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Sprüche über Zufriedenheit

772 Sprüche — Seite 13

Nicht Überfluss, sondern inneres Einverstandensein entscheidet oft darüber, ob ein Leben als reich empfunden wird. Zufriedenheit ist keine laute Begeisterung, sondern eine stille Form von Ordnung zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Gerade deshalb wirkt sie unscheinbar und erweist sich doch als eine der kostbarsten menschlichen Haltungen.

Sie entsteht selten aus Besitz allein, sondern aus Maß, Dankbarkeit und der Fähigkeit, das Wesentliche zu erkennen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Zufriedenheit weder Stillstand noch Anspruchslosigkeit bedeutet, sondern jene Ruhe, in der das Leben nicht kleiner, sondern klarer erscheint.

  1. Das ist es, was euch in solches Elend stürzt: Mit dem eigenen Geschick unzufrieden, strebt ein jeder im Geiste nach dem höchsten Glück

    Francesco Petrarca

  2. Wir müssen das Leben lieben, schon der Arbeit wegen, die man darin entfalten kann.

  3. Gäbe es keine Politik, so hätte der Bürger bloß sein Innenleben, also nichts, was ihn ausfüllen könnte

    Karl Kraus

  4. Es ist ein liebes Gefühl, Gutes tun zu können um des Guten willen, ohne Dank.

    Felicitas Rose

  5. Lasst es euch nur inwendig gut gehen, so läuft das Auswendige von selber gut hinten nach.

    Hermann Stehr

  6. An einem Rausch ist das schönste der Augenblick, in dem er anfängt.

    Claude Tillier

  7. Wie gut man's hat, ist schwerer zu erkennen, als wie gut man's hatte.

    Otto Weiss

  8. Das Leben ist ein Gemälde – um so schöner, je ungenauer man es betrachtet.

    Otto Weiss

  9. Unglücklich will manche Frau um jeden Preis scheinen und bedauert man sie dann, so ist sie ganz glücklich!

    Otto Weiss

  10. Liebe, das ist der große Strom der Wonne, an dem die Blumen unseres Lebens blühn.

    Ernst von Wildenbruch

  11. Der Mensch braucht wenig und auch das nicht lang.

    Edward Young

  12. Das erste sichere Kennzeichen einer gesunden Seele ist die Ruhe des Herzens und ein inwendig gefühltes Vergnügen.

    Edward Young

  13. Man muss sich damit zufriedengeben manchmal zu helfen, häufiger zu bessern, jedoch sei es Aufgabe des Arztes, jeden Fall zu trösten und zu erquicken.

    William Osler

  14. Freude an der Arbeit finden ist die Entdeckung des Jungbrunnens.

    Pearl S. Buck

  15. Einige Leute murren immer, weil Rosen Dornen haben; ich bin dankbar, dass Dornen Rosen haben.

    Alphonse Karr

  16. Den vollen wahren Lebensgenuss findet nur, wer sich die Freude am Kleinen bewahrt, ja die Geduld am Unvollkommenen behauptet.

    Theodor Toeche-Mittler

  17. Erfinden ist unendlich viel schöner als erfunden zu haben

    Carl Friedrich Benz

  18. Das Leben, Freunde, ist langweilig. Das dürfen wir nicht sagen

    John Barrymore

  19. Ich freue mich an dem Luxus, mich nur um wenige Dinge sorgen zu müssen.

    James Hudson Taylor

  20. Das Glück des Lebens besteht in der Abwechslung; die größte Mühseligkeit selbst wird dadurch zum Vergnügen. Immerwährende einerleie Freude wird bald Pein.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  21. Die Ruhe, die der Geist genießt, wenn er sich selbstgemäß leben darf, ist das einzig wahre, unzerstörbare Glück.

    Malwida von Meysenbug

  22. Ließen wir von dem Versuch ab, glücklich sein zu wollen, könnten wir eine recht schöne Zeit verbringen.

    Edith Wharton

  23. Um mit Behagen müßig zu gehen, muss man zu zweien sein, und womöglich einander lieben. Für einen allein, auch wenn man viel zu denken und Geist genug hat, ist der Müßiggang ein ermüdendes Stück Arbeit …

    Fanny Lewald

  24. Die höchste Lebensqualität ist nicht erreicht, wenn man es am bequemsten hat, sondern wenn man sich am besten entfalten kann.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  25. Drei schöne Dinge gibt es mit G: Heißt Glück, Gesundheit und Geduld. Das schönste an ihnen ist, dass sie sich mit dem vierten G, Geld, nicht erkaufen lassen.

