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Sprüche über Selbstentwicklung

611 Sprüche — Seite 8

Kein reifes Leben entsteht von selbst. Selbstentwicklung meint den langen Prozess, an Erfahrungen zu wachsen, sich zu prüfen, Gewohnheiten zu verändern und dem eigenen Wesen nach und nach eine bewusstere Form zu geben. Darum gehört dieses Thema zu den anspruchsvollsten und zugleich fruchtbarsten Bereichen menschlicher Lebenskunst.

Ihr Kern liegt nicht in äußerer Optimierung, sondern in Ehrlichkeit, Disziplin und innerer Beweglichkeit. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Entwicklung oft mit Verzicht, Geduld und unbequemen Einsichten beginnt und gerade darin den Weg zu größerer Freiheit und Klarheit eröffnet.

  1. Gesundheit gedeiht mit der Freude am Leben.

    Thomas von Aquin

  2. Nur durch die Tiefen unserer Erde, nur durch die Stürme eines Menschengewissens hindurch eröffnet sich der Blick auf die Ewigkeit.

    Dietrich Bonhoeffer

  3. Es bildet ein Talent sich in der Stille, sich ein Charakter in dem Strom der Welt.

    Johann Wolfgang von Goethe

  4. Wenn man die Menschen lehrt, wie sie denken sollen, und nicht, was sie denken sollen, so wird auch dem Mißverständnis vorgebeugt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  5. Die Meinung im guten Menschen ist Wissen im Werden.

    John Milton

  6. Nicht die Armseligkeit macht den Menschen selig, sondern die Barmherzigkeit.

    Bernhard von Clairvaux

  7. Die Jahre lehren viel, was die Tage niemals wissen.

    Ralph Waldo Emerson

  8. Wir empfangen die Weisheit nicht, wir müssen sie für uns selbst entdecken im Verlauf einer Reise, die niemand für uns unternehmen oder uns ersparen kann

    Marcel Proust

  9. Darauf kommt es dem Schicksal auch nicht an, dass der Mensch das höchste Glück erlebe, sondern darauf, dass er sich vollende und immer mehr die Fesseln des Egoismus und der Mängel, die die Welt der Tä …

    Malwida von Meysenbug

  10. Der erste Schritt zum Laster ist der letzte auf der Bahn der Tugend und der wahren Glückseligkeit.

    Joachim Heinrich Campe

  11. Die Menschen werden selten durch fremden Schaden klug

    Adolph Kolping

  12. In moralischer Beziehung ist der Mann öfter und länger Mann, als die Frau Frau ist.

    Honoré de Balzac

  13. Wir wollen lieber empfinden als wissen, lieber selbst und vielleicht zu viel erraten, als langsam hergezählt haben.

    Johann Gottfried Herder

  14. Es ist eine weise Fügung der Weltordnung, dass wir nicht wissen, wieweit wir selbst das Leben vergangener Menschen fortsetzen, und dass wir nur zuweilen erstaunt merken, wie wir in unseren Kindern …

    Gustav Freytag

  15. Egoismus ist das verabscheuungswürdigste Laster, das keiner beim anderen vergeben will und ohne das er selbst nicht sein kann.

    Henry Ward Beecher

  16. Lerne zu werden, der Du bist!

    Pindar

  17. Nur insofern der Mensch mit sich selbst eine glückliche Ehe führt und eine schöne Familie ausmacht, ist er überhaupt ehe- und familienfähig.

    Novalis

  18. Bewahre dir das einfache Herz des Kindes,aber lass durch dein Lebensalter deine Urteilskraft reifen.

  19. Gelobt sei die Krankheit, denn die Kranken sind ihrer Seele näher als die Gesunden

    Marcel Proust

  20. Am Ende des längsten Lebens sind wir immer noch Anfänger.

    John Henry Newman

  21. ...ja, so geht man dahin. Und die Zeit geht auch dahin - bis man nicht mehr entfernt eine Schattenlinie bemerkt, eine Mahnung, dass man auch das Reich der sorglosen Jugend hinter sich lassen muss.

    Joseph Conrad

  22. Stille haben wir von Natur aus im Herzen. Wir müssen nur unser Herz öffnen.

  23. Wenn du die Welt verändern willst, beginne mit dem Menschen, den du jeden Morgen im Spiegel siehst.

    Simone Weil

  24. Wenn nicht jeder ein so ganz übertriebenes Interesse an sich selbst nähme, so wäre das Leben so uninteressant, dass keiner es darin aushielte.

    Arthur Schopenhauer

  25. Der Schmerz ist ein heiliger Engel, durch ihn werden Menschen größer als durch aller Freuden.

    Adalbert Stifter

  26. Warum kann man mit fünfunddreissig Jahren nicht so gut anfangen wie mit zehn?

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  27. Ein Gemüt jedoch, das nicht gelernt hat vorauszuschauen und sich die Zukunft stets rosig malt, wird von den ersten Widerwärtigkeiten zu Boden geworfen.

