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Sprüche über Zufriedenheit

772 Sprüche — Seite 12

Nicht Überfluss, sondern inneres Einverstandensein entscheidet oft darüber, ob ein Leben als reich empfunden wird. Zufriedenheit ist keine laute Begeisterung, sondern eine stille Form von Ordnung zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Gerade deshalb wirkt sie unscheinbar und erweist sich doch als eine der kostbarsten menschlichen Haltungen.

Sie entsteht selten aus Besitz allein, sondern aus Maß, Dankbarkeit und der Fähigkeit, das Wesentliche zu erkennen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Zufriedenheit weder Stillstand noch Anspruchslosigkeit bedeutet, sondern jene Ruhe, in der das Leben nicht kleiner, sondern klarer erscheint.

  1. Ich singe, wie der Vogel singt, der in den Zweigen wohnet. Das Lied, das aus der Kehle dringt, ist Lohn, der reichlich lohnet.

    Johann Wolfgang von Goethe

  2. Es gibt aber nicht bloß ein Glück, was ich als einzelnes Individuum, sondern auch ein solches, was ich als Staatsbürger und Mitglied einer großen Gesamtheit genieße.

    Johann Peter Eckermann

  3. Befriedigung, die ich nach außen träumte, kam nun von innen selber in mein Dach. Das Leben rächt ja stets, was es versäumte: Ich hole meine Jugendjahre nach.

    Franz Grillparzer

  4. Wer des Glückes teilhaftig werden will, muss zunächst das Tor der Wünsche verschließen.

    Friedrich Georg Jünger

  5. Die Schienbeine und die Hoffnungen soll man nicht zu weit hinausstrecken.

    Epiktet

  6. Wir verschwenden unsere Zufriedenheiten und rechnen wie Geizhälse mit unseren Widerwärtigkeiten.

    Carl Ludwig Schleich

  7. Gesundheit ist weniger ein Zustand als eine Haltung, und sie gedeiht mit der Freude am Leben.

    Thomas von Aquin

  8. Das Glück ist an und für sich Einbildungssache. Um glücklich zu sein muss man sich für glücklich halten.

    Giacomo Casanova

  9. Es ist so leicht, sich behaglichen Genuss zu verschaffen, dass man nur Staunen muß, wie selten er zu finden ist.

    Alexander von Villers

  10. Die Arbeit ist die zuverlässigste Seligkeit der Erde.

    Ernst Wiechert

  11. Das gibt's nicht: Gerade genug Geld. Es gibt nur zweierlei: Kein Geld und nicht genug Geld.

    John Steinbeck

  12. Höhepunkt des Glücks ist es, wenn der Mensch bereit ist, das zu sein, was er ist.

    Erasmus von Rotterdam

  13. Nur wer ein Auge dafür hat, sieht etwas schönes und gutes in jedem Wetter, er findet Schnee, brennende Sonne, Sturm und ruhiges Wetter schön, hat alle Jahreszeiten gern und ist im Grunde damit zu …

    Vincent van Gogh

  14. Wer sich darauf versteht das Leben zu genießen, muss keine Reichtümer anhäufen.

  15. Je mehr wir unsere Kinder lieben, desto weniger kann es uns genügen, dass sie nur in unsere Fußstapfen treten.

    Friedrich Schleiermacher

  16. Keine zwei Menschen gleichen einander, und beide sind froh darüber.

  17. Wohl dem, der, ohne sich mit andern zu vergleichen, den Genuss hin nehmen kann, den die Natur mit der Selbstgemäßheit unzertrennlich verbunden hat!

    Johann Georg Adam Forster

  18. Meine Gesundheit besteht darin, dass ich in meinem gewöhnlichen Zustand nicht gestört werde

    Michel de Montaigne

  19. Schrecklich sind die Anspruchslosen. Die nichts fordern, gewähren auch nichts.

    Peter Hille

  20. Wer am wenigsten des Morgen bedarf, der geht am heitersten dem Morgen entgegen.

    Epikur

  21. Keiner ist in allem glücklich.

    Aristophanes

  22. Wenig zu brauchen mag zur Zufriedenheit beitragen — vorausgesetzt, man hat die Wahl.

    Else Pannek

  23. Erfüllte Wünsche sind oft die, für deren Verwirklichung etwas getan wurde.

    Else Pannek

  24. Reich ist, wer viel hat. Reicher ist, wer wenig braucht. Am reichsten ist, wer viel geben kann.

    Gerhard Tersteegen

  25. Der Brunnen genügsamer Zufriedenheit muss in der Seele entspringen

    Samuel Johnson

  26. Wer sein Brot verdient, der ist nie überflüssig und fühlt sich auch nicht so.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  27. Man muss den schönsten Tag nicht vor dem Abend loben.

