
Denn im Unglück pflegen die Menschen früher zu altem.
Bedeutung
Hesiod, der griechische Epiker, formuliert in diesem Vers eine Beobachtung über die Wirkung von Unglück auf den Alterungsprozess: Im Unglück altern die Menschen früher. Leid, Not und Elend zehren an Körper und Seele – sie beschleunigen den Verfall, der unter günstigeren Umständen langsamer käme. Das ist eine nüchterne Beobachtung aus einer Zeit, in der das Leben hart und unsicher war. Hesiod, der selbst das Leben der bäuerlichen Arbeit und des Kampfes kannte, beschreibt damit eine Wahrheit über den Zusammenhang von Lebensbedingungen und körperlichem Zustand.
Verwendung
Passend als Hesiod-Zitat in Texten über Leid, Alter und die Wirkung von Unglück auf den menschlichen Körper sowie für Beiträge über antike Lebensweisheit, soziale Gerechtigkeit und die physischen Folgen schwieriger Lebensverhältnisse. Auch geeignet als nachdenkliches Wort in Reden über Empathie und die körperlichen Kosten von Not und Elend.
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Über Hesiod
Über den Autor
Dichter · Antik-Griechisch · um 700 v. Chr.
Hesiod (um 700 v. Chr.) war ein griechischer Dichter und Ackerbauer aus Askra in Böotien, der als Begründer des didaktischen Lehrgedichts gilt.
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Seine Werke sind neben Homers Ilias und Odyssee die wichtigsten Quellen für die griechische Mythologie und das Alltagsleben seiner Zeit. Spätere römische Dichter, allen voran Vergil, nannten das von ihm geprägte Lehrgedicht nach seiner Heimat „Ascraeum carmen".

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