Allgemein Sprüche
367 Sprüche — Seite 6
Sei nicht ein Wind- und Wetterhahn und fang nicht immer Neues an. Was du einmal begonnen hast, das führ zu Ende ohne Rast.
Gleich einer Schule ist das Leben, Aufgaben gibt es schwer und viel; nach besseren Noten gilt das Streben, ein gutes Zeugnis ist das Ziel.
Sei fleißig wie ein Bienchen und sanft wie ein Kaninchen, so sauber wie ein Kätzchen, dann kriegst du auch ein Schätzchen.
Was stets und allerorten sich ewig jung erweist, ist in gebundenen Worten ein ungebundener Geist.
— August von Platen
Oft ist die Heiligkeit, womit sich kleine Seelen blähen, bloß Mangel an Gelegenheit, die Fehler andrer zu begehen.
— Gottlieb Konrad Pfeffel
Eine Freundin spricht zu dir: geh durchs Leben mit Pläsier, mache, dass die Leute lachen, aber - keine krummen Sachen!
Weißer Schwan auf blauer Flut, liebe ....., merk's dir gut: Halte stets Dein Herz so rein wie der Schwan sein Federlein.
Sei schlicht und wahr, blick der Gefahr frei ins Gesicht: fürchte dich nicht!
Du bist begeistert, du hast Mut - auch das ist gut! Doch kann man mit Begeisterungsschätzen nicht die Besonnenheit ersetzen.
— Christian Johann Heinrich Heine
Ist auch oft der Teufel los, nie verlier den Mut; wenn du an dich selber glaubst, dann wird alles gut.
Beherrsch die hohe Kunst des Schweigens. Viel Reden ist nicht fein. Wer ständig seinen Senf drauf gibt, wird selbst ein Würstchen sein.
Auch wenn dir der Sinn meines Spruchs noch nicht dämmert: sei gut beschlagen und nicht - behämmert!
Musst dich an eignem Tun ergötzen, was andre tun, das wirst du schätzen, besonders keinen Menschen hassen und das übrige Gott überlassen.
— Johann Wolfgang von Goethe
...... lerne Menschen kennen, denn sie sind veränderlich. Die dich heute Freundin nennen, schimpfen morgen über dich.
Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag, doch niemals klug genug für den, der kommen mag.
— Friedrich Rückert
Ich will! - Das Wort ist mächtig, spricht's einer ernst und still; die Sterne reißt's vom Himmel, das eine Wort: Ich will!
— Friedrich Halm
Wie das Gewand um deine Glieder, schlingt sich der Reim um Vers und Lieder; schön mögen des Gewandes Falten sein: doch schöner muss, was sie enthalten, sein!
— Friedrich von Bodenstedt
Alle Tag ein Stückerl weiter, alle Tag ein bisserl gescheiter.
Warte mit dem Lächeln nicht, bis du glücklich bist, denn es könnte ja passieren, dass du dann gestorben bist.
Mache in der heitren Weise deine frohe Lebensreise. Vor Kopfschmerzen und vor Grillen, die das Herz mit Gram erfüllen, vor Brandschaden, Nachtgespenstern, Flöhen und zerschlagenen Fenstern und vo …
Reden ist Silber, Schweigen ist Pappe, sei munter und fröhlich und halt deine Klappe.
Geh munter durch das Leben, mein Freund, verzweifle nicht. Besser 'nen Schalk im Nacken, als eine Faust im Gesicht.
Auch die kleinsten Freudenkörner nur recht fröhlich aufgepickt! Denn sie helfen dir verdauen, was sonst schwer im Magen liegt.
Die Freude fällt uns in die Hände, die bloße Kunst nur, sich zu freu'n, die will geübt, errungen sein.
— Christoph A. Tiedge
Du bist ein lustiger Vogel, und so soll's immer sein, singst fröhlich wie die Lerche, und niemand sperrt dich ein!
Sei ohne Furcht, hüpf ruhig zu! Mach Sprünge wie ein Känguruh, sei fest gepanzert, wenn's vonnöten, wie die großen Landschildkröten. Guck niemals neidisch oder scheel, benimm dich nie wie ein Kam …
Wenn dich die bösen Buben locken, dann folge ihnen nicht. Bleib hocken!
Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu andrer Glück; denn die Freude, die wir geben, kehrt ins eigene Herz zurück.
Das Glück gleicht oft dem Schlingel, der nachts vor deinem Haus zum Scherz reißt an der Klingel, und dann kneift aus. Wir über solches Treiben sich ärgert, ist ein Tor. Du musst ans Haus nur schr …
Der höchste Schmerz, das höchste Glück, sie kennen keine Lieder; doch wenn das Leid gelindert ist, doch wenn das Glück gemindert ist, dann klingt es mächtig wieder.
