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Sprüche über Unglück

253 Sprüche — Seite 2

Wenn Hoffnungen scheitern, Sicherheiten wegbrechen oder das Leben eine dunkle Wendung nimmt, wird Unglück in seiner ganzen Schwere spürbar. Es gehört zu jenen Erfahrungen, die nicht nur verletzen, sondern auch den Blick auf Glück, Bindung und Verletzlichkeit verändern. Darum ist dieses Thema ernst und menschlich zugleich.

Seine Tiefe zeigt sich darin, dass Unglück selten isoliert bleibt, sondern Beziehungen, Selbstbild und Lebensdeutung mit erfasst. Im Erleiden wächst oft die Erkenntnis, wie viel Trost, Anteilnahme und innere Haltung in schweren Stunden bedeuten können.

  1. Sie lieben die Menschen und verachten den einzelnen Unglücklichen.

    Fjodor M. Dostojewski

  2. Eine Frau ist nicht immer glücklich mit dem, den sie liebt. Aber sie ist immer unglücklich mit dem, den sie nicht liebt

    Claude Tillier

  3. Es ist Eselsweisheit, wieder auf das Eis zu gehen, auf dem man gefallen ist.

  4. Alles, was war, ist nicht mehr. Alles, was sein wird, ist noch nicht. Das ist unser Unglück.

    Alfred de Musset

  5. Mir kommt es immer vor, dass die Art- wie man die Ereignisse des Lebens nimmt - ebenso wichtigen Anteil an unserem Glück und Unglück hätte als diese Ereignisse selbst.

    Wilhelm von Humboldt

  6. Das Leben ist zu kurz für die Glücklichen und zu lang für die Unglücklichen.

    Apollonius von Rhodos

  7. Wir halten oft manchen Menschen wegen seiner Mängel und Fehler für unglücklich, ich aber sage, dass derjenige der unglücklichste Mensch ist, welchem kein Mensch gefällt

    Abraham a Sancta Clara

  8. Unglück hat mich gelehrt, Unglücklichen Hilfe zu leisten.

    Vergil

  9. Zuviel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zuviel Mißtrauen ist immer ein Unglück.

    Johann Nepomuk Nestroy

  10. Ratten und Eroberer dürfen im Unglück keine Gnade erwarten.

    Charles Caleb Colton

  11. Unter den Dummen findet man wenige Unglückliche.

    George Bernard Shaw

  12. Wer nicht glücklich ist, fühlt sich leicht am unglücklichsten beim ersten Erwachen des Frühlings. Wenn die Natur aufzuleben anfängt, möchte es so gern auch das Herz. Kummer und Sorgen drücken dann dop …

    Friedrich Julius Hammer

  13. Denn im Unglück pflegen die Menschen früher zu altem.

    Hesiod

  14. Geiz ist ja eines der verlässlichsten Anzeichen tiefen Unglücklichseins

    Franz Kafka

  15. Wer wirklich gütig ist, kann nie unglücklich sein; wer wirklich weise ist, kann nie verwirrt werden; wer wirklich tapfer ist, fürchtet sich nie.

    Konfuzius

  16. Der Glückliche bedarf des Glaubens, um nicht übermütig zu werden, der Nichtglückliche aber als Halt und der Unglückliche, um nicht zu unterliegen.

    Wilhelm von Humboldt

  17. Ein Tor zum Glück oder Unglück gibt es nicht; beide kommen wenn du sie einlädst.

  18. Denn wie uns Nebel den noch so klaren Anblick der Sonne verdunkeln, ohne uns doch ihren Glanz ganz und gar zu entziehen, so schickt uns Gott im Unglück durch alles Dunkel hindurch Strahlen seiner Gnad …

    Johannes Calvin

  19. Wer unglücklich verheiratet ist, hat bereits einen Vorschuss auf die Hölle empfangen

  20. So schlecht es ist, jemand zu seinem Unglücke, so unweise ist es, einen Menschen zu seinem Glücke zwingen zu wollen.

    Georg Ebers

  21. Dem Tapferen sind Glück und Unglück wie seine rechte und linke Hand; er bedient sich beider.

    Katharina von Siena

  22. Das Glück in dieser Welt besteht darin, nicht unglücklich zu sein. Man beachtet es nicht mit zwanzig Jahren, man weiß es mit sechzig.

    Théodore Simon Jouffroy

  23. Glück und Unglück ist aller Morgen Frühstück

  24. Zwischen dem Elend und dem Glücke gähnt eine tiefe Kluft. Die Hoffnung schlägt darüber die Brücke, aber sie hängt in der Luft.

    Heinrich Leuthold

  25. Es ist besser, unglücklich verliebt zu sein, als unglücklich verheiratet. Manchem gelingt sogar beides.

  26. Kein größerer Schmerz, als sich erinnern glücklich heiterer Zeit im Unglück

    Dante Alighieri

  27. Wer etwas wert ist, den machen Erfahrung und Unglück besser.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  28. Zuweilen ist's ein Unglück, recht zu haben

    Sophokles

  29. Die Umstände haben weniger Gewalt, uns glücklich oder unglücklich zu machen, als man denkt, aber die Vorwegnahme zukünftiger Umstände in der Phantasie eine ungeheure.

