel

  22. Vertage die Sorgen bis auf morgen, eh du's gedacht, kommt Hilfe über Nacht.

    Theodor Fontane

  23. Aus vielen Worten entspringt ebensoviel Gelegenheit zum Mißverständnis.

    William James

  24. Grobe Säcke kann man nicht mit Seide nähen.

  25. Zur Beruhigung der Gemüter trägt angemessene Beschäftigung viel bei.

    Wilhelm von Humboldt

  26. Kummer unausgesprochen hat schon manches Herz gebrochen. Mit Geschwüren, die man nicht kratzen kann, ist man am allerschlimmsten dran.

  27. Was uns den Weg verlegt, bringt uns voran.

  28. Wer seinen Zorn runterschluckt, hat ihn noch lange nicht verdaut.

    Sebastian Kneipp

  29. Pünktlichkeit bei einer Verabredung hat nur den einen Nachteil, dass der andere ja nicht da ist, um sie zu würdigen.

    Franklin P. Jones

  30. Der Feinde Fehler soll man kennen, aber nicht nennen

  31. Solang die Schwiegermutter lebt, solang, Hausfriede, lebe wohl!

    Juvenal

  32. Es wird vielen Leuten lächerlich sein, und manchen frommen Christen ärgerlich, dass wir auf einen Hund so viel Rücksicht nehmen.

    Adalbert Stifter

  33. Bisweilen sind wir unwilliger, wenn unsere Erwartungen teilweise, als wenn sie gar nicht erfüllt werden.

    Otto Weiss

  34. Wer austeilt, muss auch einstecken.

  35. Das Böse, das man über andere sagt, erzeugt nur Böses

    Nicolas Boileau-Despreaux

  36. Der Teufel hat die Welt verlassen, weil er weiß, dass die Menschen selbst einander die Hölle heiß machen.

    Friedrich Rückert

  37. Wer sich zum Esel macht, dem wird aufgepackt.

  38. Geschäfte, die weniger wichtig sind, brauchen deshalb noch nicht weniger lästig zu sein.

    Michel de Montaigne

  39. Wenn du mich gern hast, schreibe mir; ich bitte dich darum. Wenn du etwas gegen mich hast, schreibe mir trotzdem, überwinde deinen Groll.

    Basilius von Caesarea

  40. Was man nicht beachtet, das verliert seine Kraft; worüber man zürnt, das scheint man dadurch als wahr anzuerkennen.

    Tacitus

  41. Diplomaten ärgern sich nie. Sie machen sich Notizen.

    Charles de Talleyrand

  42. Ich habe kein Ehepaar kennengelernt, in dessen Leben es noch nie eine Revolution gegeben hat.

    John Knittel

  43. Wer Unheil ausbrütet, wird es auch fliegen lassen

    Wilhelm Raabe

  44. Wirf jeden Tag Ballast ab, der deine Seele beschwert - eine Furcht, einen Ärger, eine Enttäuschung, eine Trägheit

  45. Der Philosoph wie der Hausbesitzer hat immer Reparaturen.

    Wilhelm Busch

  46. Ein guter Mensch gibt gerne acht, ob auch der andre was Böses macht; und strebt durch häufige Belehrung nach seiner Bess'rung und Bekehrung.

    Wilhelm Busch

  47. Hindernisse sind jene furchtbaren Dinge, die du siehst, sobald du den Blick von deinem Ziel abwendest.

    Henry Ford

  48. Über das Kommen mancher Leute tröstet uns oft nichts als die Hoffnung auf ihr Gehen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  49. Gib niemand ungebetenen Rat, er könnte, wenn befolgt, mißglücken, und dir legt man die Schuld der Tat als schwere Last dann auf den Rücken.

  50. Viele Zänkereien in der Ehe kommen davon, dass man fordert, der Gatte solle die Liebe erraten, die man auszusprechen zu stolz und zu schamhaft ist.

    Jean Paul

  51. Der Kummer darf sich nicht in unserem Herzen ansammeln wie Wasser in einem trüben Tempel.

    Vincent van Gogh

  52. Einem anderen ein Bein zu stellen macht mehr Spaß als ihm auf die Füße zu helfen.

  53. Hat versalzen dir die Suppe deine Frau, bezähm die Wut, sag ihr lächelnd: "Süße Puppe, alles, was du kochst, ist gut".

    Christian Johann Heinrich Heine

  54. Freundlichkeit gegen jedermann ist die erste Lebensregel, die uns manchen Kummer ersparen kann; du kannst selbst gegen die, welche dir nicht gefallen, verbindlich und höflich sein, ohne falsch und …

    Helmuth James Graf von Moltke

  55. Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von anderen. So wird dir viel Ärger erspart bleiben

    Konfuzius

  56. Zorn beginnt mit Torheit und endet mit Reue.

  57. Das ist die undankbare Stellung des Vaters in der Familie. Aller Versorger, aller Feind.

    August Strindberg

  58. Sei doch zu groß, um von jeder Kleinigkeit beleidigt zu werden!

    Alexander Pope

  59. Mit Offenheit verschließt man sich leicht alle Türen.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  60. Das harte Wort schmerzt immer, sei's auch ganz gerecht.

    Sophokles