
Man meint, man müsse alt werden, um klug zu sein; aber im Grunde hat man bei zunehmenden Jahren zu tun, sich so klug zu erhalten, als man gewesen ist.
Bedeutung
Eckermann widerspricht der einfachen Vorstellung, Alter mache automatisch klug. Mit den Jahren wachse nicht nur Erfahrung, sondern auch die Aufgabe, die eigene frühere Klarheit zu bewahren. Der Satz ist überraschend, weil er Jugend nicht als unreif abwertet und Alter nicht idealisiert. Klugheit erscheint als etwas, das man verlieren kann, wenn Gewohnheit, Müdigkeit oder Eitelkeit stärker werden. Reife bedeutet daher nicht bloß mehr Lebenszeit, sondern aktive geistige Wachheit.
Verwendung
Das Zitat passt zu runden Geburtstagen, Ruhestand, Bildungsreden oder Gesprächen über Älterwerden und Lernen. Es eignet sich für Menschen, die nachdenkliche, nicht beschönigende Worte mögen. Für sehr festliche Glückwünsche sollte ein warmer persönlicher Satz ergänzt werden, damit der Gedanke nicht zu streng klingt.
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Über Johann Peter Eckermann
Über den Autor
1792 - 1854
Johann Peter Eckermann (1792–1854) war ein deutscher Schriftsteller und enger Vertrauter Goethes. Bekannt wurde er durch die „Gespräche mit Goethe", in denen er Beobachtung, Erinnerung und literarische Verehrung zu einem wichtigen Zeugnis der Goethezeit verband. Seine eigene Bedeutung liegt in dieser Kunst des Zuhörens und Bewahrens.
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Johann Peter Eckermann (1792–1854) fand seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem durch seine Nähe zu Goethe. In den „Gesprächen mit Goethe" hielt er Begegnungen, Urteile und Alltagsszenen fest, die bis heute eine zentrale Quelle für das späte Denken Goethes sind. Eckermann war dabei nicht nur Protokollant, sondern auch ein aufmerksamer literarischer Vermittler, dessen Fragen und Beobachtungen den Ton des Werks prägen. Seine eigene Bedeutung liegt in dieser Kunst des Zuhörens und Bewahrens. Seine Sprüche und Gedanken wirken deshalb aus einer Haltung heraus, die Bildung, Treue und genaue Wahrnehmung höher stellt als laute Originalität.
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Die Hauptsache ist, dass man lerne, sich selbst zu beherrschen.
— Johann Peter Eckermann
Es ist keine Kunst, geistreich zu sein, wenn man vor nichts Respekt hat.
— Johann Peter Eckermann
Der Mensch bedarf der Teilnahme und Anregung, wenn etwas gelingen soll.
— Johann Peter Eckermann
Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
— Arthur Schopenhauer
Wer keinen Mut hat zum Träumen, hat auch keine Kraft zum Kämpfen.
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