    Francesco Petrarca

  28. Je mehr man in sich erlebt hat, desto mehr Teil nimmt man an andern und weniger an sich selbst

    Ernst von Feuchtersleben

  29. Das Recht auf Dummheit wird von der Verfassung geschützt. Es gehört zur Garantie der freien Persönlichkeitsentfaltung.

    Mark Twain

  30. Wer nach seinem Gewissen lebt, der ist kein Knecht, der befiehlt sich selbst und gehorcht sich selbst; der lebt wirklich menschlich.

    Johann Geiler von Kayserberg

  31. Schicksal und sich schicken scheinen mir nicht ohne Bedeutung nahe verwandt. Wie wir uns schicken, so ist unser Schicksal.

    Novalis

  32. Wir werden nicht älter mit den Jahren, wir werden neuer jeden Tag!

    Emily Elizabeth Dickinson

  33. Wer in Gefahr ist, Pessimist zu werden, sollte eine Rose betrachten

    Edmond Rostand

  34. Glück tut gut, aber Leid lässt die Seele wachsen.

    Ludwig Uhland

  35. Du brauchst nur zu verzichten, dann findest du deinen Frieden.

    Antoine de Saint-Exupéry

  36. Reife ist, wenn man das Vollkommene nicht im Ungewöhnlichen, sondern im Alltäglichen sucht.

    Hugo von Hofmannsthal

  37. Die Natur ist die große Ruhe gegenüber unserer Beweglichkeit. Darum wird sie der Mensch immer mehr lieben, je feiner und beweglicher er werden wird.

    Christian Morgenstern

  38. Die Kraft der Gedanken ist unsichtbar wie der Same, aus dem ein riesiger Baum erwächst; sie ist aber der Ursprung für die sichtbaren Veränderungen im Leben des Menschen.

    Leo Tolstoi

  39. Komm zu dir selbst, komm zur Ruhe. In der Stille wohnt die Freude, die im Stress verlorenging

  40. Was ist Reue ? Eine grosse Trauer darüber, dass wir sind, wie wir sind.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  41. Reisen sind das beste Mittel zur Selbstbildung.

    Karl Julius Weber

  42. Wer anderer Not löst, ist der Erlöste.

    Laotse

  43. Wer sich selbst beherrschen kann, beherrscht andere.

    William Hazlitt

  44. Nur dort gibt es Liebe, wo die Wahl unwiderruflich ist, denn man muss Grenzen haben, um werden zu können.

    Antoine de Saint-Exupéry

  45. Erfolg verbessert den Charakter.

    William Somerset Maugham

  46. Ein guter Mensch ist immer ein Anfänger.

    Martial

  47. Soviel sich auch um und in mir ändere, dieselbe Sonne, die mich als Kind bestrahlte, sieht mich unverändert jetzt an.

    Jean Paul

  48. Deine erste Pflicht ist, dich selbst glücklich zu machen.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  49. Männer gelangen zu ihren Überzeugungen wie Jungen das Buchstabieren lernen. In erster Linie durchs Wiederholen.

    Elizabeth Barrett Browning

  50. Interessiere dich für dein Leben. Du bist die einzige, die daraus etwas machen kann.

    Else Pannek

  51. Leute, die darauf stolz sind, dass sie hart arbeiten, mag ich nicht. Wenn ihre Arbeit sie so hart ankommt, sollten sie sich eine andere suchen. Die Freude an unserer Arbeit ist das Zeichen, da …

    André Gide

  52. Hilf heute einem anderen Menschen. Dadurch werden deine Freude und Begeisterung gestärkt

  53. Wer selber scheinen will, wird nicht erleuchtet.

    Laotse

  54. Wer aus Liebe närrisch wird, der wäre es früher oder später auch ohne Liebe geworden.

    Gotthold Ephraim Lessing

  55. Wenn man jedes Jahr eine bösartige Gewohnheit ausreißt, wird mit der Zeit der schlimmste Mensch gut

    Benjamin Franklin

  56. Dies über alles: Sei dir selber treu: Und daraus folgt, so wie die Nacht dem Tage, du kannst nicht falsch sein gegen irgend wen.

    William Shakespeare

  57. Das Reifwerden eines Christen ist im Grunde ein Dankbarwerden.

    Friedrich von Bodelschwingh

  58. Liebe und das Selbst sind eines, und wer eines davon entdeckt, hat beides verwirklicht.

  59. Instinktiv habe ich mich immer dagegen gewehrt, das zu werden, was man gewöhnlich unter einem "reifen Menschen" versteht.

    Albert Schweitzer

  60. Genier dich nicht, dir deine Fehler abzugewöhnen.