    Friedrich von Hagedorn

  28. Mit einem zufriedenen Geist hast Du genug, um das Leben zu geniessen.

    Titus Maccius Plautus

  29. Ein Sonntag im Herzen ist schöner als zwanzig auf einer Landpartie

    Peter Sirius

  30. Man weiß nicht, was genug ist, bevor man weiß, was mehr als genug ist

    William Blake

  31. Dem frohen Tage folgt ein trüber, doch alles wiegt zuletzt sich auf.

    August von Platen

  32. Im Glücklichmachen, liegt das Glücklichsein.

    Friedrich Emil Rittershaus

  33. Wer ist glücklich? Wer Gesundheit, Zufriedenheit und Bildung in sich vereinigt.

    Thales von Milet

  34. Gibt's kein Paradies, gibt's doch Paradiese!

    Friedrich von Bodenstedt

  35. Achte auf das Kleine in der Welt, das macht das Leben reicher und zufriedener.

    Carl Hilty

  36. Pflege das Leben, wo du es triffst

    Hildegard von Bingen

  37. Wohl nichts anderes auf der Welt hat eine so beruhigende Wirkung und macht so zufrieden wie das Gärtnern: jene körperliche Betätigung, die den Geist beruhigt und den Deltamuskel stählt

    Charles Dudley Warner

  38. Niemand ist zufrieden mit seinem Stande, jeder mit seinem Verstande.

    Barthold Heinrich Brockes

  39. Meine Wünsche streifen an das Unmögliche: So habe ich ihren Flug und Zug nachsehen lernen, wie dem der Vögel in der blauen Luft.

    Adele Schopenhauer

  40. Die menschliche Zufriedenheit oder Unzufriedenheit hängt zum großen Teile von der Weltanschauung ab.

    Peter Rosegger

  41. Ich will glücklich sein. Mein Herz hat die Kraft dazu, die Kraft, in der Seligkeit aufzugehn.

    Louise Franziska Aston

  42. Die Ruhe, die Tatenlosigkeit ist gut und reizend, aber das Schaffen, das Hervorbringen hat tausendfältiges Lächeln.

    Sophie Mereau

  43. Gewiß kein Freund der Gärtnerei wäre zufrieden, wenn auf einmal alles reif gewachsen da stände und er nichts zu tun hätte als zu pflücken.

    Jean Paul

  44. Gäb es eine andere Geburt, ganz ohne Frau, wie glücklich wäre das Leben

    Euripides

  45. Aber in der Beschäftigung selbst Vergnügen zu finden - dies ist das Geheimnis des Glücklichen!

    Sophie Mereau

  46. Hast du ein zufriedenes Herz, so ist's genug, um froh zu sein.

    Titus Maccius Plautus

  47. Wenn du Liebe hast, spielt es keine Rolle, ob du Kathedralen baust oder in der Küche Kartoffeln schälst.

    Dante Alighieri

  48. Nur die Arbeit, und zwar die uneigennützige Arbeit für ein ideales Ziel gibt dauernde Befriedigung.

    Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz

  49. Drei Dinge muss der Mensch wissen, um gut zu leben: Was für ihn zu viel, was für ihn zu wenig, und was genau richtig ist

  50. Das wahre Glück besteht darin, sich frei entfalten zu können.

    Théophile Gautier

  51. Der ist ein Glücklicher, der, wenn er sich zur Ruhe niederlegt, sich darauf freut, wieder aufzuwachen.

    Richard Rothe

  52. Die Stimmung ist alles im menschlichen Leben. Sie macht aus Steinen Gold und macht aus Gold Steine.

    Heinrich Laube

  53. Das Glück ist im Grunde nichts anderes als der mutige Wille, zu leben, indem man die Bedingungen des Lebens annimmt

    Maurice Barrès

  54. Wem es nicht ein Bedürfnis geworden ist, glücklich zu sein, der wird es niemals werden

    Karl Ferdinand Gutzkow

  55. Es sollte schön sein, alt zu werden, voll des Friedens, der aus Erfahrung stammt, und voll der Falten reifer Erfüllung.

    David Herbert Lawrence

  56. Alles, worauf es ankommt, ist, eins zu sein mit ihm; ein Geschöpf zu sein in seinem Haus, im Haus des Lebens.

    David Herbert Lawrence

  57. Der Himmel auf Erden wird durch die rechte Einstellung zu den Kleinigkeiten des Alltags geschaffen.

    Prentice Mulford

  58. Aber ich habe gute Zeiten gehabt, und beabsichtige, noch viel bessere zu haben.

    Prentice Mulford

  59. Es ist aber Naturgesetz, dass das Herz nicht ruht, bis es ans Ziel seiner Wünsche gelangt ist.

    Francesco Petrarca

  60. Starre nicht auf den Ablauf der Zeit. Fülle sie mit Arbeit, und du wirst dich nicht über den Verlust an Lebenszeit beklagen

    Francesco Petrarca