— Wilhelm Hasenclever
Selig ist, wer sich verdrückt, wenn es was zu lernen gibt.
Hast Sonne im Herzen und Pizza im Bauch, dann bist du glücklich und satt bist du auch.
Wer jeden Tag nur Kuchen isst und Keks und Schokolade, der weiß ja nicht, wann Sonntag ist, und das ist wirklich schade.
Stunden, wo der Unsinn waltet, sind so selten. Stört sie nie! Schöner Unsinn, glaubt mir Kinder, er gehört zu Poesie.
Packt dich mal die Krise, dann ruf mich einfach an. Ich bin auch kein Riese, doch tu ich, was ich kann.
Bei all Deinen Sorgen merke Dir eins: Besser Du lebst fünf vor zwölf als eins nach keins.
Die Welt ist nicht aus Brei und Mus geschaffen, deswegen haltet euch nicht wie Schlaraffen: Harte Bissen gibt es zu kauen; wir müssen erwürgen oder verdauen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Von folgendem Spruch mach gerne Gebrauch: Verspreche nichts, und das halte dann auch!
Ein Kluger und ein Dummer machen mir keinen Kummer; aber die schlimmste Sorte von Leuten sind die Halbgescheiten.
Wenn einer kommt und sagen kann, er hab es allen recht getan, so bitt ich diesen lieben Herrn, er woll mich diese Kunst auch lehrn.
Das meiste im Leben ist schlecht, drum bin ich gar nicht froh; die Dunkelheit ist echt, das Licht aber scheint nur so.
Ist die Zeit auch hingeflogen, die Erinnerung weicht nie; als ein lichter Regenbogen ruht auf trüben Wolken sie.
Das Leben ist eine Hühnerleiter, von oben bis unten - ich weiß nicht weiter.
Ob gut, ob schlecht das Jahr auch sei: ein bisschen Frühling ist immer dabei!
Die Welt ist rauh und dumpf geworden; die Stimm entfiel ihr nach und nach, die einst in tönenden Akorden zum offnen Ohr des Menschen sprach.
— Friedrich Rückert
Diese Welt ist doch die beste, und sie lebt sich ziemlich gut mit Gesundheit, Geld und Tugend und ein bisschen Übermut.
— Eduard von Bauernfeld
Kinderland, du Zauberland, Haus und Hof und Hecken. Hinter blauer Wälderwand spielt die Welt verstecken.
— Detlef von Liliencron
Das Paradies der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde, in der Gesundheit des Leibes und am Herzen des Weibes.
— Friedrich von Bodenstedt
Geh fröhlich hin durchs blumenreiche Leben und pflücke manche Blume dir. Nicht nur für bittren Gram hat Gott das Leben uns gegeben, nein, auch für Freuden sind wir hier.
Ich wollt ein Sträußlein binden, da kam die dunkle Nacht. Kein Blümlein war zu finden. Sonst hätt ich's dir gebracht.
Ich wollte gern ein Kränzlein binden, konnt aber keine Blumen finden. Der Schnee hat alles zugedeckt, und die Blümchen sind versteckt.
Wie das Veilchen sei bescheiden, wie der Frühling reich an Freuden.
Dem kleinen Veilchen gleich, das im Verborgenen blüht, sei immer fromm und gut, auch wenn dich niemand sieht.
Das Veilchen am Bache, das Röslein am Strauch sind alle zwei herzig, und du bist es auch!
Ein Blütenkranz ist unser Leben, wo Knospe sich an Knospe drängt, mit süßem Wohlgeruch umgeben. Doch, ach, zu oft mit Dornen untermengt.
Glaube bringt uns Gottes Segen, Liebe Glück auf allen Wegen, Hoffnung Trost in jeder Not, und Geduld bringt Rosen!
Kein Sternlein blinkt im Walde. Weiß weder Weg noch Ort: Die Blumen an der Halde, die Blumen in dem Walde, die blühn im Dunkeln fort.
— Theodor Storm
Dein Album ist ein Blumengarten, drin blühen Blumen aller Arten. Ich stell in diesem Blumenflor im Herzen mir das Unkraut vor. Doch wenn die Rosen welkend fallen, gedenk des Unkrauts dann vor all …
Tulpen, Nelken, Rosen, mach nicht in die Hosen. Du musst deine Ängste dämpfen und um deine Rechte kämpfen.
Es blüht ein Blümchen irgendwo, in einem stillen Tal, das schmeichelt Aug und Herz so froh wie Abendsonnenstrahl.
— Gottfried August Bürger