Sprüche über die Tierwelt
773 Sprüche — Seite 10
Die Maus soll das Loch suchen, nicht das Loch die Maus.
Es ist Maus wie Mine.
Es ist Maus wie Mutter, Sterze haben sie alle.
In leere Scheuern kriecht keine Maus.
Mit Speck fängt man Mäuse.
Unter einem Fuder Heu erstickt keine Maus.
Beißt die Maus einmal am Käse, so kommt sie wieder.
Hat die Maus einmal den Speck gekostet, so kommt sie wieder.
Wer sich mausig macht, den fressen die Katzen.
Mach dich nicht mausig, wir haben Katzen.
Es ist eine kühne Maus, die der Katz ein Nest ins Ohr machen darf.
Kleine Mäuse haben auch Ohren.
Wer selbst mausen kann, der braucht keine Katzen.
Was dir nicht gehört, das streift eine Maus mit dem Schwanz weg.
Der Mausdreck will allzeit unter den Pfeffer.
Dem schlafenden Fuchs läuft keine weise Maus in den Mund.
Wenn sich das Geflügel früh maust, so gibt's einen frühen Winter.
Wenn die Mücke ein Hühnerei legen will, ist's ihr Tod.
Auch die Mücke hat ihre Milz.
Die Mücken sehen all einander gleich.
Hungrige Mücken beißen schlimm.
Mücken seigen, Elefanten verschlucken.
Man muss nicht nach jeder Mücke schlagen.
Ochsen muss man schön aus dem Wege gehn!
Da stehen die Ochsen am Berge!
Kein Ochse, er sei denn ein Kalb gewesen.
Wo der Ochs König ist, sind die Kälber Prinzen.
Wer mit jungen Ochsen pflügt, macht krumme Furchen.
Ochsen gehen langsam, ziehen aber gut.
Wer mit Ochsen fährt, kommt auch zu Markte.
Der Ochs kann auch auf vier Füßen laufen wie der Hirsch, aber nicht so schnell.
Der Ochs will den Hasen erlaufen.
Müde Ochsen treten hart.
Den Ochsen soll man bei den Hörnern nehmen, den Mann beim Worte, die Frau beim Rock.
Man kauft den Ochsen nicht teurer, weil er bunt ist.
Dem Ochsen, der da drischt, soll man das Maul nicht verbinden.
Man kann nicht allzeit mit eigenen Ochsen pflügen.
Wenn einem Ochsen die Haut wird abgezogen, so ist die größte Arbeit am Schwanz.
Wo keine Ochsen sind, da ist die Krippe rein.
Er spannt die Ochsen hinter den Pflug.
Er sattelt den Ochsen und koppelt die Pferde.
Das Pferd soll zur Krippe gehn, nicht die Krippe zum Pferd.
Ein gut Pferd ist seines Futters wert.
Ein Pferd, das zuviel Futter kriegt, schupft seinen Herrn.
Ein schlecht Pferd, das sein Futter nicht verdient.
Wer dem Pferde seinen Willen läßt, den wirft es aus dem Sattel.
Wer mehr hinter die Pferde legt als vor sie, der füttert nicht lange.
Das Pferd will wohl den Hafer, aber nicht den Sattel.
Das Pferd, das den Hafer verdient, kriegt dessen wenig.
Wer sein eigen Pferd reiten will, muss seinen eigenen Hafer füttern.
Pferde fressen einen Mann, der sie mit Rat nicht halten kann.
Das Pferd stirbt oft, eh das Gras wächst.
Stirb nicht, lieber Hengst, es kommt die Zeit, wo Gras wächst.
Wenn das Pferd satt ist, so trauert es.
Pferde lassen sich zum Wasser bringen, aber nicht zum trinken zwingen.
Wenn das Pferd voll ist, so ist es faul.
Pferd ohne Zaum, Kind ohne Rut, tun nimmer gut.
Auf ein ungezäumt Pferd gehört ein alter Reiter.
Man muss das Pferd und nicht den Reiter zäumen.
Er zäumt das Pferd beim Schwanz auf.