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Allgemein Sprüche

367 Sprüche — Seite 3

  1. Genieße froh die Tage, des Augenblickes Gunst; richtig dosierte Faulheit ist ein Stück Lebenskunst

  2. Ohne Blumen, ohne Träume, ohne Spaß und Purzelbäume, ohne Schinken, ohne Speck hat das Leben keinen Zweck.

  3. Im Fleiß kann dich die Biene meistern, in der Geschicklichkeit ein Wurm dein Meister sein, dein Wissen teilest du mit vorgezogenen Geistern, die Kunst, o Mensch, hast du allein.

    Friedrich von Schiller

  4. Ins Album würd ich schreiben das reizendste Sonett, doch ist es nicht wie du selber, so freundlich und so nett.

  5. Es reden und träumen die Menschen viel von bessern künftigen Tagen; nach einem glücklichen, goldenen Ziel sieht man sie rennen und jagen. Die Welt wird alt und wieder jung, doch der Mensch erhoff …

    Friedrich von Schiller

  6. Lasse dir den Mut nicht rauben, sei im Unglück stark und fest; werden doch die besten Trauben stets am härtesten gepreßt!

  7. O Mut, nur Mut in jeder Lage, wo dich ein Dornenwald umstarrt! Die Morgenröte besserer Tage glüht hinterm Berg der Gegenwart.

    August Friedrich Langbein

  8. Erst unter Kuß und Spiel und Scherzen erkennst du ganz, was Leben heißt: o lerne denken mit dem Herzen, und lerne fühlen mit dem Geist.

    Theodor Fontane

  9. Wenn man einen Riesen sieht, so untersuche man erst den Stand der Sonne und gebe Acht, ob es nicht der Schatten eines Pygmäen ist.

    Novalis

  10. Mein Sprüchlein heißt: Auf Gott vertrau, arbeite brav und leb genau!

    Gottfried August Bürger

  11. Wenn sich unsere Wege trennen und wir uns nicht mehr kennen, dann wollen wir doch dankbar sein, dass wir einst durften beisammen sein.

  12. Dumme Gedanken hat jeder, doch der Weise verschweigt sie.

    Wilhelm Busch

  13. Gesell dich einem Bessern zu, dass mit ihm deine bessern Kräfte ringen. Wer selbst nicht weiter ist als du, der kann dich auch nicht weiter bringen.

    Friedrich Rückert

  14. Wenn jemand neidvoll an Dich denkt, verzieh nicht deine Mienen. Mitleid kriegst du umsonst geschenkt, Neid muss man sich verdienen.

  15. Genieße still und zufrieden den sonnig heiteren Tag. Du weißt nicht, ob hienieden ein gleicher kommen mag.

  16. Es ist nicht einzig Glück im Leben nach Geld und Edelstein zu streben. Ein reines Herz und froher Sinn sind ein viel größerer Gewinn

  17. Nimm die Zunge wohl in acht, sprich kein Wort, das unbedacht, denn ein Wort, zu schnell gesprochen, hat schon manches Glück zerbrochen.

  18. Lass die Winde stürmen auf des Lebens Bahn, ob sie Wogen türmen gegen deinen Kahn: Schiffe ruhig weiter, wenn der Mast auch bricht: Gott ist dein Begleiter, er verläßt dich nicht.

  19. Einem trauen ist genug, keinem trauen ist nicht klug; doch ist's besser, keinem trauen als auf gar zu viele bauen.

    Friedrich von Logau

  20. Sei immer froh und heiter, dann geht das Leben fröhlich weiter.

  21. Nicht was du bist ist's, was dich ehrt, wie du es bist, bestimmt den Wert.

  22. Erscheint dir etwas unerhört, bist du im tiefsten Herzen empört, bäume dich nicht auf, versuch's nicht im Streit, berühr es nicht, überlaß es der Zeit: Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter, Zeit …

    Theodor Fontane

  23. Wer erst in saure Äpfel biss und dann in einen süßen, der wird den süßen ganz gewiss dann doppelt froh genießen. Doch wer in süße Äpfel biss und dann in einen herben, dem wird der Herbe ganz gewiss …

  24. Dem Dummen ist auf dieser Welt der Dümmere zum Trost gesellt. Drum nie das Selbstvertraun verloren! Der Dümmste ist noch nicht geboren.

    Oscar Blumenthal

  25. Wenn einer, der dich hat gekränkt, zaghaft die Schritte zu dir lenkt. So sage ihm kein Donnerwetter, verzeihe ihm, das ist viel netter.

  26. Adam hat es der Eva geklagt: "Wir Menschen sind doch schrecklich geplagt!" "Eine alte Geschichte!" hat Eva gesagt.

    Daniel Sanders

  27. Glücklich ist, wer nie verlor im Lauf des Lebens den Humor!

  28. "Dennoch" ist ein schönes Wort, "dennoch" heißt mein Glaube; "dennoch" sag ich fort und fort, ob ich lieg im Staube, ob ich steh auf der Höh in des Glückes Schimmer: "Dennoch!" sag ich immer.

    Claus Harms

  29. Lerne zu warten, warten ist hart, aber bedenke: Kommt Zeit, kommt Bart!

  30. Wissen heißt, die Welt verstehen; Wissen lehrt verrauschter Zeiten und der Stunde, die da flattert, wunderliche Zeichen deuten. Und da sich die neuen Tage aus dem Schutt der alten bauen, kann ein …

    Friedrich Wilhelm Weber

  31. Wenn Du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst Du reicher in Dich selbst zurück; denn wer den Sinn aufs Ganze hält gerichtet, dem ist der Streit in seiner Brust geschlichtet.

