Allgemein Sprüche
367 Sprüche — Seite 4
Wenn alles sitzen bliebe, was wir in Hass und Liebe so voneinander schwatzen; wenn Lügen Haare wären, wir wären rau wie Bären und hätten keine Glatzen.
— Wilhelm Busch
Wer freudig tut und sich des Getanen freut, ist glücklich.
— Johann Wolfgang von Goethe
Gib und vergib von Herzen gern, das ist des Glückes Keim und Kern.
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Wenn es dir übel geht, nimm es für gut nur immer; wenn du es übel nimmst, so geht es dir noch schlimmer. Und wenn der Freund dich kränkt, verzeih's ihm und versteh: Es ist ihm selbst nicht wohl, so …
— Friedrich Rückert
Oh Schwesterherz, ich schreibe fein, in dein Poesiealbum mich ein. Auch wenn wir uns mal zoffen und streiten, du hast auch deine guten Seiten! Ich hoffe, wenn die Jahre vergehen, wir immer noch …
Zwei Täubchen am Bache, zwei Täubchen am See, die küssten sich leise und sagten: Ade!
Das Glück ist eine leichte Dirne und weilt nicht gern am selben Ort; sie streicht das Haar dir von der Stirne und küßt dich rasch und flattert fort. Frau Unglück hat im Gegenteile dich liebefest …
— Christian Johann Heinrich Heine
Ein kleines Lied, wie geht's nur an, dass man so lieb es haben kann, was liegt darin? Erzähle! Es liegt darin ein wenig Klang ein wenig Wohllaut und Gesang, und eine ganze Seele.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, ohne Furcht, was man im Lande glaubt: wo man singt, da wird kein Mensch beraubt, Bösewichter haben keine Lieder.
— Johann Gottfried Seume
Ein Mühlstein und ein Menschenherz wird stets herumgetrieben; wo beides nichts zu reiben hat, wird beides selbst zerrieben.
— Friedrich von Logau
Halte Wort, was Du versprochen, eh' Du sprichst, beherrsche Dich. Schnell ist wohl ein Wort gesprochen, das gebroch'ne rächet sich.
— Heinrich Martin
Sei fröhlich wie der Optimist, der alles Schlechte schnell vergisst. Gräm dich nicht, reg dich nicht auf, das Leben nimmt doch seinen Lauf.
Pack das Leben mutig an mit viel Freude und Energie. Wenn mal 'ne dunkle Wolke kommt, denk dran, die Sonne schwindet nie.
Der Vogel singt und fragt nicht, wer ihm lauscht. Die Quelle rinnt, und fragt nicht, wem sie rauscht. Die Blume blüht und fragt nicht, wer sie pflückt. O sorge, Freund, dass gleiches Tun dir glückt …
— Julius Sturm
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Wünsche. Achte auf deine Wünsche, denn sie werden deine Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Werke. Achte auf deine Werke, denn si …
Tintenklecks und Eselsohren, den Turnbeutel schon wieder verloren. Das ist später nicht mehr wichtig, doch Herz und Humor sind immer richtig!
Vor Menschen ein Adler, vor Gott ein Wurm, so stehst du fest im Lebenssturm. Nur wer sich fühlt vor Gott ganz klein, kann vor den Menschen mächtig sein.
— Ernst Moritz Arndt
Anfangs willst du fast verzagen, und du denkst, du trägst es nie; und du wirst es doch ertragen, aber mit zerschundnem Knie.
Du bist freigiebig und galant, und das hält man dir vor; viel besser als eine offene Hand ist oft ein offenes Ohr.
Immer munter und frisch wie im Wasser der Fisch, wie im Kleefeld der Has, wie der Heuschreck im Gras, wie das Entlein im See, wie das Füchslein im Schnee, wie das Fröschlein am Bach, wie der Spatz …
Wär ich eine Gärtnerin, pflanzt ich dir ein Veilchen hin. Wär ich eine Dichterin, schrieb ich dir ein Verslein hin. Weil ich keins von beiden bin, schreib ich meinen Namen hin:
Die Distel spach zur Rose: "Was bist du nicht ein Distelstrauch? Dann wärst du doch was nütze, dann fräßen dich die Esel auch!"
— Friedrich von Bodenstedt
Viel schöner bist du, wenn du lachst, als wenn du eine Schnute machst!
Ist dir an schlechten Tagen, das Herz voll Traurigkeit, lass dir nur tröstlich sagen: Die Welt ist schön und weit.
Willst du das Leben recht verstehen, musst du's nicht nur von vorn besehen. Von vorn betrachtet sieht ein Haus meist besser als von hinten aus.
— Wilhelm Busch
Sei ohne Harm und ohne Groll, die Welt ist manchen Zufalls voll. Wenn du stets schaffst in guter Ruh, fällt dir vielleicht ein Glückslos zu.
Das eilende Schiff, es kommt durch die Wogen wie Sturmwind geflogen. Mit Jubel verkünden der Stimmen gar viele: Wir nahen dem Ziele! Der Fährmann am Steuer nur stöhnt leise: Wir segeln im Kreise!
