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Sprüche über Selbstentwicklung

611 Sprüche — Seite 3

Kein reifes Leben entsteht von selbst. Selbstentwicklung meint den langen Prozess, an Erfahrungen zu wachsen, sich zu prüfen, Gewohnheiten zu verändern und dem eigenen Wesen nach und nach eine bewusstere Form zu geben. Darum gehört dieses Thema zu den anspruchsvollsten und zugleich fruchtbarsten Bereichen menschlicher Lebenskunst.

Ihr Kern liegt nicht in äußerer Optimierung, sondern in Ehrlichkeit, Disziplin und innerer Beweglichkeit. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Entwicklung oft mit Verzicht, Geduld und unbequemen Einsichten beginnt und gerade darin den Weg zu größerer Freiheit und Klarheit eröffnet.

  1. Ohne Leiden bildet sich kein Charakter.

    Ernst von Feuchtersleben

  2. Wer sich selbst kennt, kann sehr bald alle anderen Menschen kennenlernen; es ist alles Zurückstrahlung.

    Georg Christoph Lichtenberg

  3. Reife des Mannes: Das heißt, den Ernst wiedergefunden haben, den man als Kind hatte beim Spiel.

    Friedrich Nietzsche

  4. Der Standpunkt macht es nicht, die Art macht es, wie man ihn vertritt.

    Theodor Fontane

  5. Mehr sein als scheinen - viel leisten und wenig hervortreten

    Helmuth James Graf von Moltke

  6. Mache, dass ich danach trachte zu trösten, statt getröstet zu werden, zu verstehen, statt verstanden zu werden, zu lieben, statt geliebt zu werden. Denn wir können nur empfangen, wenn wir geben.

    Franz von Assisi

  7. Umändern kann sich niemand, bessern jeder.

    Ernst von Feuchtersleben

  8. Lieben - das heißt Seele werden wollen in einem anderen.

    Friedrich Schleiermacher

  9. Deinen Mitmenschen darfst du vieles verzeihen, dir selber aber nichts

    Konfuzius

  10. Wer damit anfängt, dass er allen traut, wird damit enden, dass er einen jeden für einen Schurken hält

    Christian Friedrich Hebbel

  11. Aus den Trümmern unserer Verzweiflung bauen wir unseren Charakter.

    Ralph Waldo Emerson

  12. Der entscheidende Augenblick der menschlichen Entwicklung ist immerwährend.

    Franz Kafka

  13. Glück und Unglück nehmen den Menschen die Maske ab

  14. Unerquicklich ist es, mit Dir zu streiten, wenn Du nur verteidigen willst, was Du bist, was Du warst und immer zu bleiben gedenkst. Was soll ich streiten, wenn ich nicht hoffen kann, Dich zu ände …

    Karl Ferdinand Gutzkow

  15. Hektik weist auf ein krankes Gemüt. Hauptmerkmal eines geordneten Verstandes ist Beharrungsvermögen und die Fähigkeit, mit sich selbst umgehen zu können.

    Seneca

  16. Den Puls des eigenen Herzens fühlen. Ruhe im Innern, Ruhe im Äußern. Wieder Atem holen lernen, das ist es.

    Christian Morgenstern

  17. Wer gewinnen kann, ist Sieger über andere. Wer verlieren kann, ist Sieger über sich selbst.

    Rainer Haak

  18. Alle Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen

    Friedrich Nietzsche

  19. Je großzügiger ein Mensch ist, desto mehr Zeit hat er für sich und andere. Mach es dir zur Gewohnheit, immer Zeit zu haben.

    Seneca

  20. Es ist nie zu spät das zu werden, was man hätte sein können.

    George Eliot

  21. Der Mensch muss lernen, den Lichtstrahl aufzufangen und zu verfolgen, der in seinem Innern aufblitzt.

    Ralph Waldo Emerson

  22. Man meint, man müsse alt werden, um klug zu sein; aber im Grunde hat man bei zunehmenden Jahren zu tun, sich so klug zu erhalten, als man gewesen ist.

    Johann Peter Eckermann

  23. Das Wort Esel, wenn's zurück gelesen wird, so heißt es lese; wahr ist, wenn jemand kein unverständiger Esel bleiben will, so muss er Bücher lesen.

    Abraham a Sancta Clara

  24. Talent ist selten. Man muss es systematisch und behutsam pflegen.

    Wladimir Iljitsch Lenin

  25. Bringe die Menschen dazu, dass sie von sich selbst eine höhere Meinung bekommen, und du schaffst dir bleibende Freunde

    Philip Chesterfield

  26. Alle Kraft der Menschen wird erworben durch Kampf mit sich selbst und Überwindung seiner selbst

    Johann Gottlieb Fichte

  27. Leben ist Wandlung: man ist in jedem neuen Augenblicke etwas anderes, als man es bis jetzt war, ist also niemals endgültig man selbst.