    Friedrich von Schiller

  32. Was jung ist, will jung sein; das ist so Brauch - als wir jung waren, wollten wir`s auch.

    Cäsar Flaischlen

  33. Sei froh und übe dich im Lachen, denn Lachen, das tut gut. Lass dir kein X für ein U vormachen, sei immer auf der Hut!

  34. Mit dem Klagen, mit dem Zagen, wie verdirbst Du's allzuoft; lerne Trübes heiter tragen, und das Glück kommt unverhofft.

  35. Gehorchst du stur der Obrigkeit, bekommst du keine Beulen; es gibt auch ohne Tränengas bestimmt genug zum Heulen.

  36. Französisch ist ein Unterricht, bei dem man durch die Nase spricht: but if you now speak through your nose, bist du noch lange kein Franzos!

  37. Ein Traum, ein Traum ist unser Leben auf Erden hier. Wie Schatten auf den Wogen schweben und schwinden wir. Und messen unsere trägen Tritte nach Raum und Zeit, und sind (und wissen's nicht) in Mitt …

    Johann Gottfried Herder

  38. Heut sind du und ich noch Kind, doch die Zeit eilt so geschwind. Eh wir beide uns versehen, werden wir am Krückstock gehen.

  39. Begräbt im Schnee der Winterwind die Straßen weit und breit, nie wird der Weg, o liebes Kind, zum Glück dir sein verschneit.

  40. Das Schicksal ist ein Wirbelwind, ein armes Blatt das Menschenkind. Er treibt's zu Tal, er hebt's zum Hügel - das Blättchen rühmt sich seiner Flügel!

    Hieronymus Lorm

  41. Was du gelernt in jungen Tagen, wird dir im Alter Früchte tragen.

  42. Wer sich behaglich fühlt zuhaus, der rennt nicht in die Welt hinaus.

    Friedrich Rückert

  43. Jeder nach seinem Sinn wählt seiner Freuden Ort: der Rosenkäfer hier, und der Mistkäfer dort.

    Friedrich Rückert

  44. Der Kritiker hat immer Recht, unfehlbar wie der Kletterspecht: Die Eiche trotzt dem stärksten Sturm, der Specht entdeckt in ihr den Wurm.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  45. Willst du dich in dem Glück nicht ausgelassen freun, im Unglück nicht unmäßig kränken, so lern so klug wie Eulenspiegel sein: im Unglück gern ans Glück, im Glück ans Unglück denken.

    Christian Fürchtegott Gellert

  46. Bleibe nicht am Boden haften, frisch gewagt und frisch heraus, Kopf und Arm mit heiteren Kräften überall sind sie zu Haus. Wo wir uns der Sonne freuen, sind wir jede Sorge los, dass wir uns in ihr …

    Johann Wolfgang von Goethe

  47. Wenn du den steilen Berg ersteigst, wirst du beträchtlich ächzen, doch wenn du den hohen Gipfel erreichst, hörst du die Adler krächzen.

    Christian Johann Heinrich Heine

  48. Tröste dich, die Stunden eilen, und was all dich drücken mag, auch die schlimmste kann nicht weilen und es kommt ein neuer Tag. In dem ewigen Kommen, Schwinden wie der Schmerz liegt auch das Glück …

    Theodor Fontane

  49. Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.

  50. Wenn Gift und Galle die Welt dir deut, und du möchtest das Herz dir gesund bewahren: Mach andern Freude! Du wirst erfahren, dass Freude freut.

    Friedrich Vischer

  51. Freud und Leid sind Reiseleute, ziehen immer aus und ein; doch will dieses immer länger, jene kürzer bei uns sein.

    Friedrich von Logau

  52. Zwei Schlüsselchen öffnen dir jedes Herz, zwei niedliche kleine blanke. Gib acht, dass du sie nie verlierst, sie heißen "Bitte" und "Danke".

  53. So zärtlich wie ein Trampeltier, so eiskalt wie der Mond, unschuldig wie der schwarze Teufel, der in der Hölle wohnt. So temperamentvoll wie die Schnecke und störrisch wie ein Vieh, so eingebild …

  54. Ich rate dir, zeig, wie du bist, indem du Menschen, die du triffst, ein Lächeln schenkst auf ihren Wegen, es kehrt zurück und schenkt dir Segen

  55. Das Glück, kein Reiter wird's erjagen; es ist nicht dort, es ist nicht hier: Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir.

    Theodor Fontane

  56. Wenn alles sitzen bliebe, was wir in Hass und Liebe so voneinander schwatzen; wenn Lügen Haare wären, wir wären rau wie Bären und hätten keine Glatzen.

    Wilhelm Busch

  57. Oh Schwesterherz, ich schreibe fein, in dein Poesiealbum mich ein. Auch wenn wir uns mal zoffen und streiten, du hast auch deine guten Seiten! Ich hoffe, wenn die Jahre vergehen, wir immer noch …

  58. Behandle alle Menschen gleich, ob sie arm sind oder reich, denn auch du erwartest im Leben, dass man dir mit Respekt begegne.

  59. Zwei Täubchen am Bache, zwei Täubchen am See, die küssten sich leise und sagten: Ade!

  60. Ein Mühlstein und ein Menschenherz wird stets herumgetrieben; wo beides nichts zu reiben hat, wird beides selbst zerrieben.

    Friedrich von Logau