— Marie von Ebner-Eschenbach
Wenn auch der letzte Anker bricht: Verzage nicht!
Nur vorwärts frisch und frei den Blick, darfst ihn nicht trübe senken; dir wird beschieden dein Geschick, doch - selber kannst du's lenken.
— Wilhelm Hasenclever
Glück ist, auch das zu lieben, was man tun muss, und nicht nur das, was man tun will
Jeder muss sein Säcklein tragen, mancher groß und mancher klein. Doch statt über Last zu klagen, solltest du zufrieden sein.
Beide schaden sich selbst: Der zu viel verspricht und der zu viel erwartet.
— Gotthold Ephraim Lessing
Der Gedanke klar, die Worte wahr, im Herzen rein, so soll es sein.
Die Alten ehre stets, du bleibst nicht ewig Kind, sie waren, was du bist, und du wirst, was sie sind.
Nimm, soweit die Kraft dir reicht, wär dein Herz auch am Verbluten, nimm die bösen Tage leicht, aber ernst und schwer die guten. Laß, mein Freund, des Lebens Tage dir wie liebe Freunde sein, den …
— Friedrich Halm
Ewig musst du mich jetzt lieben, weil du von mir abgeschrieben! Doch du kannst es lassen bleiben, lässt du mich von dir abschreiben!
Das ist der Weisheit letzter Schluss: Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss.
— Johann Wolfgang von Goethe
Reimen kann ich nicht, ist auch nicht meine Pflicht. Was ich schreib ins Album ein, fällt gewiss auch andern ein.
Die Jugend ist die Zeit der Saat, das Alter erntet Früchte, wer jung nicht, was er sollte, tat, dem geht die Ernte zunichte.
Es mag dir schlecht gehen, es mag dir dreckig gehen, du magst am Ende sein - du hast nur eine Chance: das Leben riskieren.
Wenn Ärger, Not und Kummer und Sorgen dich bedrängen: Kopf hoch! Nur Fledermäuse lassen sich hängen.
Der liebe Gott hat es gewollt, dass die Mück' uns stechen sollt'. Es wär zu schön auf dieser Welt, wenn die Mück' im Sommer fehlt.
Geh ohne Stab nicht in den Schnee und ohne Steuer nicht zur See, geh ohne Gebet und Gottes Wort niemals aus deinem Hause fort.
Leb' dein Leben, sei fidel, und sei nimmer ein Kamel.
's gibt Zeiten, da des Glücks zu viel, und Zeiten, da's zu wenig; 's gibt Tage, da du Bettler bist, und Stunden, da du König.
— Cäsar Flaischlen
Viel schöner ist es, wenn du lachst, als wenn du einen Schmollmund machst. Doch noch viel schöner ist es dann, wenn ich dich später wiedersehen kann.
Der wird kein ganzer Kerl, der nie ein Rüpel war.
— Otto Julius Bierbaum
Die Stunden sind verloren, die wir dem Freund nicht weih'n. Zum Glück sind wir geboren, drum lasst uns glücklich sein.
— Friedrich von Cronegk
Sei immer bescheiden, verlang nie zu viel, dann kommst du zwar langsam, aber sicher zum Ziel
So viel Herzen sind auf Erden so viel Herzen lieben dich doch von diesen vielen Herzen liebt dich keines so wie ich.
Du glaubst noch an das Gute? Inzwischen weiß jedermann: Das Leben ist ein Schiffbruch - rette sich, wer kann!
Wohltaten, still und rein gegeben, sind Tote, die im Grabe leben, sind Blumen, die im Sturm bestehn, sind Sternlein, die nicht untergehn.
— Matthias Claudius
Für Ordnung bist du nicht zu haben? Lass deine Eltern fluchen und denke Dir: Wer Ordnung hält, ist bloß zu faul zum Suchen!
Das Glück ihm günstig sei, was hilft's dem Stöffel? Denn regnet's Brei, fehlt ihm der Löffel.
— Johann Wolfgang von Goethe
Des Lebens Kunst ist leicht zu lernen und zu lehren; du must vom Schicksal nie zu viel begehren. Der, welchem ein bescheidenes Los genügt, hat einen Schatz, der nie versiegt. Dem Unersättlichen in …
— Ludwig Bechstein
Wenn du einmal ganz traurig bist, schick mir einfach eine Eulenpost. Ich fliege dann wie Zauberei mit Harrys Besen schnell herbei.
Nie verzag in deinem Mut; auf die Ebbe folgt die Flut, geht's dir schlecht: es wird wieder gut!
— Daniel Sanders
"Alles was man wirklich will, kann einem auch gelingen", sagte sich das Krokodil und versuchte sich im Singen.
Die großen Taten der Menschen sind nicht die, welche lärmen. Das Große geschieht so schlicht wie das Rieseln des Wassers, das Fließen der Luft, das Wachsen des Getreides.
— Adalbert Stifter
Nimm dir Zeit - auch die Schnecke erreichte die Arche Noah!