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Sprüche über Ärger

551 Sprüche — Seite 8

Kaum ein Gefühl flammt so schnell auf und hinterlässt doch oft so lange Schatten wie der Ärger. Er entsteht aus Kränkung, Enttäuschung, Ungeduld oder dem Eindruck, übergangen zu werden, und verrät damit viel über Erwartungen und Empfindlichkeit. Gerade deshalb ist er nicht nur lästig, sondern auch aufschlussreich für das eigene Innenleben.

In ihm zeigt sich, wie schmal der Abstand zwischen verletztem Stolz und berechtigtem Unmut sein kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben diesem aufgewühlten Zustand eine prägnante Sprache und erinnern daran, dass Ärger zwar menschlich ist, aber nicht jedes letzte Wort behalten sollte.

  1. Die ärgsten Feinde der Hauptsache sind die wichtigen Nebensachen.

    Friedrich von Bodelschwingh

  2. An all unserem Ärger sind andere schuld. Das beste Mittel aber, um bei guter Laune zu bleiben, ist die stets richtige Erkenntnis, dass man selber nichts taugt

    Wilhelm Busch

  3. Wer eine Stiefmutter hat, hat den Teufel im Haus.

  4. Getrost! Was krumm ward oft noch grad, oft über Nacht kam guter Rat.

    Eduard Mörike

  5. Ehe du ein Haus kaufst, erkundige dich nach den Nachbarn.

  6. An manchen Tagen gibt es zu allem Überfluss auch noch Ärger!

  7. Kinder sind der Höhepunkt menschlicher Unvollkommenheit. Sie weinen, sie stellen ärgerliche Fragen, sie erwarten , dass man sie ernährt, wäscht, erzieht, und ihnen die Nase putzt. Und im gegebene …

  8. Mit dem du dich tausend Mal geprügelt und zehntausend Mal gestritten hast, setze dich am letzten Tag des Jahres einträchtig zum Essen nieder.

  9. Hüte Dich vor kleinen Ausgaben; ein großes Schiff kann wegen eines kleinen Leck sinken.

    Benjamin Franklin

  10. Auch im Übel liegt ein Preis, Wer ihn nur zu finden weiß.

    Albrecht von Haller

  11. Wenn der Bauer auf's Roß kommt, reitet er ärger als der Herr.

  12. Jedes Ding an seinem Ort, spart viel Zeit, Verdruss und Wort.

  13. Kleine Töpfe kochen leicht über.

  14. Das Glück geht oft über Nacht aus.

  15. Wer in das Feuer bläst, dem fliegen leicht die Funken in die Augen.

  16. Man muss dem Feind das Messer nicht in die Hand geben.

  17. Ein magerer Vergleich ist besser als ein fetter Prozess.

  18. Vor fremden Gut bewahr' die Hände, sonst nimmst du bald ein schlimmes Ende.

  19. Aufregungen geben Löcher in den Magen.

  20. Wenn der Gärtner schläft, pflanzt der Teufel Unkraut.

  21. Wenn dich die Leut verdrießen, Wehmut dein Herz beschleicht, tu ihnen rasch was Gutes, dann ist dir wieder leicht.

  22. So ist's nun mal auf dieser Welt, und ich find's gar nicht gut: Die kleinen Diebe hängt man, vor den großen zieht man den Hut.

  23. Auch die kleinsten Freudenkörner nur recht fröhlich aufgepickt! Denn sie helfen dir verdauen, was sonst schwer im Magen liegt.

  24. Das Glück gleicht oft dem Schlingel, der nachts vor deinem Haus zum Scherz reißt an der Klingel, und dann kneift aus. Wir über solches Treiben sich ärgert, ist ein Tor. Du musst ans Haus nur schr …

  25. Wenn Gott ein Ding verdrießt, so verdrießt es auch bald die Menschen.

  26. Was alle Welt verdrießt, verdrießt auch Gott.

  27. Ich brauche keine Hummeln in meinem Bienenkorb.

  28. Den Kranken ärgert die Fliege an der Wand.

  29. Die kleinen Miseren des Lebens helfen uns manchmal über sein großes Elend hinweg.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  30. Manche Leute verstehen unter einem stillen Teilhaber einen Mann, der keinen Krach schlägt, wenn er Geld verliert.

    Henry Ford

  31. Wider Zweifel und ärgerliche Gedanken ist das Lob Gottes ein bewährtes Mittel. Finsternis kann nicht anders als durch Licht überwunden werden.

    Johann Albrecht Bengel

  32. Alle Welt klagt über den Journalismus, und jedermann möchte ihn für sich benutzen.

    Gustav Freytag

  33. Was ist des Menschen Leben? Ein Schwanken hierhin - dorthin - von Sorge zu Sorge. Ein Loch stopft man zu, - ein anderes ist gleich wieder da.

    Laurence Sterne

  34. Wo Technik im Spiel ist, tritt die Katastrophe in Galauniform auf.

    Martin Kessel

  35. Die Welt ist nicht aus Brei und Mus geschaffen, deswegen haltet euch nicht wie Schlaraffen: Harte Bissen gibt es zu kauen; wir müssen erwürgen oder verdauen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  36. Es ist unmöglich, jemandem ein Ärgernis zu geben, wenn er es nicht nehmen will.

    Friedrich von Schlegel

  37. Sei darauf bedacht, auch in harten Tagen deinen Gleichmut zu bewahren.

    Horaz

  38. Politik besteht darin, Gott so zu dienen, dass man den Teufel nicht verärgert.

    Thomas Fuller

  39. Es gibt für den charakterfesten Mann kein überzeugenderes Mittel, dass er das rechte getroffen, als wenn ein gewisses Gesindel darüber vor Ärger fast bersten möchte.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  40. Wir verschwenden unsere Zufriedenheiten und rechnen wie Geizhälse mit unseren Widerwärtigkeiten.

    Carl Ludwig Schleich

  41. Die Billardkugeln sind besser dran als die Menschen, die sich auch von allen möglichen Tölpeln und Lümmeln umherstoßen lassen müssen, aber mit Gefühl.

    Wilhelm Raabe

  42. So ein ordentlicher Krach macht das Leben pikant.

    John Knittel

  43. Argwohn ist mit dem Teufel aus einer Schüssel.

  44. Argwohn riecht den Braten, noch eh das Kalb geschlachtet ist.

  45. Wenn das Aug nicht sehen, will, helfen weder Licht noch Brill'.

  46. Wer seine Augen im Brillenfutter hat, der kann viel übersehen.

  47. Wer einkauft, hat hundert Augen nötig, wer verkauft, nur eins.

  48. Man muss hinten und vorn Augen haben.

  49. Wer austeilen will, muss auch einnehmen.

  50. Wirf das Beil nicht so weit hinweg, dass du's nicht wieder holen könntest.

  51. Bosheit tut sich selbst den ärgsten Schaden.

  52. Ein böser Mensch ist wie eine Kohle: er brennt oder schwätzt.

  53. Wer schlechte Botschaft bringt, kommt früh genug.

  54. Wenn Heu und Stroh beisammen sind, so brennt es gern.

  55. Wer aus vielen Büchsen schießt, trifft selten die Scheibe.

  56. Die besten Feinde sind, die zuvor drohen

  57. Wer den Dreck rührt, muss ihn auch riechen

  58. Der hat seinen Dreck nicht weggetan, der ihn unter sein Fenster fegt.

  59. Wer seinen Fehler nicht erkennt, kann ihn nicht verbessern

  60. Ein geschlagener Feind ist noch nicht überwunden