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Sprüche über Ärger

551 Sprüche — Seite 6

Kaum ein Gefühl flammt so schnell auf und hinterlässt doch oft so lange Schatten wie der Ärger. Er entsteht aus Kränkung, Enttäuschung, Ungeduld oder dem Eindruck, übergangen zu werden, und verrät damit viel über Erwartungen und Empfindlichkeit. Gerade deshalb ist er nicht nur lästig, sondern auch aufschlussreich für das eigene Innenleben.

In ihm zeigt sich, wie schmal der Abstand zwischen verletztem Stolz und berechtigtem Unmut sein kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben diesem aufgewühlten Zustand eine prägnante Sprache und erinnern daran, dass Ärger zwar menschlich ist, aber nicht jedes letzte Wort behalten sollte.

  1. Ein Tag, der morgens beginnt, kann nicht mehr gut werden

    Ernest Miller Hemingway

  2. Ihr Unzufriedenen in der Ehe habt euch eure Leiden selbst zugezogen, weil ihr so unbesonnen, so eilig, so vernunftlos in euerer Wahl waret.

    Abraham a Sancta Clara

  3. Große, starke Seelen sind selten ärgerlich, desto mehr aber schwache und fast alle Weiber

    Karl Julius Weber

  4. Gerechtigkeit wird nur dort herrschen, wo sich die vom Unrecht nicht Betroffenen genauso entrüsten wie die Beleidigten.

    Platon

  5. Zwietracht und Streit sind das Werk anmaßender Begierden und Leidenschaften.

    Johann Georg Adam Forster

  6. Gesegnet sei Dir beides, Schmerz und Lust, und jedes Werk, das Du vollenden musst; doch Gott bewahre Dich zu Deinem Heile vor Krankheit, Missmut, Langeweile

    Franz Emanuel August Geibel

  7. Eine Lüge schleppt zehn andere nach sich

  8. Du magst dich grade selber nicht, alles wird für dich zur Pflicht, mach eine Dummheit wie als Kind, die Wirkung ist ganz unbestimmt, ob du nun Er bist oder Sie - schaden kann das nie.

  9. Das schnellste Pferd kann ein im Zorn gesprochenes Wort nicht einholen.

  10. Die Musik bei einem Hochzeitszug erinnert mich immer an die Musik von Soldaten, die in den Krieg ziehen.

    Christian Johann Heinrich Heine

  11. Wenn Du mit lieben Freunden streitest, bezieh Dich nur auf die aktuelle Situation - lass die Vergangenheit ruhen.

    Dalai Lama

  12. Wenn der Kummer zu tief für's Weinen ist, kann er ein Lied auf unsere Lippen bringen.

  13. Ein zänkisches Weib ist wie ein immer durchtriefendes Dach.

    Abraham a Sancta Clara

  14. Lachen erhält uns vernünftiger als der Verdruß.

    Gotthold Ephraim Lessing

  15. Mache das Geld zu deinem Gott, und es wird dich quälen wie der Teufel.

    Henry Fielding

  16. Borg dir Probleme, wenn es dich danach drängt; aber leihe sie nicht deinen Mitmenschen.

    Rudyard Kipling

  17. Arznei vertreibt eingebildete Krankheiten, doch Wein nicht wirklichen Kummer.

  18. Der Mißbrauch unserer Fähigkeiten macht uns unglücklich und böse

    Jean-Jacques Rousseau

  19. Die Empörung ist der Zorn der Gerechtigkeit.

    Sully Prudhomme

  20. Handle nie in Wut. Es bedeutet, im Sturn in See zu stechen.

    Thomas Fuller

  21. Gehorchen wird jeder mit Genuss den Frauen, den hoch geschätzten. Hingegen machen uns meist Verdruss die sonstigen Vorgesetzten.

    Wilhelm Busch

  22. Was das Auge nicht sieht, beschwert das Herz nicht.

  23. Ein kleiner Zorn stärkt die Liebe

    Karl Friedrich Wilhelm Wander

  24. Wenn wir unsere Feinde hassen, geben wir ihnen eine große Macht über unser Leben: Macht über unseren Schlaf, unseren Appetit, unsere Gesundheit und unsere Geistesruhe.