    Otto von Leixner

  26. Wir wären elend, wenn nicht aus Kleinigkeiten unsere Glückseligkeit zusammengesetzt wär!

    Friedrich von Schlegel

  27. Wenn wir uns auf uns selbst besinnen, stellen wir fest, dass wir genau das besitzen, was wir uns wünschen

    Simone Weil

  28. Es ist überall heimlich und traut, neben einem Menschen, den man gern hat.

    Wilhelmine Heimburg

  29. Wer ganz genießt, der lebt wirklich!

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  30. Wahre Liebe ist genügsam – sie bescheidet sich mit wenigem, denn ihr ist auch das wenige – viel!

    Wilhelmine von Hillern

  31. Dass uns eine Sache fehlt, sollte uns nicht davon abhalten, alles andere zu genießen.

    Jane Austen

  32. Das Leben ist ein Wunder. Es kommt über mich, dass ich oftmals die Augen schließen muss.

    Paula Modersohn-Becker

  33. Es ist ziemlich schwer zu sagen, was glücklich macht; Armut und Reichtum sind es beide nicht

    Kin Hubbard

  34. Das Schwierigste ist es, weniger zu nehmen, wenn man mehr bekommen kann

    Kin Hubbard

  35. Optimistisch sein, nachdem man alles hat, was man sich wünscht, zählt nicht.

    Kin Hubbard

  36. Wer dankt, bekommt immer mehr zum Danken.

    Hermann von Bezzel

  37. Wohl dem, dem der Himmel ein Stück Brot beschert, wofür er keinem andern als dem Himmel selbst zu danken braucht.

    Miguel de Cervantes Saavedra

  38. Dass wir ein Inneres besitzen, von dem wir die Welt ausschließen können, in das auch kein König einbrechen kann, das ist doch ein herrliches Gefühl.

    August Pauly

  39. Es ist eitel zu behaupten, der Mensch solle sich mit Ruhe und Geborgenheit zufriedengeben. Der Tatendrang wird immer wieder durchbrechen, sei es auch nur in der Phantasie.

    Charlotte Bronté

  40. Wenn man Brot und Wasser hat, dann darf man sogar mit Zeus an Glückseligkeit wetteifern.

    Epikur

  41. In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer.

    Celia Layton Thaxter

  42. Alter ist Verzicht auf Glück; glückliche gute Menschen werden innerlich nie alt.

    Theresa Keiter

  43. Hast du was Liebes dir erkoren, dann suchen Bess'res nur die Toren.

    Heinrich Martin

  44. Nur was der Geist im tiefsten Ernste schafft, das macht uns heiter, gibt uns Lebenskraft.

    Heinrich Martin

  45. Keinem muss man unangemessenen Dank schuldig sein, auch dem Besten nicht, wenn man mit sich selbst zufrieden bleiben will.

    Karoline Freiin von Wolzogen

  46. Tausendfach wird dem gegeben, tausendfach das Glück erneut, wer sich jeden Tag im Leben dankbar seiner Gaben freut.

    Julius Lohmeyer

  47. In Einfachheit leben und mit Größe denken.

    William Wordsworth

  48. Für beides danken, für das, was wir haben,und für das, was wir nicht brauchen.

    Christian Geyer

  49. Keine Macht auf Erden kann den Einfluss eines wertvollen, reinen, einfachen und nützlichen Lebens wettmachen.

    Booker T. Washington

  50. Im Leben muss man den Sorgen, Enttäuschungen und Kümmernissen ihren Anteil lassen und bescheiden genießen, was übrigbleibt.

    Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)

  51. Wirf das Joch des Überflüssigen ab, werde reich ohne Geld, und du bist glücklich.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  52. Wir arbeiten nicht nur, um etwas zu produzieren, sondern auch, um der Zeit einen Wert zu geben.

    Ferdinand Victor Eugene Delacroix