    Hugo von Hofmannsthal

  30. Im Glück kennen dich deine Freunde, im Unglück erkennst du sie.

  31. Zweierlei lass dir gesagt sein, willst du stets in Weisheit wandeln und von Torheit nie geplagt sein: Lass das Glück nie deine Herrin, nie das Unglück deine Magd sein!

    Friedrich von Bodenstedt

  32. Das Unglück ist unser größter Lehrmeister

    Honoré de Balzac

  33. Im Glück darf man sich nicht überheben und im Unglück nicht verzagen.

    Maria Ward

  34. Trotz Glück und Unglück, trotz vieler Zufälle und Zwischenfälle, das Leben ist letztlich doch das, was man daraus macht.

  35. Nicht der Mangel an Liebe, sondern der Mangel an Freundschaft macht die unglücklichsten Ehen.

    Friedrich Nietzsche

  36. Das Unglück ist eine stehengebliebene Uhr, die am hellen Morgen plötzlich auf Mitternacht zeigt. Prüfen wir uns nur, ob wir es nicht selbst gewesen, die vergessen hatten, sie aufzuziehen.

    Ludwig Habicht

  37. Ich bin ein alter Menn und habe viel Unglück kennen gelernt, doch das meiste davon ist mir nie zugestoßen.

    Mark Twain

  38. Nichts aber bewährt besser den Charakter eines Menschen als die Goldprobe des Erfolges und die Feuerprobe des Unglücks.

    Stefan Zweig

  39. Wenn ich nach einigen Jahren eine Person wiedersah, die ich jung gekannt hatte, kam es mir beim ersten Blick immer vor, als begegnete ich jemand, der ein großes Unglück erlitten habe.

    Giacomo Leopardi

  40. Glück und Unglück ist im Leben ineinander gekettet wie Schlaf und Wachen, keins ohne das andere, und eins um des andern willen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  41. Verzweiflung ist nicht nur der Gipfel unseres Unglücks, sondern auch unserer Schwäche

    Marquis de Vauvenargues

  42. Der Wiener ist ein mit sich' sehr unglücklicher Mensch, der den Wiener hasst, aber ohne den Wiener nicht leben kann.

    Hermann Bahr

  43. Der Pechvogel stirbt sogar an einem Grießbrei

  44. Selbstverschuldetem Unglück entrinnt man nicht.

  45. Das Glück kommt in einem Bach, aber das Unglück in einem reißenden Strom.

  46. Bringen Hufeisen wirklich Glück? Ich bezweifle es - ich habe schon viele unglückliche Pferde gesehen.

    Pearl S. Buck

  47. Im Unglück sieht man die Wahrheit klarer.

    Fjodor M. Dostojewski

  48. Anteilnehmende Freundschaft macht das Glück strahlender und erleichtert das Unglück.

    Marcus Tullius Cicero

  49. Glück ist, wenn das Pech die anderen trifft

    Horaz

  50. Glück und Unglück sind Namen für Dinge, deren äußerste Grenzen wir nicht kennen.

    John Locke

  51. Unvorbereitetes Wegeilen bringt unglückliche Wiederkehr.

    Johann Wolfgang von Goethe

  52. Krankheit und Unglück kommen auf tausend Straßen - aber Glück und Gesundheit auch.

    Theodor Fontane

  53. Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will es, dass, wer einen Engel aus ihm machen will, ein Tier aus ihm macht.

    Blaise Pascal

  54. Nicht glücklich ist, wer nicht glücklich zu sein glaubt.

    Publius Syrus

  55. Niemand kann ohne einen Freund glücklich sein, noch seiner sicher sein, bis er unglücklich ist.

  56. Glück ist dem Menschen gefährlicher, als Unglück. Dieses hält ihn wachsam, jenes macht ihn gleichgültig

    Charles-Louis de Montesquieu

  57. Mit dem Klagen, mit dem Zagen, wie verdirbst Du's allzuoft; lerne Trübes heiter tragen, und das Glück kommt unverhofft.

  58. Von kleinen Dingen nur den Kopf, von großen sich das Herz erfüllen lassen, das Glück mit keckem Griff beim Schopf, das Unglück an der Gurgel fassen!

    Franz Edler von Pernwald Schönthan

  59. Zur Lebenskunst gehört es, sich stets mit den richtigen Leuten zu vergleichen - im Glück wie im Unglück

    John Steinbeck

  60. Willst du dich in dem Glück nicht ausgelassen freun, im Unglück nicht unmäßig kränken, so lern so klug wie Eulenspiegel sein: im Unglück gern ans Glück, im Glück ans Unglück denken.

    Christian Fürchtegott Gellert