    Andrew Carnegie

  25. Ein Widerstand um jeden Preis ist das Sinnloseste, was es geben kann

    Friedrich Dürrenmatt

  26. Wer seinen Ärger verkürzt, verlängert sein Leben

  27. Kummer lässt sich allein tragen. Für das Glück sind zwei Menschen erforderlich.

    Elbert Green Hubbard

  28. Das Ärgern hab' ich eigentlich aus meinem Programm gestrichen, ebenso das Verwundern über meine Mitmenschen.

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  29. Ein böses Weib ist für Ehemann eine große Plage. Es ist wahrlich besser, unter Tigern und Löwen, unter Bären und Wölfen zu leben als mit einem bösen Weibe.

    Abraham a Sancta Clara

  30. Die Schwierigkeiten wachsen, je näher man ans Ziel kommt.

    Alfred Nobel

  31. Durch Frauen werden die Höhepunkte des Lebens bereichert und die Tiefpunkte vermehrt.

    Friedrich Nietzsche

  32. Bei Unverträglichkeit gedeiht kein Feuer im Haus. Der eine bläst es an, der andere bläst es aus.

  33. Gelegenheit macht Diebe

  34. Wo viele zarte Hände walten - na, das ist so wie es ist! Kellerschlüssel, Bodenschlüssel führen leicht zu Zank und Zwist.

    Wilhelm Busch

  35. Alles Böse läßt sich im Anfang noch leicht unter Kontrolle bringen. Wenn es aber länger andauert, hält es sich meist allzu zähe.

    Marcus Tullius Cicero

  36. Nur zwei große Strömungen gibt es in der Geschichte: die Niedertracht, die die Konservativen macht, und den Neid, der die Revolutionäre macht.

    Jules de Goncourt

  37. Es ist sehr gefährlich einen Abgrund in zwei Sätzen zu überspringen

  38. Ein Unglück kommt selten allein

  39. Eine kleine Betriebsstörung im Verkehr zweier Herzen kann immerhin vorkommen.

    Wilhelm Busch

  40. Alles Elend kommt davon, dass wir nicht ruhig allein in einem Zimmer sitzen können.

    Blaise Pascal

  41. Zigaretten sind wie Frauen. Am Anfang ziehen sie gut, aber zum Schluss sammelt sich leider auch bei der Zigarette das ganze Gift im Mundstück

    George Bernard Shaw

  42. Unordnung ist eine Uhr ohne Zeiger.

  43. Der Erfolg eines Menschen setzt sich aus seinen Fehlschlägen zusammen.

    Ralph Waldo Emerson

  44. Wenn man liebt, dann gedenkt man der Kränkung nicht lange.

    Fjodor M. Dostojewski

  45. Gerät ein Tiger aufs flache Land, wird er sogar von Hunden gefoppt.

  46. Ein Floh auf der Schlafmatte ist schlimmer als ein Löwe in der Wüste.

  47. Das Geld, was man für seine Hochzeit ausgibt, ist sehr häufig die erste Einzahlung in die wechselseitige Lebensverbitterungsanstalt

    Johann Nepomuk Nestroy

  48. Männer, die zur Schmetterlingsjagd tendieren, haben meist schlechte Erfahrungen mit Frauen hinter sich.

    David Herbert Lawrence

  49. Eine gute Tafel stillt allen Groll des Spiels und der Liebe; sie versöhnt alle Menschen, bevor sie zu Bette gehen.

    Marquis de Vauvenargues

  50. Sich zu mühen und mit dem Widerstande zu kämpfen, ist dem Menschen Bedürfnis wie dem Maulwurf das Graben.

    Arthur Schopenhauer

  51. Lachen kann nicht zurück bringen, was Ärger vertrieben hat.

  52. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht

  53. Einen Dieb fängt man mit einem Dieb

  54. Wenn schlechte Leute zanken, riecht's übel um sie her; doch wenn sie sich versöhnen, so stinkt es noch viel mehr

    Gottfried Keller

  55. Ein Ärgernis ist nur, wo man es nimmt, gegeben: dir Vorgeworfnes brauchst du ja nicht aufzuheben.

    Friedrich Rückert

  56. Bei der Erfassung der richtigen Entscheidungen stehen meistens zwei Dinge im Gegensatz dazu: Die Eile und der Zorn.

    Thukydides

  57. Der erste Betrug ist ärger als der letzte

  58. Besonders tief und voll Empörung fühlt man die pekuniäre Störung

    Wilhelm Busch

  59. Bösewicht mit Bösewicht - auf die Dauer geht es nicht.

    Wilhelm Busch

  60. Es ist falsch, wenn man sich zu Herzen nimmt, was man in den Wind schlagen sollte.

    Baltasar Gracián y Morales