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Sprüche über Selbstentwicklung

611 Sprüche — Seite 9

Kein reifes Leben entsteht von selbst. Selbstentwicklung meint den langen Prozess, an Erfahrungen zu wachsen, sich zu prüfen, Gewohnheiten zu verändern und dem eigenen Wesen nach und nach eine bewusstere Form zu geben. Darum gehört dieses Thema zu den anspruchsvollsten und zugleich fruchtbarsten Bereichen menschlicher Lebenskunst.

Ihr Kern liegt nicht in äußerer Optimierung, sondern in Ehrlichkeit, Disziplin und innerer Beweglichkeit. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Entwicklung oft mit Verzicht, Geduld und unbequemen Einsichten beginnt und gerade darin den Weg zu größerer Freiheit und Klarheit eröffnet.

  1. Jeder Mensch wird als Zwilling geboren – als der, der er ist und als der, für den er sich hält.

    Martin Kessel

  2. Vertraue dir nur selbst, wenn andere an dir zweifeln, aber nimm ihnen ihren Zweifel nicht übel.

    Rudyard Kipling

  3. Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten.

    Gottfried Keller

  4. Willst du den Himmel gewiss haben, so tauge etwas für die Erde.

  5. Unerfahrenheit führt zu Selbstvertrauen, Bildung zu Scheu.

    Hieronymus

  6. Erfülle deinen Geist mit großen Gedanken, denn du wirst nie höher steigen als deine Gedanken.

    Benjamin Disraeli

  7. Entwickle dich zu dem einmaligen, unverwechselbaren, unaustauschbaren Menschen, der in dir angelegt ist.

    Pindar

  8. Die Bekanntschaft mit einem einzigen guten Buch kann ein Leben ändern.

  9. Die Verantwortung für sich selbst ist die Wurzel jeder Verantwortung

  10. Das Leben sähe anders aus, wenn wir, statt über die Lieblosigkeit in der Welt zu klagen, etwas gegen die Lieblosigkeit in uns selbst tun würden.

    Rainer Haak

  11. Alles, was uns begegnet, läßt Spuren zurück, alles trägt unmerklich zu unserer Bildung bei; doch ist es gefährlich, sich davon Rechenschaft geben zu wollen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  12. Auf die Bildung des Charakters haben Zucht und Übung einen bedeutenden Einfluß.

    Samuel Smiles

  13. Ein angenehmes Leben und heiteres Leben kommt nicht von äußeren Dingen.

    Plutarch

  14. Zur Größe hat sich schon mancher aufgerungen, aufgeschwungen, aufgeduldet, keiner aber hat sich noch zu ihr aufgeblasen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  15. Ein Konservativer ist ein Mensch mit zwei völlig gesunden Beinen, der nie gehen gelernt hat.

    Franklin D. Roosevelt

  16. Durch Forschen nur gewinnt man Gelassenheit in allem Tun.

    Sophokles

  17. So sei und so reife… wie viel du auch littst, dass alle froh werden, wenn du ins Zimmer trittst!

    Cäsar Flaischlen

  18. Reife besteht darin, dass einer nicht mehr auf sich selbst hereinfällt

  19. Deine Freunde sind jung, es wird dir mit ihnen ergehen, wie mit den Früchten dem Baum: Reifen sie, fallen sie ab!

    Christian Friedrich Hebbel

  20. Die Erfahrung verfehlt ihren Lebenszweck, wo kein Wunsch zu lernen besteht

    George Bernard Shaw

  21. Zu erkennen, dass man sich geirrt hat, ist ja nur das Eingeständnis, dass man heute schlauer ist als gestern

    Johann Kaspar Lavater

  22. Ein Mann wird in hundert Jahren nicht vollkommen, aber verdorben wird er in weniger als einem Tag.

  23. Wir wollen bei uns die Menschen sammeln, die nicht etwas werden wollen, sondern die etwas sein wollen, nämlich sie selbst, Menschen eigenen Wuchses und eigener Verantwortung

    Theodor Heuss

  24. Ein Mensch, der eine bestimmte Art zu handeln gewohnt ist, ändert sich nie und muss, wenn die veränderten Zeitverhältnisse zu seinen Methoden nicht mehr passen, scheitern.