    José Ortega y Gasset

  28. Überhaupt wirkt das Beispiel als ein Beförderungsmittel der guten und schlechten Charaktereigenschaften: Aber es schafft sie nicht.

    Arthur Schopenhauer

  29. Über allen anderen Tugenden steht eines: das beständige Streben nach oben, das Ringen mit sich selbst, das unersättliche Verlangen nach größerer Reinheit, Weisheit, Güte und Liebe.

    Johann Wolfgang von Goethe

  30. Wenn du ein Kind hast, dann wird auch aus dir wieder eins werden.

  31. Der Weise sucht, was in ihm selber ist, der Tor, was außerhalb.

    Konfuzius

  32. Soll den Menschen beigebracht werden, die Wahrheit zu sagen, so müssen sie auch lernen, sie zu hören.

    Samuel Johnson

  33. Das wahre und sichtbare Glück des Lebens liegt nicht außerhalb, sondern in uns.

    Johann Peter Hebel

  34. Sich über das Kleine erhaben zu machen ist die Schule zur Größe.

    Zenon von Kition

  35. Das Leben beseitigt manchen Fehler der Erziehung und manchen Vorzug der Erziehung.

    Otto Weiss

  36. Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.

    John Ruskin

  37. Ein Charakter ist ein vollständig gebildeter Wille.

    Novalis

  38. Die Erziehung hat den Zweck, den Menschen zu einem selbständigen Wesen zu machen, das heißt zu einem Wesen von freiem Willen.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  39. Ich werde älter und höre doch nicht auf, immer noch viel zu lernen

    Solon

  40. Man kann nicht ohne weiteres sagen, dass Leid zum Aufbau des Charakters beitrage, ebenso oft trägt es auch zu seiner Zerstörung bei.

    John Steinbeck

  41. Die Freude finden wir nicht in den Dingen, sondern in der Tiefe unserer Seele.

    Theresia von Lisieux

  42. Eine Not kann dir mehr nützen als tausend Freuden.

    Johannes Bonaventura

  43. An seinen Feinden rächt man sich am besten dadurch, dass man besser wird als sie.

    Diogenes Laertius

  44. Die Liebe lehrt uns vieles – vor allem bereuen.

    Emanuel Wertheimer

  45. Haben Frauen erstmal wirklich gründlich ihren inneren männlichen Anteil entwickelt, hinkt das Original oft nur noch schlapp hinterher.

    Christa Schyboll

  46. Der einzelne kann sich vervollkommnen. Aber die Menschheit als ganzes wird weder besser noch schlechter.

    Denis Diderot

  47. Loslassen, was nicht froh sein lässt. Um Illusionen ärmer, an Gelassenheit reicher werden.

    Else Pannek

  48. Einfachheit ist das Resultat der Reife.

    Friedrich von Schiller

  49. Wir müssen alle lernen, über uns selbst zu lachen.

    James A. Garfield

  50. Schlecht weht der Wind, der keinen Vorteil bringt.

    William Shakespeare

  51. Niederlagen stählen, aber eben nur, wenn es nicht zu viele werden.

    Willy Brandt

  52. Betrübnisse sind die Sprossen der Leiter, die zum Himmel führt.

  53. Man kennt sich selbst erst richtig, wenn man weiss, was Angst ist und sie überwunden hat

    Reinhold Messner

  54. Der Trieb zum Guten ist dem Menschen eingepflanzt von Natur wie dem Wasser der Trieb, bergab zu fließen.

  55. Die Natur will, dass die Kinder Kinder sind, ehe sie Erwachsene werden.

    Jean-Jacques Rousseau

  56. Studiere die Menschen, nicht um sie zu überlisten und auszubeuten, sondern um das Gute in ihnen aufzuwecken und in Bewegung zu setzen

    Gottfried Keller

  57. Freiheit ist kein Ziel, sondern eine Folge. Wenn Du dich unfrei fühlst, so suche die Ursache in Dir.

    Leo Tolstoi

  58. Der schönste Zeuge deiner Schöpfungen ist: was du aus deiner eigenen Kraft geworden.

    Heinrich Martin

  59. Wenn die Meister aufhören zu lehren, werden die Schüler endlich lernen können.

    Charles-Louis de Montesquieu

  60. Es ist unmöglich, sehr gebildet zu werden, wenn man nur liest, was gefällt.

    Joseph Joubert