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Sprüche über Zufriedenheit

772 Sprüche — Seite 7

Nicht Überfluss, sondern inneres Einverstandensein entscheidet oft darüber, ob ein Leben als reich empfunden wird. Zufriedenheit ist keine laute Begeisterung, sondern eine stille Form von Ordnung zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Gerade deshalb wirkt sie unscheinbar und erweist sich doch als eine der kostbarsten menschlichen Haltungen.

Sie entsteht selten aus Besitz allein, sondern aus Maß, Dankbarkeit und der Fähigkeit, das Wesentliche zu erkennen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Zufriedenheit weder Stillstand noch Anspruchslosigkeit bedeutet, sondern jene Ruhe, in der das Leben nicht kleiner, sondern klarer erscheint.

  1. 75 Jahre sind vergangen, seit dein Leben angefangen. 75 Jahre rauf und runter, 75 Jahre gesund und munter, und zwickt es auch mal irgendwo - man lebt nicht ohne Risiko. Ein jedes Jahr hat seinen Si …

    Johannes von Müller

  2. Wenn jemand sagt: Ich bin glücklich, so meint er damit ganz einfach: Ich habe zwar Ärger, aber der lässt mich kalt.

    Jules Renard

  3. Zufriedenheit mit seiner Lage ist der größte und sicherste Reichtum.

    Marcus Tullius Cicero

  4. Nie ist das menschliche Gemüt heiterer gestimmt, als wenn es seine richtige Arbeit gefunden hat.

    Wilhelm von Humboldt

  5. Zu wenig und zu viel ist gleich sehr unvollkommen; im Ernst ist und im Spiel das rechte Maß willkommen.

    Friedrich Rückert

  6. Übe die Regungslosigkeit, beschäftige dich mit Untätigkeit, finde im Verzicht Genuss, und du siehst das Große im Kleinen, das Viele im Wenigen.

  7. Arbeit um der Arbeit willen ist gegen die menschliche Natur.

    John Locke

  8. Wenn der Magen voll ist, singen die Vögel und die Menschen lachen.

  9. Menschen, die das Leben nicht genießen können, sind wirklich ungenießbar.

    Rainer Haak

  10. Fernes Wasser löscht nicht nahen Durst.

  11. Frauen, Priester und Hühner sind nie zufrieden.

  12. Das Publikum fühlt sich am wohlsten, wenn eine Mittelmäßigkeit zu ihm redet

    Oscar Wilde

  13. Ich fühle, dass Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen.

    Charles John Huffam Dickens

  14. Das Glück begreifen, dass der Boden auf dem du stehst, nicht größer sein kann, als die zwei Füße, die ihn bedecken

    Franz Kafka

  15. Man muss den Tag glücklich preisen, an dem man etwas Böses verhütet oder etwas Gutes gefördert hat

    Vinzenz von Paul

  16. Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit

    Marie von Ebner-Eschenbach

  17. Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt

    Friedrich von Schiller

  18. Wenn es am besten schmeckt, soll man aufhören

  19. Fröhlichkeit und Mäßigkeit sind die zwei besten Ärzte

  20. Es kommt selten etwas Besseres nach.

  21. Wenn du im Herzen Frieden hast, wird die Hütte zum Palast.

  22. Besser ohne Abendbrot zu Bette geh'n, als mit Schulden aufzusteh'n.

  23. Oft sind die Bösen mit Reichtum beglückt und die Redlichen darben, doch wir segnen das Los, welches uns Darbenden fiel.

    Solon

  24. Brot mit Salz wird einen knurrenden Magen gut beruhigen.

    Horaz

  25. Lächle, denn es gibt einen Frühling in deinem Garten, der die Blüten bringt, einen Sommer, der die Blätter tanzen und einen Herbst, der die Früchte reifen lässt.

  26. Glücklich das Genie, dem nie das Glück lächelte. Es ist sich selbst so ungeheuer viel. Was soll ihm das Glück noch sein?

    Richard Wagner

  27. Der Genuss des Schönsten vermag nicht zu befriedigen, wenn ich ihn allein für mich haben soll.

    Adolf Friedrich von Schack

  28. In jüngern Tagen war ich des Morgens froh, des Abends weint ich; jetzt, da ich älter bin, beginn ich zweifelnd meinen Tag, doch heilig und heiter ist mir sein Ende

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  29. Wunschlosigkeit führt zur inneren Ruhe.

    Laotse

  30. Der eigentliche Kern der Freundschaft: ein Glaube, ein Hoffen, ein gemeinsames Werk! Es liegt eine große Freude darin.