    Nicolaus Machiavelli

  25. Besser ist's, man hat in der Jugend zu kämpfen als im Alter

    Gottfried Keller

  26. Das Alter ist die Zeitspanne, in der man viele Fehler ablegt, weil man sie nicht mehr braucht.

  27. Das Nützlichste, was wir im Leben lernen können, ist zu verlernen, was unwahr ist.

    Antisthenes

  28. Niemand ist nur Individuum, das heißt ein Wesen, das mit der Geburt in die Welt tritt und mit dem Tod endet. Wie bei Einzelmenschen gibt es auch in den Familien Auf- und Abstieg. Genauso ist es in der …

    John Knittel

  29. Erfahrung ist eine so schöne Sache, dass man sie nicht teuer genug kaufen kann.

    Honoré de Balzac

  30. Man wird hart auf See.

    Jack London

  31. Jedes Problem, das ich löste, wurde zu einer Regel, die später dazu diente, andere Probleme zu lösen.

    René Descartes

  32. Die Entwicklung der Redefertigkeit ist eine der ersten Aufgaben der Bildung fürs Leben.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg

  33. Das Hauptaugenmerk des Erziehers muss sein, die Selbsttätigkeit zu entwickeln, durch welche der Mensch später der eigene Herr, der Fortbildner seines Lebens werden kann.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg

  34. Die Falten um die Stirne dein lass sie nur heiter ranken, das sind die Narben, die darein geschlagen die Gedanken.

    Joseph Victor von Scheffel

  35. Gewohnheit stärkt den Körper in großen Anstrengungen, die Seele in großen Gefahren, das Urteil gegen den ersten Eindruck

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  36. Reifer werden heißt, schärfer trennen, inniger verbinden.

    Hugo von Hofmannsthal

  37. Unser Ich gleicht den Flüssen, die ihren Namen beibehalten und stets anderes Wasser rollen.

    Karl Julius Weber

  38. Anderen die Aufgaben abzunehmen heißt: sie in ihrer Entwicklung zu behindern.

    Else Pannek

  39. Sich der eigenen Leere zu stellen, kann ein Anfang sein.

    Else Pannek

  40. Kinder lieben ihre Eltern. — Sie können nicht anders. — Und sie brauchen für eine unbeschadete Entwicklung: Eltern, die sie und einander lieben, Liebensmögliches an den Eltern.

    Else Pannek

  41. Ängste beeinflussen die Entwicklung. — Entfaltung geschieht im Freisein von Angst.

    Else Pannek

  42. Man lernt nie aus. Nicht einmal dann, wenn man darauf verzichten möchte.

    Else Pannek

  43. Der Mensch wächst mit seinen höhern Zielen - der Wachsende hat immer etwas zu geben, der Nichtwachsende verleidet einem.

    Rudolf von Tavel

  44. Erfahrung vermehrt unsere Weisheit, verringert aber nicht unsere Torheiten.

    Joseph Billings

  45. Eine Zierde zwar ist das Alter des Geschlechts, aber eigentlich doch nur eine Aufforderung, den Ahnen ähnlich zu werden.

    Ulrich von Hutten

  46. Ein Leidenskapitel muss jedes rechte Menschenleben haben, sonst wird nichts Rechtes daraus.

    Carl Hilty

  47. Wie für unterschiedliche Jahreszeiten, so ziemt sich auch für unterschiedliche Lebensalter eine andere Handlungsweise.

    Titus Maccius Plautus

  48. Jedes Alter kann einen guten Gebrauch vom Leben machen, aber man kennt die Möglichkeiten nur, wenn man dieses Alter durchlebt hat.

    Sully Prudhomme

  49. Du fragst mich nach einem Mittel, die Vollkommenheit zu erreichen. Ich kenne nur eines: die Liebe. Dazu ist unser Herz geschaffen.

    Theresia von Lisieux

  50. Leidenschaften sind die Pferde am Wagen des Lebens; aber wir fahren nur gut, wenn Fuhrmann Vernunft die Zügel lenkt.

    Karl Julius Weber

  51. Mache einen anständigen Menschen aus dir selbst - und du kannst sicher sein, dass ein Schuft weniger auf der Welt ist

    Thomas Carlyle

  52. Ein Regen von Tränen ist notwendig für die Ernte des Lernens.

  53. Du bist heute wo deine Gedanken dich hingebracht haben, du wirst morgen dort sein wo deine Gedanken dich hinbringen werden.

    James Allen

  54. Es liegt wenig daran, wie man geboren wird; aber es ist viel daran gelegen, wie man stirbt.

    Christina I. von Schweden

  55. Das Leiden soll uns in die Höhe tragen.

    Anselm von Canterbury

  56. Ohne Erziehung zum Gehorsam ist keine Bildung zu einem charakterfesten Menschen, zu einem Menschen, zu einem Manne denkbar.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg

  57. Wer nur aus Fehlern lernt, sollte seine Fehler schneller machen als andere

    Rainer Karius

  58. Ein Ton aus unserer Jugendzeit wird oft zur Dominante für das ganze Leben.

    Peter Sirius

  59. Mir kommen die Wege, auf denen die Menschen zur Erkenntnis gelangen fast ebenso bewunderungswürdig vor wie die Natur der Dinge selbst.

    Johannes Kepler

  60. Die Bestimmung des Menschen auf dieser Erde ist nicht die Glückseligkeit, sondern die Vervollkommnung

    Germaine Madame de Stael