    Annette von Droste-Hülshoff

  31. Erfülltes Leben Zeit zu haben, die Zeit vergessen zu können. Zeit zu haben, zu sehen und zu erkennen. Zeit zu haben, zu hören und zu erfühlen. Zeit zu haben, zu weinen und zu lachen. Zeit z …

  32. Jeden Morgen sich ins Sterben hineindenken, das lehrt uns, den neuen Tag richtig schätzen - nicht zu gering, weil er ein köstliches Geschenk ist; nicht zu hoch, weil er heute noch vergeht.

    Peter Rosegger

  33. Selbstverwirklichung: mit sich ins reine kommen

  34. Besser karg als arg

  35. Ein trunkner Dichter leerte sein Glas auf jeden Zug; ihn warnte sein Gefährte: Hör auf! Du hast genug. Bereit, vom Stuhl zu sinken sprach der: Du bist nicht klug; zu viel kann man wohl trinken, …

    Gotthold Ephraim Lessing

  36. Wer den Erfolg gut behandelt, dem läuft er nach wie ein Hund.

    Mark Twain

  37. Auch ein Klagelied zu sein im Mund der Geliebten, ist herrlich.

    Friedrich von Schiller

  38. Wer sich behaglich fühlt zuhaus, der rennt nicht in die Welt hinaus.

    Friedrich Rückert

  39. Und im Glück, im Genuss wird der Mensch nicht wachsen, in dem will er immer stillestehen.

    Bettina von Arnim

  40. Das beste immer ist, man verfahre mit Wahrheit und Einfachheit.

    Heinrich Friedrich Karl vom Stein

  41. Alles Leben draußen ist nur wie ein Schlafen in Kleidern. Daheim erst liegt man im Bett.

    Berthold Auerbach

  42. Ein Revolutionär ist ein Mann, der das Feuer der Unzufriedenheit mit Benzin löscht.

    Henry de Montherlant

  43. Jeder glückliche Augenblick ist eine Gnade und muss zum Danke stimmen.

    Theodor Fontane

  44. Mancher wär gern größer, als er ist, er reckt sich und streckt sich - vergeblich. Erst wenn er sein Kleinsein annimmt, ist ein Wachstum wieder möglich.

  45. Zur Lebenskunst gehört es, sich stets mit den richtigen Leuten zu vergleichen - im Glück wie im Unglück

    John Steinbeck

  46. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es keine größere Unzufriedenheit gibt, als die der Reichen.

    John Steinbeck

  47. Ist nicht jede Stufe, die man augenblicklich aufwärts steigend betritt, ein Glück?

    Wilhelm Raabe

  48. Du sollst niemandem Überzeugungen rauben, die ihn glücklich machen, es sei denn, du kannst ihm etwas Besseres dafür geben.

    Johann Kaspar Lavater

  49. Der Mensch findet die größte Freude in dem, was er selbst neu findet oder hinzulernt

    Thomas von Aquin

  50. Einige finden sich mit ihrer Rolle als Nichtskönner nicht ab. Auch auf diesem Gebiet geben sie sich nicht mit Durchschnitt zufrieden

    Karl-Heinz Karius

  51. Früh zeigt er seine Energie, indem er ausdermaßen schrie; denn früh belehrt in die Erfahrung: Sobald er schrie, bekam er Nahrung.

    Wilhelm Busch

  52. Am reichsten sind die Menschen, die auf das meiste verzichten können

    Rabindranath Tagore

  53. Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.

  54. Glücklich, wer seine Arbeit gefunden hat - er braucht kein anderes Glück

    Thomas Carlyle

  55. Auf Nachbars Feld steht das Korn besser

  56. Uns gehört nur die Stunde. Und eine Stunde, wenn sie glücklich ist, ist viel. Nicht das Maß der Zeit entscheidet, wohl aber das Maß des Glücks.

    Theodor Fontane

  57. Hier ist mein Gedicht, mehr braucht es nicht: Ich liebe Dich, und du liebst mich!

  58. Ein Vers von jedem, den ich kannte, nun auch noch einer von der Tante, was soll ich Schlaues schreiben? Das Glück soll einfach bei dir bleiben!

  59. Wir denken selten bei dem Licht an Finsternis, beim Glück an Elend; bei der Zufriedenheit an Schmerz; aber umgekehrt jederzeit.

    Immanuel Kant

  60. Wenn du das Leben liebst, liebt es dich auch.

    Arthur Rubinstein